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Nürnberger Symphoniker Der neue Chefdirigent Kahchun Wong – locker und humorvoll

Alexander Shelley hat sich im vergangenen Sommer als Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker verabschiedet. Nun steht der neue erstmals am Pult: Kahchun Wong gibt sein Antrittskonzert in der Meistersingerhalle.

Von: Susanne Alt & Hannah Schultheiß

Stand: 16.03.2018

Kahchun Wong, der neue Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker | Bild: Cezar Buliga

Am Samstag (17.03.18) wird Kahchun Wong seinen ersten Auftritt als Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker haben. Um 20.00 Uhr wird er in der Meistersingerhalle Stücke von Prangcharoen, Schubert und Mahler präsentieren, sagte Katja Frobel von der Kommunikationsabteilung der Nürnberger Symphoniker dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Musiker seit Kindertagen

Der 1986 in Singapur geborene Dirigent ist der Nachfolger von Alexander Shelley, der sich vergangenen Sommer aus Nürnberg verabschiedet hat. Bereits mit sechs Jahren begann Wong seine musikalische Ausbildung. Mit sieben trat er in die Schulband ein und spielte dort Trompete, erzählt er im Interview mit dem BR.

"Mit Freunden zusammen Musik zu machen, hat auch mein Selbstverständnis als Dirigent nachhaltig beeinflusst."

Kahchun Wong, neuer Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker

Seine Aufgabe sieht Wong nicht darin, von oben herab zu handeln, sondern eine Atmosphäre des gemeinsamen Musizierens aufzubauen.

Moderne Musik mit asiatischer Einfärbung

Mit seinem ersten Auftritt gibt Wong einen Ausblick auf seine künftige Arbeit. Neben moderner Musik mit asiatischen Einflüssen möchte Wong auch gerne weitere Stücke von Gustav Mahler aufführen. Zu den Werken dieses Komponisten hat der Dirigent eine besondere Verbindung. Nicht zuletzt, da er im Mai 2016 den renommierten Gustav-Mahler-Dirigierwettbewerb in Bamberg gewann. Dort setzte er sich gegen 13 Mitstreiter aus der ganzen Welt durch, als er den Schlusssatz aus Mahlers dritter Symphonie dirigierte. Die Jury entschied sich unter anderem für Wong, da er neben technischer und musikalischer Souveränität mit einer sympathisch-humorvollen Lockerheit dirigierte.

Ein Chefdirigent ohne Starallüren

Auch im Interview mit dem BR zeigt sich der junge Dirigent humorvoll und scheut nicht davor zurück, Schwächen zu zeigen. So soll er dem Intendanten Lucius A. Hemmer gesagt haben: "Ich kann unmöglich das Klassik Open Air dirigieren, Alexander Shelly hat das so umwerfend gemacht. Ich kann da nicht mithalten." Doch nun freue er sich schon auf dieses Freiluftkonzert und möchte dann gerne ein paar Favoriten aus seiner persönlichen Playlist vorstellen.


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