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Nach zwei Jahren Bahn-Probebetrieb Viechtach-Gotteszell wird verlängert

Der Probebetrieb für die Bahnstrecke Viechtach-Gotteszell wird um drei Jahre, also bis 2021, verlängert. Das hat Verkehrsministerin Aigner mitgeteilt. Der Probebetrieb lief zunächst zwei Jahre. Im September wäre er beendet worden.

Von: Renate Roßberger

Stand: 24.05.2018

Waldbahn | Bild: Bayerischer Rundfunk 2018

Der Probebetrieb für die Bahnstrecke Viechtach-Gotteszell im Bayerischen Wald wird um weitere drei Jahre verlängert. Das gab Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag per Pressemitteilung bekannt. Der Probebetrieb wäre im September, also kurz vor der Landtagswahl, ausgelaufen. Demnach unterstützen Aigner und Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier (CSU) die Bemühungen des Landkreises Regen für eine dauerhafte Reaktivierung der Bahnstrecke. Mehr als vier Millionen Euro will der Freistaat pro Jahr zuschießen. Über diese Entscheidung muss jetzt noch der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft abstimmen.

Landrätin Röhrl nur eingeschränkt zufrieden

Regens Landrätin Rita Röhrl (SPD) ist nur halb-glücklich über die Entscheidung. Der Landkreis hätte lieber um weitere fünf Jahre verhandelt, sagte Röhrl dem BR. So lange läuft die Ausschreibung der Strecke für die Länderbahn noch, die die Züge dort fährt. Für die Länderbahn wären die weiteren Investitionen, die auf der Strecke nötig sind, dann rentabler. Momentan seinen außerdem viele Details unklar, zum Beispiel wie viel Eigenbeteiligung der Landkreis finanziell leisten muss.

Rentabel? Rechnung gilt als nicht realistisch

Im betroffenen Landkreis Regen hatten sich Politiker für eine Verlängerung ausgesprochen, ein Verein startete auch eine Online-Petition deswegen. Der Probebetrieb soll zeigen, ob die Bahnstrecke zwischen Viechtach und Gotteszell rentabel betrieben werden kann. Weil der Landkreis Regen dünn besiedelt ist, ist aber offen, ob die nötigen Fahrgastzahlen erreicht werden. Diese Rentabilität müsse jetzt unter Beweis gestellt werden, betont Aigner. Mindestens 1.000 Personen pro Kilometer Streckenlänge müssen pro Tag mit dem Zug fahren. Diese Messlatte ist allerding umstritten, weil sie in Bayern auch von bestehenden Nebenbahnen meist nicht erreicht wird.

In den 90ern stillgelegt

Die Bahnstrecke Viechtach-Gotteszell wurde in den 90er-Jahren stillgelegt und im September 2016 nach langen Verhandlungen für einen zweijährigen Probebetrieb reaktiviert. Der Landkreis Regen und viele Bahnunterstützer fordern einen Dauerbetrieb.


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Josef, Sonntag, 27.Mai, 19:16 Uhr

4. Zu wenig Werbung

Man kann einen schönen Kurzurlaub verbringen im Bayrischen Wald mit der Waldbahn anreisent von Regensburg oder München nach Plattling mit Umstieg in die gemütliche Waldbahn mit den herlichen Streckenführung.

Auch Pendler sollten mal lieber ihr Auto stehen lassen welche aus dem Wald nach Deggendorf oder Plattling zur Arbeit fahren.

***Mindestens 1.000 Personen pro Kilometer Streckenlänge müssen pro Tag mit dem Zug fahren**
da müsste man auch Neufahrn - Bogen still legen und andere Strecken, mehr Subventionen in den öffentlichen müssen her und weniger in die Straßen.

Alexandra Emmert, Donnerstag, 24.Mai, 21:04 Uhr

3. Viechtach-Gotteszell

Juhu können weiter im Urlaub mit der Waldbahn fahren.

Nürnberger, Donnerstag, 24.Mai, 13:08 Uhr

2. viel Geld

Über 4 Mio. EUR pro Jahr - das ist eine Menge Geld für relativ wenige Fahrgäste. Was hätte der alternative Busbetrieb gekostet?

Gummi geht vor Gleis, Donnerstag, 24.Mai, 11:13 Uhr

1. Komische Maßstäbe

Na und?

Fragt denn etwa jemand,
ob auch nur eine einzige Straße
wirtschaftlich
gerechtfertigt ist?