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Viechtach Erneut Greifvogel im Bayerischen Wald vergiftet

Im Bayerischen Wald scheinen es Unbekannte auf Greifvögel abgesehen zu haben. Nachdem im vergangenen Jahr in Cham Greifvögel getötet wurden, ist nun in Viechtach (Lkr. Regen) ein solcher Vogel vergiftet worden.

Von: Renate Roßberger

Stand: 27.04.2018

Greifvogel | Bild: Bayerischer Rundfunk

Im Bereich des Höllensteinsees bei Viechtach ist ein vergifteter Greifvogel gefunden worden. Das gab heute das Landratsamt Regen bekannt, das deshalb jetzt Spaziergänger in dieser Gegend warnt, tote Tiere anzufassen.

Verbotenes Gift benutzt

Der Greifvogel ist mit Carbofuran getötet worden, einem Gift, das seit rund zehn Jahren verboten ist. Selbst der reine Besitz ist inzwischen strafbar. Greifvögel stehen unter Artenschutz. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln jetzt in diesem Fall. Bisher geht man davon aus, dass der Vogel über einen vergifteten Köder getötet worden ist.

Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Köder mit Carbofuran in der Gegend ausgelegt worden sind, so das Landratsamt. Deshalb sollten Hunde im Bereich des Höllensteinsees an der Leine geführt werden. Wer tote Tiere, Kadaver oder Köder findet, soll sie keinesfalls anfassen. Verdächtige Funde sollen der Polizei gemeldet werden.

Ähnliche Fälle bei Cham

Im Nachbarlandkreis Cham gab es letztes Jahr eine ganze Serie von illegalen Greifvogeltötungen. Ein Teil der Tiere war vergiftet, ein anderer Teil abgeschossen worden. Trotz polizeilicher Ermittlungen und einer Belohnung, die der Landesbund für Vogelschutz ausgesetzt hatte, konnte der Täter nicht ermittelt werden.


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Tierfreund, Samstag, 28.April, 17:14 Uhr

4. Vergiftete Wühlmäuse

Wer legt den die Köder großflächig an die Acker- und Feldränder ?
Die verendeten Eulen und Greifvögel haben laut Jägerschaft, vergiftete Mäuse gefressen.

Handwerker, Freitag, 27.April, 19:38 Uhr

3. Verbotenes Gift benutzt.

Vielleicht waren es wieder die Russen, nein Spaß beiseite einfach nur widerlich was bei uns läuft.

  • Antwort von Selim, Samstag, 28.April, 13:43 Uhr

    Das waren nicht die Russen, sondern die Deppen...

Nie wieder Urlaub, Freitag, 27.April, 14:28 Uhr

2. Nie wieder Urlaub im bayerischen Wald

Dort wo Leute Ihre wertvolle Natur absichtlich vernichten (Luchse, Greifvögel, Wölfe) werde ich nie wieder Urlaub machen. Sollen sie doch in ihrem Wald unter sich bleiben.

  • Antwort von Naturfreund, Freitag, 27.April, 18:26 Uhr

    Das mag eine Möglichkeit sein zu zeigen, was man von diesen Frevlern hält. Doch ob die das juckt, ich glaube, wenig. Vielmehr sollte bereits den Jüngsten die Natur nahe gebracht und evtl. Naturprojekte ins Lebengerufen werden. Denn was Hänschen nicht lernt ............ Sensibilisierung heisst das Zauberwort. Die Jugend ist die Zukunft der Natur (falls noch vorhanden) Von den Alten kann man kein Verständnis wegen ihres Fehlverhaltens erwarten.

Selim, Freitag, 27.April, 12:58 Uhr

1. Vorgehen

Wer einen toten Greifvogel unbekannter Todesursache findet, sollte ein Foto machen, den Fundort genau festlegen und die Polizei benachrichtigen.

Die meisten Menschen rufen doch auch die Polizei, wenn auch nur der Aussenspiegel ihres Autos ein wenig verkratzt wurde.
Ein Autospiegel ist ersetzbarer Tand - ein Greifvogel steht unter Natur- u. Artenschutz und ist ein kostbares Lebewesen.