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Verwaltungsgericht Ansbach Vorläufiger Baustopp für Lebensmittelmarkt in Herrieden

Das Verwaltungsgericht Ansbach hat in einem Eilverfahren den vorläufigen Baustopp für einen Lebensmittelmarkt in Herrieden beschlossen. Anwohner hatten gegen den Markt mit rund 1.200 Quadratmetern Fläche geklagt.

Von: Claudia Mrosek

Stand: 03.01.2018

Symbolbild: Verwaltungsgericht in Ansbach | Bild: picture-alliance/dpa

Wie das Gericht heute mitteilt, wurde am 29. Dezember die aufschiebende Wirkung mehrerer Klagen gegen die Baugenehmigung für den Supermarkt angeordnet. Die Kläger sind Anwohner, die sich gegen den großen Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von rund 1.200 Quadratmetern in dem Wohn- und Mischgebiet in Herrieden wehren.

Kritik an geplantem Supermarkt

Die Kläger führen an, dass die Abstandsflächen nicht eingehalten würden und ein Lebensmittelmarkt dieser Größe in dem Gebiet planungsrechtlich nicht zulässig sei. Außerdem sei die Verkehrserschließung unzureichend und den Anwohnern hätten unzumutbare Lärmbelastungen. Die Baugenehmigung für den Lebensmittelmarkt hatte das Landratsamt Ansbach im vergangenen Juni erteilt.

Ortstermin soll Klarheit schaffen

Das Verwaltungsgericht Ansbach hat aber erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Baugenehmigung. Sie sei beispielsweise zu unbestimmt und deshalb voraussichtlich rechtswidrig, weil notwendige Pläne bei den Bauvorlagen fehlten, so das Verwaltungsgericht. Nun soll die Situation vor Ort vom Gericht in Augenschein genommen werden.


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