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Ein Jahr nach Baubeginn So läuft der Rückbau des Kernkraftwerks Isar 1

Das Kernkraftwerk Isar 1 wird seit einem Jahr zurückgebaut - eine Folge der Energiewende. Atomkraftgegner kritisieren die Bauarbeiten. Das Bundesumweltministerium dagegen ist zufrieden mit dem Verlauf des Rückbaus.

Von: Gabriele Dunkel

Stand: 02.04.2018

Atomkraftwerk Isar 1 von außen | Bild: Bayerischer Rundfunk 2018

Kurz nach der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 ist das Kernkraftwerk Isar 1 vom Netz genommen worden. Die Bundesregierung hat dann den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen und seit einem Jahr wird der Meiler nun zurückgebaut. Atomkraftgegner kritisieren die Bauarbeiten. Das Bundesumweltministerium ist zufrieden mit dem Verlauf des Rückbaus.

Demontage der Abgasanlage TS02: vorher | Bild: Preussenelektra

Vor der Demontage der Abgasanlage TS02.

Von außen ist auch ein Jahr nach Beginn der Arbeiten vom Rückbau nichts zu erkennen. Erst ganz am Ende soll das Gebäude um den Siedewasserreaktor samt Schornstein abgerissen werden. Doch das wird noch viele Jahre dauern, bis mindestens in die 2030er Jahre.

Der Rückbau von Isar 1 läuft nach Plan - laut Ministerium

Der Rückbau geht von innen nach außen und läuft laut Umweltministerium planmäßig. Im Reaktor müssen rund 24.000 Tonnen Material demontiert, zerkleinert und dekontaminiert werden.

Demontage einer Abgasanlage | Bild: Preussenelektra

Und nach der Demontage.

Eine Gefahr gehe von dem Werk aber nicht aus, sagt Christian Barth vom Bayerischen Umweltministerium: "Das Kernkraftwerk ist so gesichert, als wäre es noch in Betrieb. Es gibt natürlich dort auch das Zwischenlager. Und es sind auch im Abklingbecken noch einige Brennelemente vorhanden, die zu gegebener Zeit dann eben auch in Castoren verpackt und ins Zwischenlager verbracht werden."

Im Kernkraftwerk Isar 1 sind noch radioaktive Brennelemente

Genau das kritisiert die Bürgerinitiative Isartal am Rückbau: "Das war immer eine Forderung aus vielen Ecken, Politik und Verbände, dass erst die Brennmittelfreiheit herrschen muss und dann der Abriss beginnen sollte. Dem wurde nicht entsprochen und immer versichert, da kann nichts passieren, das hat keine Wechselwirkung auf das Nasslager." Erwin Hadersbeck von der Bürgerinitiative Isartal e.V.

Betreiber und Behörden sind sich sicher, dass schlussendlich von Isar 1 nichts mehr zu sehen sein wird. Der Rückbau kostet etwa Milliarde Euro.


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