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Fußball Kaum Public Viewing zur WM: Rudelschauen ist abgedroschen

Ende der Woche beginnt in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch Fans von großen Fan-Festen mit Stadionatmosphäre werden dieses Mal in ostbayerischen Städten enttäuscht. Denn gleich in mehreren Städten finden zur WM große Public Viewings nicht mehr statt.

Von: Andreas Wenleder

Stand: 11.06.2018

Fans beim public viewing (Symbolfoto) | Bild: pa/dpa/Revierfoto

Am Donnerstag beginnt in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft. Am Sonntag findet das erste Spiel der Nationalmannschaft statt. Die große WM-Party fällt dieses Jahr aber gleich in mehreren Städten in Niederbayern und der Oberpfalz aus.

Fan-Feste fallen aus

Wo noch bei der letzten EM und WM zu Hunderten gefeiert wurde, ist jetzt nichts mehr los. In Regensburg bleibt dieses Jahr beispielsweise die Donau-Arena leer. In Straubing findet in der Messehalle dieses Mal kein Public Viewing mehr statt. Das Interesse habe immer mehr abgenommen, heißt es. Und in Passau fallen die Fan-Feste bei der Löwenbrauerei aus. Das Public Viewing habe den Betriebsablauf über Wochen behindert, sagt Melanie Unholzer von der Löwenbrauerei. Außerdem sei das "Rudelschauen mittlerweile ein wenig abgedroschen", so Unholzer.

Trend zu kleinen Runden

Auch wenn es beispielsweise in Landshut, Altenstadt bei Weiden oder im Rahmen des Dingfestes in Dingolfing auch noch Großveranstaltungen gibt, geht der Trend offenbar weg vom großen Public Viewing zum gemeinsamen Schauen in kleineren Runden, etwa in Biergärten oder zu Hause.

Das hat auch Vorteile für die Veranstalter. Denn sofern kein Eintritt verlangt wird, und keine Sponsoren das Event unterstützen, benötigen Vereine und Wirte erst ab 5.000 Besucher eine offizielle FIFA-Lizenz für eine Übertragung der Spiele.


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Rabe, Mittwoch, 13.Juni, 16:49 Uhr

2.

Ist doch gut, dann machen Wirtshäuser und Biergärten auch wieder Geschäfte die es durch den Unsinn schlimm getroffen hat.

Fan, Montag, 11.Juni, 20:09 Uhr

1.

Wer traut sich denn noch an solchen Massenveranstaltungen teilzunehmen ?

  • Antwort von Gemeindebürger, Montag, 11.Juni, 21:45 Uhr

    In unserer Kleinstadt wurde die Idee des "Rudelglotzens" nicht mehr weiter verfolgt, weil nach solchen Veranstaltungen jedes Mal unendliche Müllberge zu entsorgen sind.
    Es sei den Bürgern nicht mehr zu kommunizieren, dass Gelbe Säcke von den Entsorgungsunternehmen stehen gelassen würden, weil sich "falscher" Müll drin befände, dass Abgabe von Grüngut o.a. im Bauhof strengstens überwacht und mit immer höheren Gebühren wg. ordentlicher Mülltrennung belegt werde, dass die Gebühren für den Contalner am Friedhof ständig stiegen und sich die Privathaushalte generell jedes Plastikfitzelchen vorrechnen lassen müssten und dann würden im Gegensatz dazu nach diesen Events tonnenweise Abfälle aller Art einfach kommentarlos und unsortiert entsorgt, als wäre nicht gewesen und das Fest noch als gelungen und toll bezeichnet. Es reiche schon der Dreck, der nach Sylvester aufzuräumen sei.

  • Antwort von Saustall, Montag, 11.Juni, 21:52 Uhr

    Genau so ist’s,