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Drei Jahre nach den Luchstötungen Bayerischer Wald: Luchspopulation erholt sich wieder

Drei Jahre ist die letzte Luchstötung jetzt her. Der Täter hatte zwei Luchse erschossen, ihre Vorderläufe abgetrennt und sie in der Nähe von Luchsforschern abgelegt. Die Polizei ermittelte daraufhin hart, was offenbar eine abschreckende Wirkung hatte. Denn die Luchspopulation im Bayerischen Wald erholt sich langsam wieder.

Von: Renate Roßberger

Stand: 28.05.2018

Luchs (hier im Bild mit seinen typischen Pinselohren) taucht immer häufiger auch wieder in Bayern auf. | Bild: picture-alliance/dpa

Hausdurchsuchung bei einem tatverdächtigen Jäger, sichergestellte Luchstrophäen, Waffen und Munition, Gutachten, DNA-Untersuchungen, ein Abgleich mit der tschechischen Luchs-Datenbank: Karl-Heinz Schindlatz, Vorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz im Landkreis Cham, lobt den Aufwand, den die Polizei nach der letzten Luchstötung betrieben hat. "Das ist was Neues in Bayern. Der Druck von den Naturschutzverbänden war groß, jetzt warten wir auf das Ergebnis."

Ermittlungen: Ergebnisse gibt es im Juni

Das wird es wohl im Juni geben, heißt es von der Staatsanwaltschaft Regensburg. Aber ob die Luchstötung wirklich nachgewiesen werden kann? Es gibt kein Geständnis, nur Indizien. Bruno Ebner, Vorsitzender der Kreisgruppe Bad Kötzting im Bayerischen Jagdverband, begrüßt die Ermittlungen, aber: "Es ist nach unseren Erkenntnissen nicht sicher, dass dort, wo die Hausdurchsuchung stattgefunden hat, auch der Täter lebt."

Luchsin kriegt zweimal Nachwuchs

Die brutale Tötung der Tiere und die Ermittlungen machten bundesweit Schlagzeiten. Die positive Folge: Die Luchsbestände haben sich erholt. Luchsforscherin Sybille Wölfl: "Dass die Polizei so intensiv ermittelt hat, hatte eine abschreckende Wirkung. Ich habe hier zum ersten Mal eine zweimal hintereinander reproduzierende Luchsin. Früher ist jede Luchsin, nachdem sie das erste Mal Junge bekommen hat, verschwunden."


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Chris, Dienstag, 29.Mai, 13:07 Uhr

4. Wieso Morde?

Es ist beschämend wenn losgelost von allen Fakten das Wort "Mord" benutzt wird. Das ist Populismus der billigen Art, die gern von Tierrechtsfanatikern benutzt wird. Mord ist eindeutig definiert und gilt nur bei Menschen.

  • Antwort von Niederbayer, Dienstag, 29.Mai, 22:40 Uhr

    Ja. Ich bin Ihrer Meinung. Man sollte den Menschen, der den Luchs gewildert hat, einfach nur "Killer" nennen.

  • Antwort von Fischer, Mittwoch, 30.Mai, 10:18 Uhr

    Naja, wenn man als Schreiberling mehr verdienen mag als beim BR, z.B. bei dem Druckwerk mit den großen Buchstaben, muss eben deren Niveau genutzt werden um sich anzudienen !

Mustermann, Montag, 28.Mai, 18:10 Uhr

3.

Anmerkung: Woher will man wissen, dass seit drei Jahren KEINE Luchse mehr gewildert wurden? Nur weil keine Pfoten o.ä. mehr zur Schau gestellt 7 gefunden wurden?

Frage: Was ist eigentlich bei den harten Polizeiermittlungen heraus gekommen? Wurde ein oder mehrere Wilderer gefasst und bestraft?

Leonia, Montag, 28.Mai, 16:10 Uhr

2. Hoffentlich hält die Ruhe an

Da kann man nur hoffen, dass es weiterhin so bleibt und wir nicht wieder von verschwundenen Tieren hören müssen.

Und Herr Meir, Kommentar Nr. 1: eine reproduzierende Luchsin ist nicht nur trächtig, sondern sie hat tatsächlich auch geworfen. Das ist ein wichtiger Unterschied, sind doch auch schon trächtige Weibchen gewildert worden. Und die Jungen sind dabei natürlich mit draufgegangen.

Meir, Montag, 28.Mai, 14:16 Uhr

1. Sprachkultur

Irrsinn, hieß es früher "ein trächtiges Tier", muss heutzutage Frau Wissenschaftlerin formulieren, das Tier "reproduziere"......Kein weiterer Kommentar dazu.