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Partnachklamm gesperrt Ein Toter und erheblicher Schaden nach Unwetter

Nach einem Unwetter stieg der Pegel vom Fluß Partnach innerhalb nur einer Stunde über einen Meter und löste einen Großeinsatz aus. Die Wassermassen wurden einem 52-jährigen Autofahrer zum Verhängnis. Er wurde mitgerissen und nach stundenlanger Suche tot aufgefunden.

Von: Martin Breitkopf

Stand: 13.06.2018

In Garmisch.Partenkirchenkirchen ist eine Person nach starken Regenfällen von den Wassermassen in der Partnach mitgerissen worden | Bild: BR/Martin Breitkopf

Augenzeugen hatten beobachtet, wie der 52-jährige beim Wehr nahe der Partnachklamm von den Fluten mitgerissen wurde. Zuvor war er mit seinem Auto im Wasser steckengebleiben und war ausgestiegen. Die Partnach war in diesem Bereich zu einem lebensgefährlichen Strom angeschwollen - Baumstämme und Schwemmholz hatten sich im Wehr verkeilt. Sofort lief eine große Suchaktion an - Wasserretter rückten aus, Feuerwehrkräfte bezogen Posten auf den Brücken. Doch die Suche gestaltete sich äußerst schwierig - in dem tief dunkelbraunen, reißendem Strom.

Kurzzeitig sechs Touristen vermisst

Zeitgleich gab es mehrere Vermissten-Meldungen aus der Partnachklamm - sechs Touristen wurden vermisst - die Helfer der Bergwacht versuchten, in die Klamm zu gelangen - ohne Erfolg. Andreas Dahlmeier von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen schildert gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, wie unendliche Mengen Wasser von allen Seiten auf sie einprasselten und schon nach einem Drittel war der Weg verbaut, deshalb mussten sie wieder umkehren. Kurz darauf meldeten sich die Touristen zurück bei ihrer Gruppe.

Tot im Treibsand

Sicherheitshalber beflog die Bergwacht die Klamm nochmal mit einer Drohne, und auch die Polizei meldete keine weiteren Vermissten.  Rund 150 Helfer waren im Einsatz - erst Stunden später wurde der Mann, der in die Partnach gestürzt war, gefunden. Er konnte nur noch tot aus dem Treibsand geborgen werden.

Auch in der Partnachklamm haben die Wassermassen Spuren hinterlassen - bis auf weiteres bleibt das Naturdenkmal geschlossen - der genaue Schaden wird heute begutachtet.


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