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Aiterhofen Bayern-Ei soll Mastbetrieb werden: Übernahme nur bei Umbau für mehr Tiere

Die ehemalige Legehennenanlage von Bayern-Ei in Aiterhofen soll zu einem Mastbetrieb umgewandelt werden - aber nur, wenn dort umgebaut wird, sodass mehr Tiere eingestallt werden können. In der Bevölkerung herrscht Ablehnung.

Von: Sebastian Grosser

Stand: 13.07.2018

Das Betriebsgelände der Firma Bayern-Ei nahe Aiterhofen  | Bild: picture-alliance/dpa

Die Firma Brüterei Süd aus Regenstauf (Lkr. Regensburg) will die seit drei Jahren leerstehende Legehennenanlage von Bayern-Ei in Aiterhofen (Lkr. Straubing-Bogen) übernehmen. Entsprechende Pläne hat die Firma, die zur PHW-Gruppe und damit zu Wiesenhof gehört, am Donnerstagabend auf einer Infoveranstaltung in Aiterhofen vorgestellt.

Zwischendecke, um mehr Tiere einzustallen

Demnach soll die bisherige Legehennenanlage mit einer Kapazität von mehr als 400.000 Tieren in einen Hähnchenmastbetrieb mit rund 250.000 Tieren umgebaut werden. Eine zweite Variante würde nur 128.000 Tiere vorsehen und ist von Seiten der Gemeinde nicht genehmigungspflichtig. Für die größere Variante müsste eine Zwischendecke eingezogen werden, so können am Ende auf zwei Ebenen Tiere gehalten werden. Diese baulichen Veränderungen bedürfen aber der Genehmigung der Gemeinde. Nach der Infoveranstaltung dürfte deren Zustimmung aber unwahrscheinlich sein. Die Erfahrungen mit dem ehemaligen Betreiber Bayern-Ei seien zu schlecht, so der Tenor bei der Infoveranstaltung.

Mit Bürgern ins Gespräch kommen

"Wir haben uns lange überlegt, ob wir uns das überhaupt antun, bei dieser Historie des Standortes", sagt Joseph Bachmeier, Geschäftsführer der Brüterei Süd. Daher habe man sich auch entschlossen, schnell mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, um die Bedenken und die Sorgen kennen und ernst nehmen zu können.

"Jetzt entscheiden letztlich die Leute vor Ort. Wenn dann im weiteren Verlauf eine Umnutzung nicht möglich erscheint, werden wir das Projekt beenden", so Bachmeier auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks.

Skandal um Bayern-Ei

Im Jahr 2014 waren in mehreren europäischen Ländern Menschen an Salmonellen erkrankt, mindestens ein Mensch soll an den Folgen gestorben sein. Die Firma Bayern-Ei mit Sitz in Aiterhofen wird für den Skandal verantwortlich gemacht. 


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Selim, Samstag, 14.Juli, 13:34 Uhr

4. ist doch super...

kann man mehr minderwertiges Geflügelfleisch nach Afrika verschippern.

Irgendwem wird das schon nutzen.

Bayerwaldfan, Freitag, 13.Juli, 20:10 Uhr

3. Umnutzung der Tierquälanlage in Aiterhofen

Man könnte ja BIO-Geflügel kaufen.
Aber was kauft Man?

Genau das .................. "nein lege das zurück, Geflügel von Wiesenhof ist auch mager...............und (damit) gut !!!!!

Ja, es gibt in Deutschland eine Menge Menschen, die jeden Euro zwei Mal drehen müssen.

Aber es gibt noch viel mehr Menschen, die ihr Geld lieber für teuere Autos, schöne Reisen, teuere Klamotten ausgeben, anstatt für biologisch erzeugte Lebensmittel.

Beim Öl für den Nobelschlitten, ist das Teuerste gerade gut genug.

In den eigenen Motor ............ schütten sie Billigprodukte, denn man kann halt sein Geld nur einmal ausgeben.

Also........Legehennen in Aiterhofen raus (ist längst geschehen) ................... billigste Fleischhühnchen rein.

Das wirklich gute an der PHW-Gruppe ist, dass sie größere Summen in die Erforschung des Petrischalenfleisches aus Stammzellen von Hühnchen investiert.

In den Petrischalen werden endlich keine Tiere mehr gequält.

Manfred, Freitag, 13.Juli, 14:14 Uhr

2. Egal - Hauptsache Billig

Das grundsätzliche Problem ist wohl das die Menschen mit guten Vorsätzen in den Supermarkt gehen und je näher Sie der Kasse kommen um so mehr bestimmt das Portemonnaiei WAS in den Wagen kommt .

  • Antwort von qw, Freitag, 13.Juli, 15:51 Uhr

    Nein, bei mir kauft mein "Ekel" mit ein!
    Da wandert oft was zurück ins Regal.
    Ich brauch auch nicht dauernd den neuesten Elektroschrott, dann hat man auch genug für gute Lebensmittel im Geldbeutel.

Genervter Verbraucher, Freitag, 13.Juli, 13:53 Uhr

1. Politik hat nichts verstanden

Ich als Verbraucher will Klasse/Qualität statt Masse!

Von dieser unsäglichen Tierqual in enem sog. "christlichen Land" gar nicht zu sprechen. Da helfen leider die vielen Kreuze in den Amtsstuben nichts!
Umdenken, ist hier gefragt!
Wo ist hier der Verbraucherschutz und wo ist hier ds Tierwohl? Damit meine ich nicht diese hirnrissige Siegel!