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Bahnstrecke durch Dinkelsbühl Reaktivierung Bahnstrecke - Staatssekretär signalisiert grünes Licht

Die Reaktivierung der alten Bahnstrecke durch Dinkelsbühl rückt in greifbare Nähe. Eine wichtige Schlüsselperson aus dem Bayerischen Verkehrsministerium signalisierte, das Vorhaben voranzubringen. Damit könnten künftig von Dombühl über Dinkelsbühl bis Wilburgstetten wieder im Stundentakt Züge fahren.

Von: Ulrike Lefherz

Stand: 27.04.2018

Alte Eisenbahngleise | Bild: colourbox.com

Seit über 30 Jahren fährt kein Zug mehr durch Dinkelsbühl. Die Strecke von Ansbach nach Nördlingen über Dinkelsbühl wurde stillgelegt, zu wenig Menschen nutzen damals den Zug. Seit vielen Jahren setzt sich Dinkelsbühls Oberbürgermeister Christoph Hammer (CSU) dafür ein, die Strecke von Ansbach aus nach Westen und weiter in den Süden bis Nördlingen wieder zu reaktivieren. Damit könnten Touristen die Stadt auch wieder mit dem Zug erreichen und Pendler die Bahn nutzen. Die erste Etappe bis Dombühl ist bereits erreicht. Seit Dezember 2017 fahren hier wieder S-Bahnen im Stundentakt.

Positive Signale für weiteren Ausbau

Für eine weitere Verlängerung des Bahnverkehrs über Dinkelsbühl bis in die wenige Kilometer entfernte Ortschaft Wilburgstetten gibt es nun positive Signale. Eine wichtige Schlüsselperson signalisierte Interesse, die Schiene im Stundentakt reaktivieren zu wollen. Der neue Staatssekretär im neuen Bau- und Verkehrministerium Josef Zellmeier ist gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. Er sagte am Donnerstag (26.04.18) mündlich zu, für 15 Jahre lang Eisenbahnverkehr in den südlichen Landkreis Ansbach einkaufen zu wollen. Damit wird es für den privaten Eisenbahnbetreiber Heino Seeger finanziell interessant, die Strecke von Dombühl über Dinkelsbühl nach Wilburgstetten zu betreiben, sagt Christoph Hammer. Seeger betreibt bereits die Tegernseebahn.

Businessplan für letzten Streckenabschnitt fehlt noch

Am Zug ist nun der private Betreiber Seeger, der für den letzten Streckenabschnitt zwischen Dinkelsbühl und Wilburgstetten noch einen Businessplan vorlegen muss. Liegt dieser vor, kann der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft entscheiden. Dinkelsbühls Oberbürgermeister Christoph Hammer hofft, dass dies noch vor der Sommerpause über die Bühne geht.


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Enrico Pelocke, Sonntag, 29.April, 03:16 Uhr

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Ich wünsche allen Beteiligten, allen Planern, Bauarbeitern, Politikern und Bahnkunden viel Erfolg bei der Sanierung und WIederinbetriebname dieser Strecke und viele volle Züge.