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Nach Amoklauf in München Ermittlungen wegen "Störung des öffentlichen Friedens"

Aufrufe auf Facebook, Hetze im Netz - nach dem Amoklauf in München am 22. Juli ermittelt die Polizei gegen 24 Menschen. Dabei geht es laut Polizei vor allem um "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat".

Stand: 11.09.2016

Amoklauf im OEZ | Bild: BR / Birgit Frank

Aufrufe auf Facebook, Hetze im Netz - nach dem Amoklauf in München am 22. Juli ermittelt die Polizei gegen 24 Menschen. Dabei geht es laut Polizei vor allem um "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat".

So hatte es mehrere Aufrufe in sozialen Medien gegeben, die den Facebook-Aufruf des Attentäters, zu McDonald's zu kommen, imitierten und ebenfalls dazu aufforderten, beispielsweise in ein Kino zu kommen, wie Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins sagte. In anderen Fälle gehe es um Hetze im Netz.

Kein Zusammenhang mit Anrufern in der Nacht des Amoklaufs

Die Ermittlungen hätten nichts mit den zahlreichen Anrufen in der Nacht des Amoklaufes zu tun, betonte da Gloria Martins. Damals hatte es 66 Phantomtatorte nach Notrufen gegeben, davon 64 Schießereien und zwei Geiselnahmen, die alle keine waren. Die Polizei gehe davon aus, dass die allermeisten Anrufer wirklich Angst hatten.

Am 22. Juli hatte ein 18 Jahre alter Schüler im Münchner Olympia Einkaufszentrum ein Blutbad angerichtet und neun Menschen erschossen. Zunächst gab es Befürchtungen, mehrere Täter seien in der Stadt unterwegs; es herrschte Terrorangst. An zahlreichen Orten - beispielsweise am Stachus oder im Hofbräuhaus - kam es zu Panik.


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