NSU-Prozess


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NSU-Prozess: Gerichtssaal-Protokoll 93. Verhandlungstag, 13.03.2014

Zu Beginn dieses Prozesstages verliest Ismail Yozgat, Vater des in der Holländischen Straße in Kassel getöteten Halit Yozgat, eine Erklärung. Er bezweifelt die Aussagen von Andreas T., der zur Tatzeit am Tatort war, aber nichts von diesem Mord mitbekommen haben will.

Von: Heike Borufka, Holger Schmidt, Paul-Elmar Jöris

Stand: 13.03.2014 | Archiv

NSU Prozess Gerichtsprotokoll | Bild: BR

Des Weiteren bittet Yozgat um die Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße. Im Anschluss wird eine Zeugin aus dem direkten Umfeld von André K. vernommen. Sie wird nach ihrer Beziehung zu K. befragt, für den sie auch eine sog. "Geburtstagszeitung" mit nationalistisch-rassistischen Inhalten angefertigt hat - gemeinsam mit Ralf Wohlleben. Engere Kontakte zum Trio bestreitet sie.

Zeugin:

Jana J. (Umfeld André K. in Jena)

ARD-Reporter über das Geschehen im Gerichtssaal

(Heike Borufka, HR)
9.44 Uhr
Zschäpe kommt: schwarzer Hosenanzug, roter Rollkragenpulli, die Haare zum Zopf gebunden.
9.50 Uhr
Gericht kommt und stellt die Präsenz fest.
Die Nebenkläger Yozgat, Mehmet Turgut, Karagöz und Karabulut sind erschienen.

(Holger Schmidt, SWR)
Erklärung Yozgat:
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
ich bin Ismail Yozgat, Vater des 21-jährigen Halit Yozgat, der unschuldig in Deutschland getötet wurde. Ich habe den Videofilm mit T. gesehen. Während T. aus dem Internetcafe hinausging, suchte er Halit, um 50 Cent zu zahlen. Dabei hätte Halit links am Tisch sitzen müssen. T. schaut aber gar nicht nach links, er geht hinaus. Während er hineingeht, müsste Halit rechts am Tisch sitzen, aber er schaut gar nicht auf die rechte Seite. Als er das Geld auf den Tisch legt, war der Tisch 73 cm hoch. Ich vermute, dass T. 1,96 Meter groß ist. Warum sieht er den hinter dem Tisch liegenden Halit nicht, während er das Geld auf den Tisch legt? Warum hat er auf dem weißlichen Tisch den Bluttropfen nicht gesehen? T. sagte in der Gerichtsverhandlung, dass er immer für 10, 20 Minuten im Internetcafé war. Dabei blieb er immer zwei Stunden, wenn ich im Laden war. Was er erzählt, kommt mir nicht glaubhaft vor.
Wie Sie wissen, wurde mein 21-jähriger Sohn Halit am 06. 04.2006 in Kassel in der Holländischen Straße 82 durch zwei Kugeln in den Kopf erschossen. Er verlor in meinen Armen sein Leben. Er war mein einziger Sohn. Immer wenn ich zum Einkaufen in die Stadt fuhr, haben uns die Leute, egal ob Türken oder Deutsche, angeschaut, als wären wir schlechte Menschen. Die haben gesagt, sie hätten das von uns, der Familie Yozgat, gar nicht erwartet, wir sollen krumme Geschäfte, Geldwäsche betrieben haben. Kokain und Haschisch verkauft haben. Sie warfen uns weitere Straftaten vor und sagten über uns, Halit wurde erschossen, weil wir krumme Geschäfte betrieben haben. Die Zeitungen schrieben das gleiche. Nicht nur in Deutschland, auch in der Türkei. Wenn wir in den Urlaub fuhren, hörten wir auch dort die gleichen Dinge. Aber wir sind eine aufrichtige Familie und haben das nicht verdient. Wir wussten aber, wer die Mörder meines Sohnes sind. Ich habe den Polizisten gesagt, dass die Mörder meines Sohnes Ausländerfeinde sind, sie glaubten uns aber nicht. Das Einzige, was die Polizisten taten: Sie ermittelten die Einnahmen- und Ausgabenverhältnisse der Familie und unterzogen uns DNA-Tests. Wir sagten: Allmächtiger Gott, gib uns Geduld und Widerstandskraft und befreie uns von diesen Beschuldigungen. Unserem Gebet wurde entsprochen.
Gegen Ende 2007 ist unser Enkelsohn auf die Welt gekommen. Wir haben ihm den Namen unseres Sohnes Halit gegeben, welcher mit 21 Jahren getötet wurde. (schluchzt) Aber diese Freude hat nur fünfeinhalb Jahre gedauert. Unser Enkel starb an Krebs. Ich habe meinen Enkel Halit mit eigenen Händen in der Türkei begraben. In den letzten Monaten des Jahres 2011 kam das Abenteuer mit Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe heraus, der allmächtige Gott hatte unseren Gebeten entsprochen und uns von den falschen Beschuldigungen befreit, die Mörder waren bekannt geworden. Von nun an haben… (Götzl unterbricht)

Heer: Muss widersprechen, Erklärung war ja zunächst im Rahmen des § 257, bin der letzte, der da auf den Knopf drückt und will, dass das hier abgeschnitten wird. Aber dann driftete es ab. Wenn unsere Mandantin als Mörderin bezeichnet wird, dann geht das zu weit
Götzl: Ist tatsächlich so, dass sich die Erklärung nicht zu dem verhält, was hier gestern angedeutet wurde.
Rechtsanwalt Kienzle (Nebenklage Yozgat): Bei allem Verständnis, wir werden die Erklärung unseres Mandanten nicht kanalisieren. Er sammelt alles ein, was seither an Beweisergebnissen hinzugekommen ist, was hier in der Hauptverhandlung zusammengekommen ist, und setzt es in Zusammenhang mit seinem unermesslichen Leid.

Yozgat setzt fort:
Zwischenzeitlich erzählten die Menschen in Deutschland und der Türkei, dass Familie Yozgat keine krummen Geschäfte betrieben hat. Die Blicke auf uns haben sich geändert. Wir wurden vom Beschuldigtenstatus befreit zu einer Familie, mit der alle Mitleid hatten. Am 23.02.2012 hatte Bundeskanzlerin Merkel anlässlich des Märtyrergedenktages alle Angehörigen nach Berlin eingeladen. Sie haben uns Märtyrerfamilien sehr gut in Berlin empfangen. Sie haben unseren Schmerz geteilt und gesagt, dass unser Schmerz auch ihr Schmerz sei. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken: Sie haben mir in Berlin ein Rederecht erteilt. Ich habe drei Wünsche geäußert: Die Festnahme und Verurteilung der Mörder, die Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße und drittens die Gründung einer Stiftung für diese zehn Märtyrer.
Bezüglich meines ersten Wunsches, bezüglich der Festnahme der Mörder und der Verurteilung, habe ich keinerlei Zweifel. Ich vertraue völlig dem Gericht. Bezüglich des zweiten Wunsches, der Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße ist es fraglich. Mein dritter Wunsch ist, nach Beendigung der Verhandlung vor Gericht für die zehn eine Stiftung zu gründen. Schauen Sie, hohes Gericht, in der zweiten Sitzung sagten die Verteidiger, dass die Märtyrerfamilien vom Deutschen Staat 850.000 Euro bekommen haben. Wir als Familie Yozgat haben vom Staat gar kein Geld bekommen. Sie haben es uns angeboten, aber wir wollen kein Geld. Wir haben nur einen einzigen Wunsch: Die Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße. Denn unser Sohn kann dort zur Welt und er wurde am 06.04.2006 in der Holländischen Straße getötet. Er ist im selben Haus auf die Welt gekommen und gestorben, aus diesem Grund wollen wir nur einen Namen. Zwischenzeitlich haben der verehrte Herr Oberbürgermeister von Kassel Bertram Hilgen und seine Gruppe uns den Halitplatz gegeben. Ihnen und allen Freunden in Kassel und Baunatal danke ich. Aber sie haben uns nur gegeben, was sie wollen. Nicht, was wir wollen. Aber es gibt eine schmerzliche Tatsache: Unsere Seele brennt. Aber man gibt uns, was sie sich wünschen. Ich habe es recherchiert: Wenn Sie, Herr Vorsitzender, eine Entscheidung treffen: Wir wollen nur, dass die Straße zur Halitstraße wird. Wenn eine Verurteilung der Mörder unseres Sohnes erfolgt, soll auch vom Gericht eine Entscheidung über die Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße erfolgen. Sie sagen doch: "Wir teilen euren Schmerz" und sagen doch immer: "Euer Schmerz ist auch unser Schmerz". Du Deutschland, großes Land der Demokratie, Sie haben mein 21-jähriges Lämmchen umgebracht. Wo ist es geblieben... Seien Sie mir nicht böse, dass, was Sie uns gegeben haben, kommt uns gar nicht glaubwürdig vor.
Wenn Sie entscheiden darüber, werde ich als Vater des Märtyrers Halit, werde ich die Angehörigen der Familien Böhnhardt und Mundlos zur Eröffnung der Halitstraße einladen. Wir werden gemeinsam weiße Tauben hochfliegen lassen und gemeinsam die Halitstraße eröffnen. Ich reiche Ihnen allen meine lupenreine Friedens- und Freundschaftshand. Sehr geehrter hoher Senat, der Ball liegt nun bei Ihnen. Wenn Sie nun eine Pause einlegen und eine historische Entscheidung treffen. Danke.

Götzl: Ich weiß nicht, wenn Sie hier Hoffnungen haben, wir hätten hier Einfluss auf die Benennung der Holländischen Straße, das ist ausschließlich Sache der örtlichen Behörde. Ich muss Ihnen das leider so sagen, die Einzelheiten, wird Ihnen Ihr Anwalt, Herr Kienzle, erklären.

(Heike Borufka, HR)
10.17 Uhr
(mucksmäuschenstill)
Zeugin Jana J., 33 Jahre alt, (sehr schmale Person, dunkle Hose, schwarzer Pullunder und rot-gemusterte Bluse, spricht sehr ruhig, die krausen schwarzen Haare zum Zopf gebunden)
J: arbeitssuchend, bin Sozialarbeiterin aus Berlin.

Götzl: Es geht um die Zeit vor 1998, insbesondere um Ihr Verhältnis zu André K., aber auch inwiefern Sie Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe und Wohlleben kannten. Können gerne mit K. beginnen
J: André K. habe ich zwischen 96/97 kennengelernt, es hat sich recht schnell eine recht enge Freundschaft entwickelt, dauerte auch fort, als ich aus der Szene längst raus war. Mit ihm war ich wirklich sehr eng befreundet. Zu Zschäpe gar kein Verhältnis. bin ihr paarmal begegnet, war mit ihr in Disco mit 2 weiteren Mädchen. Zu ihr kann ich eigentlich nicht viel sagen. Fragen Sie.
G: Von sich aus zunächst mal erzählen
J: Wahrscheinlich einige Male am Winzerclub getroffen und bevor wir in die Disco gefahren sind, sind da hingetrampt, haben wir uns bei ihr in der Wohnung getroffen. Wahrscheinlich am Winzerclub. "Hallo, wir gehen in die Disco, kommst Du mit?". An Discobesuch nur noch dunkle Erinnerungen. War Großraumdisco außerhalb von Jena. Zurück sind wir auch getrampt.
G: Waren Sie öfter in der Wohnung von Zschäpe?
J: Nein, nur einmal. Es waren noch zwei andere Mädchen da. Eine hatte auch kein Zuhause, hat irgendwo da im Keller geschlafen. Ansonsten kann ich mich an zwei Sachen erinnern, die mich irritiert haben. Erdbeerwein, weil ich den unfassbar eklig fand. Dann kann ich mich erinnern, dass sie eine Pistole hatte. Weiß aber nicht, ob das eine echte Pistole war.Ansonsten Discobesuch. Haben uns fertig gemacht und sind dann los.
G: Pistole beschreiben?
J: Nein, kann ich nicht. Hat sie "Walli" genannt und hatte so einen Gurt, wo man die seitlich reinpackt. Hab die unter dem T-Shirt, unter der Jacke wahrgenommen. Zu dieser Gelegenheit hat sie sie gehabt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sie mit in der Disco hatte. Weiß nicht mehr, ob sie die Pistole mitgenommen hat. Hat Gurt in der Wohnung getragen.
G: Ungewöhnliche Situation?
J: Auf jeden Fall für junges Mädchen ungewöhnlich, dass man zu jemanden kommt, der Waffe besitzt. Diese ganze Generation war waffenaffin. Ich habe mich darüber nicht sonderlich gewundert. Haben in der Schule Granaten-Weitwurf gemacht. War nicht üblich, dass man Waffen besaß.
G: Hatten Sie eine Waffe?
J: Ne, hatte noch nie eine
G: Nachfrage: Verwunderlich, dass man das mit der Waffe nicht thematisiert.
J: Weiß nicht, ob ich sie gefragt habe oder nicht. Ist ja schon 17 Jahre her.
G: Weitere Zschäpe-Kontakte in Erinnerung?
J: Nein. sie war einfach eine, die in diesem Umfeld unterwegs war. In der Naziszene in der damaligen Zeit.
(Zschäpe stiert geradeaus, schaut Zeugin nicht an)
J: War in der Szene bekannt, dass sie mit Uwes gut befreundet war und dass dieses Verhältnis exklusiv war. Wurden immer als "die Drei" bezeichnet.
G: Können Sie denn das noch näher ausführen?
J: Ich habe die vielleicht auch mal am Winterclub zusammengesehen, aber das weiß ich nicht. Da vermischen sich meine Erinnerungen auch. Danach mit dem Untertauchen, also die Relevanz wurde für mich da erst richtig deutlich.
G: Näher erklären…
J: Während zuvor Beate, Mundlos und Böhnhardt nacheinander oder gleichzeitig ein Paar waren, das war damals jedenfalls deutlich. Und nach dem Untertauchen war so eine Sensationsstimmung. Die ganze Szene hatte plötzlich nochmal eine andere Wichtigkeit. Hat sich dann ganz schnell ein Katz- und Maus-Spiel mit den Behörden entwickelt. Davon habe ich relativ viel mitbekommen durch André. Habe zu dieser Zeit in Plauen gerade eine Ausbildung angefangen. Das habe ich im März/April 98 abgebrochen, da waren die drei schon weg. Danach gab es zahlreiche Hausdurchsuchungen, Telefone wurden abgehört, es gab ständig Personenkontrollen. Dadurch ist eine andere Stimmung in der Szene entstanden. Vorher hing man relativ zwanglos immer miteinander herum.
G: Was war denn?
J: Man hat halt mitgekriegt, es gibt Hausdurchsuchungen. Bei mir nicht, aber durch André habe ich das deutlich mitbekommen. Waren häufig im Auto zu zweit unterwegs, da sind uns häufig Zivilfahrzeuge gefolgt. Auch wenn wir nur im Wald spazieren waren. Was auch ein Gefühl von Bedrohung und Verfolgung auslöst.
G: Reaktionen?
J: Hat sich Scherze erlaubt mit den Zivilfahrzeugen, die einem dauernd gefolgt sind. Konkreteres kann ich dazu auch nicht sagen.
G: K. genannt, können Sie auch andere nennen?
J: Nein. Enges Verhältnis nur zu André K.
G: Was hat K. nach Untertauchen über Zschäpe berichtet?
J: Gar nichts
G: Untertauchen führte zu Sensationsstimmung?
J: Die Drei sind auf einmal wichtig geworden. Diese Stimmung hat sich eher durch diese Verfolgung ergeben. Ich war ein Stück weit außenstehend, hatte keine Funktion. Diese Zeitung zum Beispiel ist genau in diesem Kontext entstanden. Ist sehr auf Verfassungsschutz bezogen. Habe sie mir nochmal genau angeschaut und versucht, mir die Stimmung von damals in Erinnerung zu rufen.
G: Welche Zeitung?
J: Diese Geburtstagszeitung für André K. Kann mich an konkretes Zustandekommen nicht mehr erinnern. Ist definitiv meine Schrift, aber habe keine Erinnerung mehr daran, wann wir die geschrieben und gebastelt haben. Ich kann nur spekulieren. Fanden das offenbar einfach lustig, auch wenn das bitter ist, wenn ich das heute so sagen muss. Wir haben uns verfolgt gefühlt und dämonisiert. Die rassistischen und antisemitischen Aspekte darin werden da deutlich, aber es ist auch sehr ironisch. Das nehme ich auch heute nach 15 Jahren noch so wahr.
G: Welchen Kontext, wie entstanden?
J: In der Stimmung nach dem Untertauchen. Es wurden viele Hausdurchsuchungen gemacht. Meine Wahrnehmung war, dass da drei einfach eine Entscheidung getroffen haben, etwas zu machen, Bomben zu bauen und ein ganzes Umfeld dafür verantwortlich gemacht wird. Das ist meine Wahrnehmung von damals. Muss ich deutlich betonen. Heute ist das anders einzuschätzen.
G: Was wussten Sie?
J: Kann ich gar nicht mehr so gut trennen, von dem, was ich heute weiß. Wusste von einem Koffer am Theaterplatz. Kam mir absurd vor. Lag vielleicht auch an meinem Alter. Weiß nicht, wie naiv ich damals war. Konnte mir das nicht vorstellen, dass Bomben gebaut werden oder dass damit experimentiert wird. Vorher war man da einfach relativ zwanglos zusammen, beieinander. Dass es da solche Tendenzen gab, habe ich so nicht wahrgenommen damals. Jena war ja nicht sehr groß, war nicht schwierig, da reinzugeraten. Habe das nicht als hochkriminelles Milieu wahrgenommen. Habe viele an Kirmes oder im Winzerclub kennen gelernt. War alles relativ unverbindlich. wenn man sich der rechten Szene verbunden fühlte. Das war die Stimmung, die damals im Osten mehr oder weniger offen geäußert wurde. In jeder Disco ist man auf Rechte getroffen. Meine Wahrnehmung von Ende 96 bis Anfang 99. 96 K. kennengelernt.
G: Von welchen Personen sprechen Sie denn?
J: Freundeskreis hatte ich immer auch noch einen anderen. Es war Ralf Wohlleben, Carsten S. (der Angeklagte), Stefan A. (Zschäpes Cousin) und dann einen Haufen Leuten, deren Namen ich aus dem Stehgreif nicht zusammenkriege. Ich glaube, Stefan A. war auch nicht sonderlich politisch aktiv. Das andere Umfeld dann schon eher mit Demonstrationen.
G: Wie war es denn mit Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos?
J: Uwe Mundlos kannte ich gar nicht, habe ihn schon gesehen, aber nie mit ihm gesprochen. Uwe Böhnhardt kannte ich auch nicht gut. Er hat mich mal im Auto mitgenommen und nach Hause gefahren, aber keinen näheren Kontakt.
G: Bei Frau Zschäpe in der Wohnung - waren da Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zugegen?
J: Nein, war Mädchenabend, glaube, es war 97.
G: S. und Wohlleben. Was wissen Sie zu diesen Personen?
J: Beide mochte ich sehr gerne. Carsten kannte ich nicht so gut, er war mir auf jeden Fall ein Begriff. Habe mich gefreut, ihn zu sehen. Mit Wohlleben war es im Prinzip genauso. Von ihm hatte ich damals den Eindruck, dass er ähnlich wie ich auch immer andere, unpolitische Freunde hatte. Kann mich an Party bei ihm erinnern. Da waren auch Leute da, die eindeutig keine Nazis waren. Habe ihn als so radikal gar nicht empfunden.
G: Wer war seine Freundin?
J: Hieß auch Jana. Bin mir aber nicht mehr so sicher. Vielleicht auch Janina.
G: Wann Wohlleben kennengelernt?
J: Etwa die gleiche Zeit, bin mir aber nicht sicher.
G: Wie häufig Kontakt?
J: Mit Carsten und Wohlleben nicht so häufig, mal auf Party oder Winzerclub. Gab noch eine andere Disco, die hieß Wooge, da war ich häufiger. Habe eher noch so Gefühlserinnerungen. Winzerclub war ich, weil da die beiden Bands immer gespielt haben in dem Proberaum. Habe Namen jetzt vergessen. Im Winzerclub haben sich eben die Leute getroffen. Die Leute von der Band. Spielte auch noch andere Band, waren Hooligans.
G: Böhnhardt in seinem Verhalten und Persönlichkeit?
J: Ich fand die alle echt nett. Ist einfach so. An ihn kann ich mich erinnern, weil er sehr, sehr große blaue Augen hatte. Habe keine negativen Erinnerungen an nahezu alle aus dieser Zeit. Das ist so.
G: Wie war es mit Thema Waffen bei Uwe Böhnhardt?
J: Kann ich überhaupt nicht sagen, weiß ich einfach nicht. Keine Ahnung, ob er bewaffnet war.
G: "Verhältnis Trio exklusiv", was meinen Sie damit?
J: Irgendwie ist immer deutlich geworden, dass die ne sehr enge Freundschaft miteinander haben. Wurden immer "die Drei" genannt. Habe das nicht hinterfragt. Ich weiß nicht, wie genau.
G: Die Drei zusammen auch erlebt?
J: Ich kann mich nicht erinnern, bin mir aber nicht sicher. Kann sein, einmal am Winzerclub. Ich habe die ohnehin nicht täglich gesehen.
G: Wie sind Uwes mit Frau Zschäpe umgegangen?
J: Dazu kann ich auch nichts sagen
Pause

Fortsetzung 11.27 Uhr
G: Pistole. Wie war die Situation, dass sie die Waffe zu benennen?
J: Sie hat diese Waffe "ihre Walli" genannt.
G: Wo Wohnung?
J: War Straße, die direkt neben den Gleisen war. Die Straße kann ich aber nicht nennen, das weiß ich nicht. War eine Ein-Raum-Wohnung. Alle haben den gleichen Schnitt.
G: Gab es sonst Waffen in der Wohnung?
J: Ich glaube, dass irgend etwas an der Wand über der Couch hing, bin aber nicht mehr sicher, ob das eine Fahne war, die sich überkreuzt haben oder ob das zwei Waffen waren. Da hing aber auf jeden Fall was. Zwischen Küchennische und Couch.
G. zeigt Lichtbilder von STA Jena aus 1997.
J. erkennt Morgenstern, weiß nicht, ob es die Wohnung ist.

G: Geburtstagszeitung - für welchen Geburtstag?
J: Offensichtlich für Geburtstag von André 1998. Muss irgendwann im Sommer gewesen sein, weiß nicht mehr genau, wann er Geburtstag hat. Verteidiger von Ralf Wohlleben haben mir geschrieben, dass es da eine Zeitung gibt und mir einen Link geschickt. Ich habe die auch ausgedruckt.
G: Gab es auch Gespräch (mit den Verteidigern)?
J: Nein, war mir nicht sicher und wollte keinen Kontakt
G: Was war der Zweck der Kontaktaufnahme?
J: Ob ich dazu etwas sagen kann. Zuerst kam ein Brief per Post. Dass eine Geburtstagszeitung aufgetaucht ist und dass sie voraussichtlich als Hauptbeweismittel gegen Ralf Wohlleben eingesetzt wird. Das habe ich nicht zusammenbringen können. Da war ich mir nicht sicher, wie ich darauf reagieren soll. Dachte, bevor ich irgend etwas Falsches sage, sage ich gar nichts. Habe ihnen geschrieben, dass ich dazu keine Stellung nehmen möchte.
G: Geht um Entstehung und auch um Inhalt. Was haben Sie denn zur Entstehung in Erinnerung?
J: Das ist das Problem, daran erinnere ich mich überhaupt nicht. Weiß nicht, wann ich mit Ralf Wohlleben zusammen gesessen haben soll. Ganz offensichtlich habe ich das geschrieben. Die Bastelei sieht auch ziemlich nach mir aus. Aber ich kann mich nicht daran erinnern. Das ist ein Problem. Kann darüber nur spekulieren. In erster Linie sehe ich da meine Schrift. Ich habe immer viel gebastelt und kann mir vorstellen, dass ich die Idee dazu hatte. Irgendwie sieht das nach mir aus. Nicht, dass ich öfter so eine Zeitung gemacht hätte, aber ich habe immer viel gebastelt. Kann über Ablauf nichts sagen. Weiß nicht mehr. Habe das als bedrohlich empfunden, dass ich hier aussagen soll. Habe mir erst nur die erste Seite angeschaut und in dieser pdf-Datei nicht runtergescrollt. Da sind ja Mordfälle zitiert und antisemitische Ausfälle. Ich bin ja Verfasserin dieser Zeitung. Ich habe seit 15 Jahren mit dieser Szene nichts mehr zu tun.
G: Habe Schwierigkeiten mit ihrer Aussage, Sie hätten keine konkrete Erinnerung?
J: André war ja in Urlaub zu dieser Zeit. Das habe ich gelesen. Ich weiß, dass ich öfter in seiner Wohnung war. Was habe ich für ein Motiv, das nicht zu sagen, wenn ich es wüsste?
G: Dass Sie es als bedrohlich empfinden.
J: Ich sitze doch hier. Ich sage das, was ich weiß. Ich müsste lügen, wenn ich etwas zu der Entstehungsgeschichte aussagen sollte. Ist mir nicht gelungen, Bilder mir in Erinnerung zu rufen. Als ich den Brief bekam, fand ich es sowieso etwas abwegig, dass ich mit Wohlleben zusammen gesessen haben sollte.
G: Wie war die Reaktion André K.s?
J: Weiß nicht mehr, wie er sie bekommen hat. Kann mir vorstellen, wir haben sie ihm in die Wohnung gelegt, als er im Urlaub war. Keine Erinnerung. Ich war total geschockt, als ich meine Schrift erkannt habe.
G: Zu Inhalt?
J: Als ich vor 2,3 Wochen festgestellt habe, dass ich alle Zeit zur Verfügung habe, habe ich mir die genau angeschaut und versucht, mir das in Erinnerung zu rufen. In der Presse stand was von Mordlisten. Dachte, Oh Gott, was steht da drin. Jetzt habe ich mir überlegt, wie haben wir das gemeint? Ich lese das jetzt in dem Kontext der massiven Verfolgung, der sich alle zu Unrecht ausgesetzt sahen. Das haben wir durch den Kakao gezogen und die Sache überspitzt. Auch diese Mordlisten, so scheußlich auch antisemitische und rassistische Textteile da sind, ich schäme mich auch dafür, aber wenn ich versuche, mich in die damalige Zeit zu versetzen, ich lese das als Ironie. Ist ja auch eine ziemlich Parodie auf die Bild-Zeitung. Sind nicht ernsthafte Morddrohungen und Listen. Basiert nicht auf Ernst. So lese ich das zumindest. Kann nur teilweise dazu beitragen, dieses Machwerk zu erklären, so bitter ich das auch empfinde.

J: Habe K. als nicht gefährlich empfunden. Wurde verfolgt wie ein Terrorist. Hat mir damals erklärt, dass diese Verfolgung aufgrund der Rasterfahndung erfolgt ist. Das bedeutet dann ja auch Terrorismus- oder Terrorfahndung. So lese ich auch die Zeitung. Habe André K. nicht als Terroristen wahrgenommen. Kann am Alter, an Naivität liegen. Er war für mich ein ganz enger Freund, mit dem ich ganz andere Dinge verband. Ich will das gar nicht bagatellisieren, trotzdem ist es schwierig, einfach zu erklären, dass es eine Arglosigkeit war. Man solidarisiert sich ja miteinander. Wir haben diese Verfolgung als Unrecht empfunden. Heute sehe ich das alles anders. Ich habe mich, als ich Ende 98 mein Fachabi angefangen habe, zunehmend auch weiterentwickelt, eine eigene Meinung gebildet, weg entwickelt von der Szene. Das war nie ein Konflikt mit André. Das hat etwas gedauert, aber immerhin, das ist passiert. Aus heutiger Sicht waren die Verfolgungen ganz sicher gerechtfertigt. Aber damals nicht. Damals sahen wir das so, Drei haben Unrecht verübt und das ganze Umfeld wird dafür kriminalisiert. Den Einblick hatte ich damals nicht und auch heute nur bedingt. Wusste bis Andrés Aussage nicht, dass er Kontakt hatte. (zum Trio)
G: Wie war damals die politische Einstellung K.s?
J: Ganz klar nationalistisch, fremdenfeindlich, rassistisch würde ich aus heutiger Sicht auch sagen. Damals hatte ich ein anderes Empfinden von angemessen und unangemessen. Er war auch einer, der relativ aktiv war. Hatte ein Mobiltelefon und war mit allen möglichen Leuten viel in Kontakt. Wir haben viel miteinander Politisches diskutiert. Ich weiß, dass wir irgendwann über die Asylgesetzgebung diskutiert haben.

(Paul-Elmar Jöris, WDR)
J: Wir haben uns über Asylgesetze unterhalten. War damals weitgehend Konsens, "die bekommen alles in den Hintern geschoben". Meine Haltung dazu war zunehmend anders. Wir haben alle nur ein Leben. Verstehe, dass jemand vor Hunger und Elend fliehen wollte. Er hat mich "elende Humanistin" genannt.

(Heike Borufka, HR)
G: Zu Aktivitäten. Leuten und Kontakten?
J: In so einer Szene war kaum jemand mit Mobiltelefon ausgestattet. Wenn Demos waren oder wir verfolgt wurden, hat er (K.) das kommuniziert. Ist viel über die Telefone organisiert worden. Auch mit Tino Brandt. Ich glaube, der Brandt hatte in irgendeinem Verlag gearbeitet. André hatte auch zeitweise sein Auto.

G: Ihre eigene politische Einstellung?
J: Bin mit ungefähr 16 nach Realschulprüfung in die Szene geraten. In meiner Familie gabs schlimme Eskalation. Bin mit meiner Mutter rasant abgestiegen, aus schöner Wohnung ausgezogen und da gelandet, wo Nazis hauptsächlich unterwegs waren. Damals im Osten war die politische Einstellung weitgehend latent und wurde offen zur Schau getragen, fremdenfeindlich. Die Nazis haben das einfach noch einen Zacken schärfer betrieben. Ich habe diese Meinung geteilt und diese Inhalte relativ unreflektiert übernommen. Scheinbar Zeitung eine dieser Aktivitäten gewesen. Ansonsten habe ich die Inhalte geteilt und zu meinem Freund und meinem Umfeld gehalten. Ich habe uns alle in einer ungerechtfertigten Position gesehen. Diese Szene hat einem auch nicht soviel abverlangt. Man musste keine Funktion übernehmen. Mir ging es damals aufgrund meiner familiären Situation ziemlich schlecht. Hatte ständig Panikattacken. Deshalb habe ich Veranstaltungen gemieden. Deshalb bin ich auch erst abends auf die Straße gegangen.

(Paul-Elmar Jöris, WDR)
Fortsetzung Vernehmung Jana J.13.30 Uhr
J: Holger G. kenne ich nur dem Namen nach. Tino Brandt kannte ich. Ein paar mal gesehen. War mir nicht sehr sympathisch. Er war sehr laut und selbstgerecht. Es kannte sich jeder. Ich wusste nicht, dass Wohlleben mit Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe engen Kontakt hatte. Ich habe das gelesen, deckte sich mit meiner Wahrnehmung. Das Verhältnis zwischen Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt und K. war nicht so eng. Er wurde wegen Geldunterschlagung verdächtigt (das Geld, das für die Drei gedacht war). Ich weiß es nicht genau, war mir auch egal. Ich glaube, das kam von Wohlleben. Weiß nicht mehr wann. Worum es bei der Geldunterschlagung ging, weiß ich nicht. Bücher oder CDs. Vieles in der Zeit nach dem Untertauchen, da ich dann wieder in Jena präsent war. Bis September 1998 dauerhaft in Jena und habe Jobs gemacht. Ich hatte Eindruck, dass André mit den Dreien nichts zu tun hatte. Ich war erstaunt, als ich später hörte, dass er Kontakte nach dem Untertauchen hatte. Es wurde über die Drei gesprochen, aber nie so konkret, wo die sind oder so. Für mich stand nicht zur Debatte, dass André Kontakt zu ihnen hatte.
G: Was sagt Ihnen "Thüringer Heimatschutz"?
J: Bin ich bei der Polizei auch gefragt worden. Mit "THS" konnte ich erst nichts anfangen. Es war eine freie Verbindung von thüring. Nationalisten. Eigentlich gehörten alle irgendwie dazu. Wir waren als Szene zusammen und ob man sich als Thüringer Heimatschutz versteht? War freie Kameradschaft. Der Begriff ist aufgetaucht. Ich weiß nicht, ob ich vor dem Untertauchen von dem Begriff "Thüringer Heimatschutz" gehört hatte. Im Rahmen der Verfolgung ist das stärker Thema geworden. Es wurde diskutiert, ob man den "Thüringer Heimatschutz" als terroristische Vereinigung verbieten soll.
G: War K. einmal in Südafrika?
J: Das muss in der Zeit gewesen sein, als die Zeitung entstand. Er ist mit einem Mario B. gefahren. Ich habe gedacht, dass es reiner Urlaub war. Er hat mir Fotos gezeigt. Die waren auf Safari und sind geklettert. Jetzt habe ich in der Presse gelesen, dass er in dieser Zeit ein Domizil für die Drei suchte.


(Holger Schmidt, SWR)
G: Welche Rolle hat Gewalt in der damaligen Szene gespielt?
J: Gewalt war immer irgendwie streckenweise Thema. Es gab viele Skinheads, die sich geschlagen haben. Wir hatten einen Streit über eine Situation, wo zwei Mädchen angegriffen worden sind. André und ich haben uns mit den Mädchen getroffen und mit ihnen gesprochen. War in der Folge von Auseinandersetzungen, die es zwischen Rechten und Linken gegeben hat. Wir haben uns mit den Mädchen getroffen und mit denen Tee getrunken und auf dem Rückweg sind sie überfallen worden. André hat mir gegenüber abgestritten, dass das eine Falle war. War aber doch eine. Die Mädchen sind schwer verletzt worden und ich glaube, dass es der Fall war, wegen dem Wohlleben und K. verurteilt worden sind.
Rassistische Gewalt konnte man in Jena ja nicht ausüben, es gab ja keine Migranten. War so eine Diskussion: "Wie stehst Du zu Gewalt?" Wenn es eine Auseinandersetzung gab, war es Mittel der Wahl.
G: Thema Waffen?
J: Ich hatte keine, André soweit ich weiß auch nicht und bei anderen kann ich es gar nicht sagen.

(Paul-Elmar Jöris, WDR)
G: Warum spielt in der Geburtstagszeitung Gewalt eine Rolle?
J: Ich schäme mich total für die Zeitung. Im Kontext mit Wohlleben ist von Mord die Rede. Ob Opfer benannt wurde, weiß ich nicht. Erlauben Sie mir nachzuschauen? Ich habe die ja dabei.
G: Ja
J: Es ist total schwer für mich, das zu erklären. "Einjähriger Wolle, seit Geburt bekennender Rassist, schießt auf Neger, der auf einem Straßenfest mit Drogen dealte." Ich weiß nicht, wie es dazu kommt. Einen realistischen Hintergrund kann ich mir nicht erklären. Ich war nie bei einer Diskussion, auf der darüber gesprochen wurde, einen Neger zu erschießen. Es tut mir leid.

(Holger Schmidt, SWR)
J: (Nochmal Zeitung für K.) "Ich schäme mich total für diese Zeitung, aber ich habe das damals offenkundig für richtig erachtet" (Zeitung wird erörtert.) "Es ist total pubertärer Schwachsinn. Ich schäme mich dafür"

15.30 Uhr:  Schluss mit der Zeugin für heute, weiter mit ihr am 16. April.

Hinweis

Diese Texte sind eine Auswahl der Mitschriften der Reporter der ARD und des BR während der zentralen Verhandlungstage im sogenannten "NSU-Prozess", eines beispiellosen Verfahrens der deutschen Rechtsgeschichte. Wir dokumentieren diesen "Originalton", weil es in der deutschen Praxis des Strafprozessrechts, selbst bei derartig wichtigen Verfahren, kein offizielles und umfassendes Gerichtsprotokoll gibt. Wir erfüllen damit unsere Informationspflicht, um allen, die keinen der begehrten Sitzplätze im Gerichtssaal erhalten haben, einen - durchaus auch subjektiven - Eindruck der Prozessereignisse zu vermitteln. Die Zusammenfassungen der sogenannten "Saalinfos" unserer Reporter sind redaktionell bearbeitet, zum Teil gekürzt. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben und es kann natürlich auch keine Gewähr für die Richtigkeit jedes einzelnen Wortes gegeben werden. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten der Aussagen der Prozessteilnehmer.


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