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Sieben Jahre nach Fukushima Mahnwache gegen Atompolitik in Nürnberg

Deutschland sollte sieben Jahre nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima konsequent aus der Herstellung von Brennelementen aussteigen. Das ist eine Forderung evangelischer Organisationen, die in Nürnberg eine Mahnwache abhalten.

Stand: 12.03.2018

Luftballons mit der Aufschrift "Atomkraft - nein danke" | Bild: BR

Mission EineWelt, das Partnerschaftszentrum der evangelischen Kirche in Bayern, fordert die Bundesregierung dazu auf, konsequent aus der Herstellung von Brennelementen auszusteigen. Zusammen mit dem Evangelischen Forum für Frieden ruft die Organisation zu einer Mahnwache am Nürnberger Hallplatz auf. Dort wollen die beiden Organisationen den Umgang mit den Folgen des Atomunglücks in Japan für Mensch und Natur kritisieren und über den Atomausstieg in Deutschland informieren.

Forderung: Konsequenter Atomausstieg in Deutschland

Der Atomausstieg in Deutschland finde nur halbherzig statt, heißt es in einer Mitteilung von Mission EineWelt. Hanns Hoerschelmann, der Direktor der Organisation, fordert die Bundesregierung dazu auf, den Atomausstieg konsequent zu vollziehen.

"Dazu gehört ein Stopp der Herstellung und Aufbereitung atomarer Brennelemente ebenso wie ein Stopp des Exports von Wissen und Technologie zur friedlichen und militärischen Nutzung der Kernenergie."

Hanns Hoerschelmann, Direktor von Mission EineWelt

Uranabbau höchst problematisch

Mission EineWelt hält außerdem den Uranabbau für höchst problematisch. Denn dieser werde immer mehr in Länder verlagert, in denen die Löhne niedrig seien und es kaum Auflagen für Umwelt- und Gesundheitsschutz gebe. Der Uranabbau verseuche in den betroffenen Gebieten oft das Grundwasser und führe zu erhöhten Krebsraten. Außerdem zerstöre er die Lebensgrundlagen indigener Völker.


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Rosl, Montag, 12.März, 13:52 Uhr

2. Total verstrahlt

So so, Uran ist also mobil.
Das Genie von der Einheitswelt ist total verstrahlt, vielleicht helfen ihm ein paar Heilsteine.

Egon, Montag, 12.März, 13:43 Uhr

1. Fukushima nur vorgeschoben ?

Kaum jemand erinnert hierzulande an die vielen Toten des Erdbebens und des Tsunamis am 11.3.2011. In sämtlichen Artikeln liest man wieder nur von der Atomkatastrophe von Fukushima. Schon schlimm genug, was damals passiert ist, aber sich nur auf das Atom-Ereignis zu fixieren ist schon ein wenig pervers ! Traf doch das Bebend einen Großteil Japans, der Tsunami einen gut 500 km langen Küstenabschnitt ! Wo sind da die Kirchen ???