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Niederbayern Freiwillige Feuerwehren an der Autobahn A3 überlastet

Die Freiwilligen Feuerwehren entlang der unfallträchtigen Autobahn A 3 sind an der Grenze der Belastbarkeit. Auch die Sicherheit der Einsatzkräfte ist oft gefährdet. Das haben Recherchen des Bayerischen Rundfunks ergeben.

Von: Harald Mitterer

Stand: 04.03.2018

Feuerwehrleute löschen einen Sattelschlepper auf der Autobahn (Symbolbild) | Bild: dpa-Bildfunk/Ralf Klodt

Feuerwehrvertreter fordern jetzt mehr Sicherheit für die Freiwilligen bei den Einsätzen auf der Autobahn. Die Feuerwehreinsätze auf der A 3 werden immer mehr und die Gefahren für die Einsatzkräfte größer.

"Wir stehen an der Belastbarkeitsgrenze des Freiwilligendienstes. Irgendwann muss die Politik etwas tun, damit der Verkehr nicht noch aggressiver wird."

Albert Uttendorfer, Kreisbrandrat des Landreises Straubing-Bogen

Ähnlich sind die Erfahrungen bei den Feuerwehren in den Landkreisen Passau und Deggendorf.

Feuerwehren fordern elektronisches Verkehrsleitsystem

Die Kreisbrandräte fordern ein elektronisches Verkehrsleitsystem an der A3 - so wie auf anderen viel befahrenen Autobahnen auch. Mit solchen Schilderbrücken über den Fahrbahnen kann schnell vor Unfällen und anderen Gefahren gewarnt werden. Auch verkehrsabhängige Tempolimits können her schnell angezeigt werden.

"Ich bin überzeugt, dass dadurch viel weniger Unfälle passieren würden."

Josef Ascher, Kreisbrandrat im Landkreis Passau.

Veraltete Technik bei den Freiwilligen Feuerwehren

Auch die Sicherungsanhänger, mit denen die Freiwilligen Feuerwehren zu ihren Einsätzen auf die A3 fahren, sind veraltet, kritisiert der Deggendorfer Kreisbrandinspektor Bernhard Süß. Die Schildertechnik sei 40 Jahre alt, inzwischen gebe es moderne Anhänger mit Display. So könnte man konkret vor Unfallsituationen warnen und die Geschwindigkeit begrenzen.


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Elisabeth, Montag, 05.März, 22:31 Uhr

8. Die Feuerwehr badet aus was die Verkehrspolitik versäumt !

Zuviele Autos ,Transporter und LKWs auf der A3 .

Es wird zu schnell gefahren und aufgefahren.

Übermüdete LKW und Transporter Fahrer sind unterwegs.

Die A3 ist ein Albtraum geworden .

Wenn interessierts von den Verantwortlichen ,Niemanden wirklich.

Verkehrspolizei wurde eingespart .

So geht der Wahnsinn weiter .

Feuerwehr Streik ??? Wäre das eine Lösung

hansepeter, Montag, 05.März, 14:33 Uhr

7. Autobahnfeuerwehr

Die Idee von Josef einer "Bundesautobahnfeuerwehr" find ich gut! Ich wäre auch für eine eigene Autobahnpolizei, ähnlich der "Highway Patrol" in den USA, die nur dazu da ist, dem Gesetz und den Verkehrsregeln auf der Autobahn Geltung zu verschaffen. Und jaaa, die darf dann auch Linke-Spur-Schleicher rauswinken. Alle zufrieden? Das eigentliche Problem, durch das all die vollkommen unnötigen und Feuerwehrler und alle anderen Helfer belastenden Unfälle entstehen, ist doch der große Geschwindigkeitsunterschied, mit dem heute gefahren wird. Die ganze Welt fährt mit 120 bis 130 km/h (im riesigen Australien sind's strengstens kontrollierte 110...!) und kommt auch an!!! Und überall fließt der Verkehr gleichmäßig dahin, und die Menschen sind entspannt und lassen einen zum Überholen immer rein. Warum geht es in Deutschland da so aggro zu???

Renate E., Montag, 05.März, 12:09 Uhr

6. Es wird einfach zu viel verlangt!

Dieser Staat ist nur funktionsfähig, weil sich sehr viele Menschen freiwillig engagieren. Das war auch bisher gut eingespielt. Doch hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Männer müssen pendeln, sind oftmals lange unterwegs, um die Existenz ihrer Familie zu sichern. Da bleibt oftmals einfach keine Zeit mehr, sich nebenbei noch gesellschaftlich zu engagieren. Auch die Einstellung änderte sich - der Staat vernachlässigt einen Teil seiner Aufgaben, was bei vielen Bürgern auf Unverständnis stößt und sie zum Frustverhalten bringt. Aber es wird immer mehr, was Freiwillige schultern sollen! Während der Staat wenig Bereitschaft zeigt, sich aktiv zu beteiligen.

  • Antwort von Gerd, Montag, 05.März, 13:02 Uhr

    @ Renate E.
    - Männer "müssen" pendeln, o.K. viele Frauen auch,
    das hindert aber die Frauen nicht daran (Wohnort nah) sich in der Freiwilligen Feuerwehr einzubinden.
    Bei uns klappt es, - ist Körperlich zwar anstrengend, wird aber durch die Technik sehr unterstützt.
    Ansonsten ist Ihr Beitrag sehr beschreibend..
    mfG.

  • Antwort von Niederbayer, Dienstag, 06.März, 22:06 Uhr

    Der Freistaat hat für die Sicherheit zu sorgen. An der ICE-Strecke München-Berlin müssen im Notfall ebenfalls die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ran. Wie kann es in diesem Zusammenhang sein, dass sich in einer Großstadt wie München niemand ehrenamtlich für Irgendetwas engagieren muss? Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach: der Freistaat übernimmt dort komplett die Aufgaben, die am Land von Freiwilligen ohne jegliche Bezahlung erledigt werden müssen. Dies gilt für den Kulturbereich, die öffentliche Sicherheit (siehe Sicherheitswachten), die Rettungsdienste und eben auch für die Feuerwehren. Gleiche Lebensbedingungen zwischen München und Bayern: Fehlanzeige!

QuoVadis, Montag, 05.März, 08:45 Uhr

5. Freie Fahrt für freie Bürger

Was die Waffenlobby in den USA, ist die Autolobby in Deutschland. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen? In Deutschland undenkbar.
Da wird selbst bei fast durchgängigem LKW-Verkehr auf der rechten Spur, versucht mit 180 Sachen durchzupreschen. Mit einer Richtgeschwindigkeit von 130 ist man der Looser und muss sich schon zwangsmäßig anpassen, um nicht dauernd auf der rechten Spur festzusitzen und Angst haben zu müssen doch mal zwischen zwei LKW eingequetscht zu sein.
Auf deutschen Autobahnen scheint es, gilt das Recht des Stärkeren.

Waggner , Montag, 05.März, 06:01 Uhr

4. zu: Freiwillige Feuerwehren an der Autobahn A3 überlastet

zu: "Wir stehen an der Belastbarkeitsgrenze des Freiwilligendienstes. Irgendwann muss die Politik etwas tun, damit der Verkehr nicht noch aggressiver wird." Albert Uttendorfer, Kreisbrandrat des Landreises Straubing-Bogen.
Irgendwann und Irgendetwas "tun"? Das geschieht doch schon seit 20 Jahren-Komissionen um Komissionen, lauter Profis und Experten in allen Belangen;. der Großteil der Verkehrsteilnehmer schert sich einen Dreck um Regeln, Gesetze, Verordnungen und um andere Verkehrsteilnehmer. Das ist die Realität. Ich zuerst...
Bei den Tafeln(Essen und...) übernehmen auch tausende Ehrenamtliche staatliche Grundaufgaben seit Jahren immer mehr