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Trockenheit Niedrigwasser: Große Schiffe können nicht mehr auf der Donau fahren

Auch die Schifffahrt spürt die Auswirkungen der extremen Hitze: Wegen des Niedrigwassers können derzeit keine großen Schiffe mehr auf der Donau verkehren. Das hat Auswirkungen auf den Tourismus und die Wirtschaft.

Von: Harald Mitterer

Stand: 07.08.2018

Das Schiff in der Donau | Bild: BR/Marcel Kehrer

Die extreme Trockenheit bereitet der Schifffahrt immer mehr Probleme. Auf der niederbayerischen Donau verkehren kaum mehr große Fracht- und Hotelschiffe. Der zweitlängste Strom Europas führt zu wenig Wasser, mit Auswirkungen für den Tourismus und die Wirtschaft. Auf die Ausflugsschifffahrt allerdings hat das extreme Niedrigwasser bislang kaum Auswirkungen.

Hotel- und Frachtschifffahrt fast zum Erliegen gekommen

Die großen Hotelschiffe mussten den Verkehr zwischen Straubing und Passau inzwischen komplett einstellen, berichtet Paul Marcus Schäfer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg. Für sie reicht das Wasser in der niederbayerischen Donau nicht mehr aus. Auch die Frachtschifffahrt sei inzwischen fast zum Erliegen gekommen. Bei Pfelling beträgt die Fahrrinnentiefe gerade noch 1,50 Meter. Damit liegt der Wert dort nur noch knapp zehn Zentimeter über dem historisch gemessenen Tiefstwert aus dem Jahr 1947. Das heißt, die Frachter können - wenn überhaupt - nur mit ganz wenig Ladung fahren, weil sie sonst auf Grund laufen.

Kapitäne entscheiden selbst

Anders als bei Hochwasser, wo es den festgelegten höchsten schiffbaren Wasserstand gibt, ab dem die Schifffahrt eingestellt werden muss, existiert so eine Grenze bei Niedrigwasser nicht. Die Kapitäne und Eigner der Frachtschiffe entscheiden selbst, ob sie die extrem wenig Wasser führende niederbayerische Donau noch befahren. Immer mehr entscheiden sich dagegen, weil es sich nicht mehr rentiert.


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Selim, Mittwoch, 08.August, 10:26 Uhr

4. Gerecht?

die einen fahren Verlust ein, weil sie nicht fahren können (fahren bei nicht fahren = Wirtschaftler)
die anderen gehen des Spaßes verlustig, weil ihr Touristenschiff nicht fahren kann (Nichtfahrer sind hier die Geher)
die anderen verlieren schlicht ihr kleines Leben (das sind die Fische).

Gerechtigkeit ist was anderes.
Beschwerde nach oben!
Weil beim Klimaschutz hapert es überall, nicht nur beim Vorreiter Deutschland (Sie sehen, die Deutschen fahren nicht vor, sondern reiten ausnahmsweise, angeblich wenigstens, wäre ja schön, wenn sie es wirklich öfter täten, anstatt ständig nur Autobrummbrumm)

  • Antwort von Mehr Alkoholfreies trinken bei Hitze, Mittwoch, 08.August, 12:25 Uhr

    @Selim
    Hitzeschaden in der Oberleitung??

  • Antwort von Selim, Mittwoch, 08.August, 16:28 Uhr

    Nein, völlige Nüchternheit schlägt massiv durch.
    Vielleicht auch die Hitze auf´s Gemüt.
    Dass meinem Beitrag kein durchschlagender Erfolg folgt kann ich durchaus folgern.

    Du mit langem Namen, Du Sprachschenie?

Renate E., Dienstag, 07.August, 13:47 Uhr

3.

War absehbar. Man kann nur darauf hoffen, dass es stimmt, was die Großeltern zu sagen pflegten: "Das Wetter bleibt sich nichts schuldig." Und so die Hoffnung bleibt, es wird nach dieser heißen Phase bald drei, vier Wochen kühl werden und tüchtig regnen.

Leon, Dienstag, 07.August, 10:31 Uhr

2. Umweltschonend

Keine Schiffe, keine Umweltverschmutzung. Passt doch, denn diese Schiffe sind wahre Drecksschleudern.

  • Antwort von Capt. Iglu, Mittwoch, 08.August, 13:46 Uhr

    Klar- lieber für jedes Schiff 50-100 Lkw bei Ihnen vor der Tür vorbei.
    Nur mal am Rande:KEIN Binnenschiffe fährt mit Schweroel, das gibs nur bei Seeschiffen.
    Schon vieleBinnenschiffe habe Abgasfilter, emissionsarme Motoren, Hybrid-oder Gasmotoren.
    Ich selbst fahre mit GTL(Gas to liquide) Diesel.
    Solche dummen Sprüche,, kein Schiff-keine Umweltbelastung Zeugen von wenig Gehirn.
    Aber. Bei Amaz.......... 20Pakete bestellen oder 3x im Jahr in Urlaub fliegen und für den Start 20tsd
    Liter Kerosin verblassen das ist ok.
    Erstmal an die eigene Nase packen...

  • Antwort von Käpt'n Kork, Donnerstag, 09.August, 18:58 Uhr

    Muss Leon Recht geben. - Die Ausflugsschiffe sind richtige Dreckschleudern... und als Anwohner, der jeden Tag die Dieselwolken ertragen muss kann ich das wohl sagen.

websaurier, Dienstag, 07.August, 09:01 Uhr

1. Kein Schaden...


Dann fahren die Schiffe eben nicht...
Kein Problem.

  • Antwort von Na so wasm, Dienstag, 07.August, 10:50 Uhr

    Genau Websaurier, dann werden die Waren eben nicht per Schiff transportiert sondern mit LKW's auf der Autobahn von A nach B
    befördert.

  • Antwort von websaurier, Dienstag, 07.August, 10:54 Uhr

    Das werden sie doch sowieso schon grenzenlos...