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Katastrophen-Warnung App NINA warnt bundesweit vor Gefahren

Ob Flutwelle, Sturm oder Bombe: Die App NINA warnt bundesweit vor Katastrophen und Gefahren. Nun erhält sie neue Funktionen – bleibt aber hinter den Möglichkeiten vergleichbarer Systeme im Ausland zurück.

Von: Florian Regensburger

Stand: 20.06.2016

Mann fotografiert eine Flutwelle mit seinem Smartphone | Bild: picture-alliance/dpa

Seit rund einem Jahr ist die Katastrophenwarnungs-App NINA des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Einsatz. Heute erscheint die Version 2.0 – also die erste große Aktualisierung mit einigen neuen Funktionen.

Verschiedene Warnstufen einstellbar

In NINA ("Notfall-Informations- und Nachrichten-App") lassen sich nun Orte abonnieren, für die man Warnmeldungen erhalten möchte. Unabhängig davon erhalten Nutzer Warnungen für ihren aktuellen Standort. Dazu gibt es Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes nun auch als Push-Benachrichtigungen. Besonders Hartgesottene können auch Warnstufen einstellen, ab denen sie benachrichtigt werden wollen – so dass nicht bei jedem Lüftchen, sondern nur bei einem veritablen Orkan das Handy piept.

Im Unterschied zum konkurrierenden System KatWarn, welches einzelne Regionen beziehungsweise Städte für lokale oder regionale Katastrophenwarnungen verwendet und das nicht das gesamte Bundesgebiet abdeckt, ist NINA die erste derartige App zur Warnung der Bevölkerung in ganz Deutschland, die vom modularen Warnsystem von Bund und Ländern mit Informationen gespeist wird.

Meldefunktion für die Nutzer fehlt

Die neuen Funktionen von NINA sind ein deutlicher Schritt nach vorn. Dennoch lässt die App eine sinnvolle Funktion vermissen: Beim vergleichbaren US-System FEMA etwa können Nutzer auch Katastrophen über die App melden und etwa Fotos und Videos des Geschehens an die Katastrophenschutzbehörde übermitteln.


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