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700 Einsatzkräfte vor Ort Fliegerbombe in Straubing entschärft - 700 Anwohner evakuiert

In der Nähe des Straubinger Bahnhofs ist bei Bauarbeiten am Donnerstag eine Fliegerbombe entdeckt worden. Ein Sprengkommando vor Ort entschärfte die Bombe. Das umliegende Stadtviertel inklusive einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung musste zuvor evakuiert werden.

Von: Katharina Häringer

Stand: 18.05.2018

Bombe in Straubing entschärft | Bild: BR/Katharina Häringer

Genau eine Minute nach Mitternacht hat es einen Knall in Straubing gegeben. Der Zünder der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde erfolgreich gesprengt. Sprengmeister Roger Flakowski brauchte eine Stunde für die kontrollierte Sprengung. "Sie war anspruchsvoll", sagte er danach sichtlich erleichtert. Der Zünder musste gesprengt werden, weil der Baggerfahrer bei Bauarbeiten die Bombe zu spät bemerkte und den Zünder erheblich beschädigte.

"Erstmal herzlichen Glückwunsch an den Baggerfahrer, dass er noch unter den Lebenden ist."

Roger Flakowski, Sprengmeister

Laut Flakowski hätte der Baggerfahrer nur noch einmal mit seiner Schaufel an die Bombe kommen müssen, dann wäre die 250 Kilogramm schwere Bombe in die Luft geflogen. Das wäre für den Baggerfahrer höchstwahrscheinlich tödlich ausgegangen.

700 Anwohner evakuiert

Die Bombe hatte ein Baggerfahrer am Donnerstagnachmittag entdeckt. Am Abend wurden dann 700 Anwohner in einem Radius von 300 Metern um den Fundort aus ihren Wohnungen und Häusern geholt. Darunter rund 300 Menschen aus einer Behinderteneinrichtung der Barmherzigen Brüder und Flüchtlinge aus einer Asylbewerberunterkunft. Laut Polizei verlief die Evakuierung ohne größere Probleme. Gegen 1 Uhr wurde die Sperrzone aufgehoben, danach konnten die Anwohner in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. 700 Polizisten, Feuerwehrler, Helfer von THW und BRK waren im Einsatz.


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