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Einsatz bei Schneizlreuth Dramatische Rettungsaktion der Bergwacht für Jagdhund Zorro

In einer vierstündigen Aktion hat die Bergwacht einen in Bergnot geratenen Jagdhund gerettet. Wie das Bayerische Rote Kreuz berichtet, war "Zorro", ein "Bayerischer Gebirgsschweißhund", einem Urlauber-Ehepaar aus Norddeutschland abhanden gekommen.

Von: Henning Pfeifer

Stand: 15.07.2018

In einer vierstündigen Aktion haben die Bergwachten Teisendorf-Anger und Bad Reichenhall gestern Nachmittag einen in Bergnot geratenen Hund gerettet. Die Aktion fand auf dem Gebiet der Gemeinde Schneizlreuth im Berchtesgadener Land statt.

"Zorro" streifte sein Lederhalsband ab - und nahm Fährte auf

Wie das Bayerische Rote Kreuz berichtet, war der Bayerische Gebirgsschweißhund einem Urlauber-Ehepaar aus Brandenburg am Ristfeuchthorn abhanden gekommen. „Zorro“ war aus seinem Lederhalsband geschlüpft und folgte einer Fährte, die einen steilen Abhang hinab führte.

Bellen aus der Tiefe - Zorro in Gefahr

Als nur noch sein Bellen von weit unten zu hören und ein Hinabsteigen nicht möglich war, setzte das Ehepaar einen Notruf ab. In einer vierstündigen Aktion gelang es den Bergrettern, den Rüden rund 120 Meter tiefer ausfindig zu machen und zu bergen. Am frühen Abend konnte der eineinhalb-jährige Hund, der es allein nicht nach oben geschafft hätte, seinen Besitzern gesund und munter übergeben werden.

Rettungskosten für Zorro spielten "keine Rolle"

Als Dankeschön lud das Pärchen die gesamte Rettungsmannschaft zum Abendessen ins Wirtshaus ein. Die Kosten für den Einsatz spielten nach Angaben des Ehepaars keine Rolle.

"Sondereinsätze" am Berg kosten

"Bei diesen besonderen Einsätzen können die Krankenkassen keine Leistungen übernehmen. Die entstandenen Kosten müssen pauschal mit den Betroffenen oder Angehörigen verrechnet werden. 
Sondereinsatz Berg 1   1.125,- €
Lawineneinsatz, Vermisstensuche mit erhöhtem Aufwand...
Sondereinsatz Berg 2   565,- €
Sachbergung, Tierbergung, Pilotenbergung unverletzt, Vermisstensuche geringer Aufwand
Sondereinsatz Berg 3  280,-  €"

Quelle: Bergwacht Bayern, (www.bergwacht-bayern.de, abgerufen am 15. Juli 2018)


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Tierfreund , Sonntag, 15.Juli, 21:40 Uhr

19. Analogen persoenlichen Einsatz

würde ich mir für alle unsere heimischen Tiere wie Bienen und Insekten aller Art wünschen!
Hoffentlich setzen sich auch alle hier Beifall klatschenden Kommentatoren gegen die Tierquälerei in dt. Mastbetrieben ein!

Max Rothfischer, Sonntag, 15.Juli, 20:38 Uhr

18. Sensationsgierwelt

Was ist das nur für eine Welt.
Da bekommt die Rettung eines Hundes höchste mediale Aufmerksamkeit, bei der Rettung von 13 Personen aus einer thailändischen Höhle ist praktisch die gesamte Weltpresse vor Ort und …

... wöchentlich ertrinken Hunderte von Flüchtlingen im Mittelmeer
... sterben Menschen in grausamen Kriegen in Nahost
... etc. etc. etc.

Alles ist schrecklich - von den Mittelmeertoten bis zum Hund - aber ist es nicht umso mehr Aufgabe der Medien hier entsprechende Gewichte zu setzen?
Reicht es z.B. nicht, wenn über die Rettung des Hundes nur in der Lokalzeitung von Berchtesgaden berichtet wird?

Sollte nicht täglich ein Bericht über die ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer gesendet werden, mit Stellungnahme von europäischen Politikern?
JAWOLL TÄGLICH, bis es den Politikern und den Bürgern auf die Nerven geht und sie keine Zeit mehr für andere Tätigkeiten finden bis endlich Maßnahmen zu den Fluchtursachen ergriffen werden.

Alle Macht liegt bei den Medien!

  • Antwort von kleinlaut, Montag, 16.Juli, 09:16 Uhr

    Naja, die Meldung war ja nicht Schlagzeile der ZEIT, sondern ist auf BR in der Rubrik "Oberbayern" zu lesen .... Eine Zuordnung hat also schon stattgefunden - Sie können ja einfach die Rubrik Politik oder Wirtschaft anklicken, wenn Ihnen solche Meldungen zu profan sind. Die Medienschelte ist inzwischen unerträglich; mehr Medienkompetenz von den Usern äußerst wünschenswert. Und eine Gewichtung möchte ich als Leser dann bitteschön auch selbst vornehmen.

Susi Müller , Sonntag, 15.Juli, 19:15 Uhr

17.

Zu Steffie und Wolfgang ) hoffentlich geraten Sie beide nie in eine Situation, in der Sie die Hilfe eines Hundes benötigen. Ich persönlich würde Sie dann Ihrem Schicksal überlassen, denn die Hilfe einer "Sache " würden Sie doch beide sicher nicht wollen.

  • Antwort von Pistenmops, Montag, 16.Juli, 12:46 Uhr

    Da stimme ich Susi voll zu.
    Menschen, die Tiere als Sache bezeichnen, haben die Hilfe derer nicht verdient.
    Gerade Hunde habe durch ihre Fähigkeiten weltweit schon tausenden Menschen das Leben gerettet, sie schützen Menschen, stellen Verbrecher und,und,und. Sie auf die gleiche Stufe mit einem Maßkrug zu setzen zeugt von geistigem Tiefflug einiger Zeitgenossen,

Almrentner, Sonntag, 15.Juli, 18:20 Uhr

16.

Hauptsache die Einsatzkosten trägt nicht der Steuerzahler.

  • Antwort von Pistenmops, Sonntag, 15.Juli, 19:24 Uhr

    So einen Blödsinn was Sie da schreiben.
    Wenn ein Hund, seinem Instinkt folgend, in Schwierigkeiten gerät kann wohl keiner was dafür. Wennes auch aus dem Steuertopf käme, niemand würde wohl deshalb mehr Steuern zahlen müssen, auch Sie nicht.
    Außerdem wäre das Geld in dem Fall besser angelegt als sinnlos verschwendet oder erhaben verteilt.

Squareman, Sonntag, 15.Juli, 18:05 Uhr

15. Sommerloch

In Thailand ist es eine Fußballmannschaft, in Bayern tut es eine Nummer kleiner, ein Hund. Ist das Sommerloch wirklich so groß? Als nächstes, in China ist ein Sack Reis umgefallen.

  • Antwort von Max Rotfischer, Sonntag, 15.Juli, 23:41 Uhr

    Gratulation zu Ihrem Kommentar. Dem kann ich nur voll zustimmen. Ich habe hierzu die gesamte Kommentarkapazität ausgeschöpft und bin mir nicht einmal sicher dass er veröffentlicht wird.