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Schiffshavarie auf dem Main-Donau-Kanal Passagierschiff rammt Brücke bei Riedenburg

Auf dem Main-Donau-Kanal bei Riedenburg hat ein 135 Meter langes Passagierschiff das Gerüst einer Brückenbaustelle gerammt. Die 170 Passagiere und 50 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.

Stand: 18.06.2016

Main-Donau-Kanal bei Riedenburg | Bild: imago

Ein voll besetztes Kreuzfahrtschiff hat in der Nacht auf Samstag auf dem Main-Donau-Kanal bei Riedenburg (Landkreis Kehlheim) ein Baugerüst gerammt. Das Kabinenschiff war von Budapest nach Nürnberg unterwegs, teilte die Polizei mit.

Zum Hintergrund: Auf Höhe des niederbayerischen Riedenburg ist der Kanal derzeit wegen Bauarbeiten an der Sankt-Anna-Brücke auf einer Seite gesperrt. Der 37-jährige Kapitän geriet mit seinem Schiff auf die gesperrte Seite und kollidierte auf voller Länge mit dem Baugerüst.

Die 170 Passagiere und 50 Mann Besatzung überstanden den Unfall unverletzt, mussten allerdings für die letzte Etappe ihrer Kreuzfahrt auf Busse umsteigen. Der Schaden beträgt nach Schätzungen der Polizei rund 800.000 Euro. Die Stabilität der Brücke ist nicht gefährdet.


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Mnich Gudrun Binnenschifferin, Sonntag, 19.Juni, 13:22 Uhr

1. Havarie eines Passagierschiffes in Riedenburg

Wie überall fehlt es an Qualifizierten Arbeitskräften. Es soll billig sein und dann die Nachtfahrten. Das ist eine große Belastung. Ich habe mit meinem Mann 38 Jahre Berufsschiffahrt gemacht, und wir kennen auch diese Strecke. Es ist halt nicht wie beim Auto, dass wenn ein Hindernis kommt man einfach auf dei Bremse tritt. Schifffahrt heißt Streckenkunde, man muss genau wissen wo man fährt. Also auch im Kopf wissen, da bin ich und sich das bildlich vorstellen können. Aber dies ist heute alles nicht mehr gegeben. Die Kapitäne brauchen nicht mehr so die Streckenkunde jedes einzelnen Flusses kennen um das Patent zu bekommen. Mein Mann musste früher noch für jeden Fluss sein Patent machen. Wenn man dies nicht hätte müsste man einen Lotsen nehmen. Dann kommt noch dazu, dass man sich auch mit den Gegebenheiten der verschiedenen Wasserstände auskennen muss.
Gudrun Mnich

  • Antwort von Nelly, Montag, 20.Juni, 07:14 Uhr

    Die qualifizierte leuten sind dar aber zu teuer für die rederijen. Die haben lieber unqualifizierte bille Kapitänen aus den Osten

  • Antwort von Ister, Montag, 20.Juni, 23:40 Uhr

    Liebe Nelly was haben Sie immer mit leute von Osten. Uberall sind gute und schlechte leute, nicht nur von West sind beste Kapitäne...