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79. Verhandlungstag, 28.1.2014 Zeuge schweigt zur Herkunft der Tatwaffe

Hat er Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die Tatwaffe verkauft? Stammt die Ceska aus einem rechten Szeneladen in Jena? Das wollte der Richter am Münchner OLG von einem Zeugen wissen. Der aber verweigerte die Aussage.

Stand: 28.01.2014 | Archiv

Die Waffe"Ceska", mit der neun Menschen ermordet wurden | Bild: Bayerischer Rundfunk

Vor dem Oberlandesgericht München sagte der Mann kurz, er wolle sich nicht zu dem Verkauf einer Waffe äußern. Er berief sich auf den Paragrafen 55 der Strafprozessordnung, wonach ein Zeuge die Aussage verweigern kann, wenn er sich ansonsten selbst belasten würde. Der Mann arbeitete früher in dem Szeneladen in Jena. In diesem Geschäft hat der Angeklagte Carsten S. die Waffe nach eigenen Angaben besorgt, um sie an Mundlos und Böhnhardt weiter zu reichen. Bei der Waffe handelt es sich mutmaßlich um die Pistole, mit der Böhnhardt und Mundlos neun Menschen getötet haben.

Zug verpasst - Prozessbeginn verschoben

Dem Schweigen war angeblich auch noch ein Missgeschick vorausgegangen: Der Zeuge hatte nach eigenen Angaben den Zug verpasst. Die Prozessbeteiligten und die Medien mussten sich gedulden; die Verhandlung begann mit einiger Verspätung.

Zweiter Zeuge mit schwacher Erinnerung

Am Nachmittag wurde dann auch noch der ehemalige Inhaber des Jenaer Ladens vor Gericht gehört. Dieser konnte oder wollte sich aber nicht mehr an die Vorkommnisse von damals erinnern. "Es liegt mittlerweile über 15 Jahre zurück", antwortete er auf Fragen des Vorsitzenden Richters Manfred Götzl.


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