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Polizeieinsatz in Fischbach bei Nürnberg Erneute Suche nach vermisster Postbotin Heidi D.

Den ganzen Montag über lief ein Großeinsatz der Polizei in Fischbach bei Nürnberg. Beteiligt waren unter anderem das Polizeipräsidium Mittelfranken, das Landeskriminalamt und die TU München. Es ging dabei um die seit 2013 vermisste Postbotin Heidi D.

Von: Claudia Grimmer

Stand: 14.05.2018

Die Einsatzkräfte begannen gestern um 6.00 Uhr mit der Durchsuchung des Anwesens in Fischbach. Dort lebte die Postbotin Heidi D., die seit 2013 vermisst wird. D. war damals vom Joggen nicht mehr zurückgekommen. Vor Ort waren mehrere Dutzend Einsatzkräfte, darunter Leichenspürhunde und Hunde, die darauf spezialisiert sind, Knochen zu finden. Bereits im Jahr 2015 war dort eine Hausdurchsuchung veranlasst worden.

Neue Ansatzpunkte, neuer Großeinsatz

Die seit 2013 vermisste Postbotin Heidi D

Die Staatsanwaltschaft habe nach neuen Ansatzpunkten eine erneute Hausdurchsuchung im Anwesen angeordnet. Vor Ort befand sich auch der Bekannte von Heidi D., der noch immer im Haus lebt. Durchsucht wurden zunächst das Grundstück selbst sowie Gartenhäuser und eine Garage. Zwei Gartenlauben wurden inzwischen komplett ausgeräumt, nachdem wiederholt Leichenspürhund angeschlagen hatte. Gefunden wurde bisher allerdings noch nichts, sagte Polizeisprecher Bert Rauenbusch am Nachmittag dem BR.

Der Außenbereich sollte am Montag auf alle Fälle komplett abgesucht werden, so Rauenbusch weiter. Heute geht die Suche im Hauptgebäude selbst weiter. Laut Wettervorhersage könnten die Hunde wegen Regens dann wahrscheinlich ohnehin nicht mehr eingesetzt werden.

"Wir ermitteln ja seit November 2013 in der Vermisstengeschichte Heidi D. Sie ist ja damals von ihrem Lebensgefährten als vermisst gemeldet worden und seit dem nicht mehr aufgefunden worden. Die Nürnberger Mordkommission hat in alle Richtungen ermittelt und immer wieder gab es mal Verdachtsmomente gegen den Lebensgefährten. Jetzt vor kurzer Zeit haben sich diese Verdachtsmomente erhärtet. Deswegen hat die Staatsanwaltschaft eben diesen Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Der Lebensgefährte ist anwesend bei der Durchsuchung. Das Recht hat er ja nach Spezialisten der TU München vor Ort der Strafprozessordnung und macht aber uns keinerlei Schwierigkeiten."

Bert Rauenbusch, Pressesprecher Polizeipräsidium Mittelfranken

Die Technische Universität hat ebenfalls Mitarbeiter geschickt, die das Mauerwerk per Ultraschall nach Hohlräumen überprüfen. Im Einsatz sind auch Biologen, die Bodenproben vom Anwesen nehmen, so die Polizei. Der Verkehr wird entsprechend umgeleitet. Erst im März war das Haus, in dem Heidi D. mit ihrem Freund wohnte, versteigert worden.


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