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Neuer Verein "energy-platform" Energiewende in Bayern ist ohne Stromautobahnen machbar

Die Energiewende in Bayern ist ohne neue Stromautobahnen machbar. Davon sind der neu gegründete Energieverein "energy-platform" und der Bund Naturschutz überzeugt. Heute hat der Verein seine Visionen in Nürnberg vorgestellt.

Von: Christian Schiele

Stand: 10.04.2018

Um die Energiewende ohne die geplanten Stromtrassen SuedOstLink und SuedLink zu packen, verlangt Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern, von der neuen Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder "eine klare Kurskorrektur". Die Regierung müsse zügig damit beginnen, Erneuerbare Energien und dezentrale Speicher in Bayern auszubauen, heißt es in einer Mitteilung des Bund Naturschutz.

"Es müssen deutlich mehr Windräder und Fotovoltaikanlagen in Bayern neu gebaut und regional mit Speichern vernetzt werden. Bayern muss ein dezentrales Stromkonzept entwickeln und vorlegen."

Matthias Grobleben, Gründungsmitglied des neuen Vereins 'energy-platform'

Regional verteilte Langzeitspeicher gefordert

Der neue Staatsminister für Wirtschaft und Energie, Franz Josef Pschierer, sei vor allem dafür bekannt, die geplanten Stromautobahnen vehement zu verfechten, so Gerhard Spiegel, Vorstand des Vereins "energy-platform". Diese würden aber an kalten, trüben und windarmen Tagen nicht genügend Strom liefern, wenn man den Atom- und Kohleaussteig bedenke. Er setzt mit seinem Verein hingegen auf regional verteilte Langzeitspeicher.

Widerständler gründen neuen Verein

Der Verein "energy-platform" ist aus den Bürgerinitiativen gegen die Stromautobahnen entstanden. Er will nun mit neuen Visionen und Konzepten die Energiewende in Bayern voranbringen.


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Stefan Gastgeb, Mittwoch, 11.April, 17:51 Uhr

10. Warum immer überregional denken

Lieber Hr Matthias Grobleben
"Es müssen deutlich mehr Windräder und Fotovoltaikanlagen in Bayern neu gebaut und regional mit Speichern vernetzt werden. Bayern muss ein dezentrales Stromkonzept entwickeln und vorlegen"
Warum immer "Bayern muss..." oder "Deutschland muss..."
Es muss doch mal JEDER bei sich selbst anfangen. Ich habe meinen Stromverbrauch pro Jahr von 16.000 auf ganze 650 KWh reduziert und meine eigene Stromerzeugung / Speicherung geschaffen. Viel Geld, aber es lohnt sich. Hier sind noch viele Alternativen möglich, die anscheinend ganz aus dem Blickfeld rücken.
Genau diese Konzeption, Strom gar nicht zu benötigen, ist wohl politisch gar nicht gewollt.

Thomas Balmert, Mittwoch, 11.April, 17:05 Uhr

9. Dezentrale Energiewende in Bayen

Toll, dass die in Bayern aufwachen und endlich mal mehr Druck auf die Regierung machen. Mehr PV und mehr Windkraft, kombiniert mit P2H/X Speichern und dezentralen Gas-/Biogaskraftwerken und die Energiewende kann weitergehen.

Und am besten keine CSU wählen, die behindern die Energiewende nur.

  • Antwort von Lieschen Müllerin, Donnerstag, 12.April, 00:09 Uhr


    Tja, die Bayerischen Grünen schlafen leider immer noch. Deshalb hat es der Bund Naturschutz schwer und die CSU leicht.

    Also Thomas Balmert, wie immer nicht verstanden, dass es völlig unerheblich ist, ob man in Bayern oder auch deutschlandweit CDU/CSU, SPD oder deine naiven Grünen wählt.

    Was hast du eigentlich so die letzten Jahre zu dem Thema gelernt, wenn immer noch solche Kommentare kommen?

    Ohne die BIs in Bayern pro dezentrale Energiewende würdest du das Thema nicht mal kennen.

Dr. Wolfgang Epple, Mittwoch, 11.April, 12:04 Uhr

8. BUND: Totengräber des Naturschutzes

Wie billig und kurz gedacht.

Es gibt keine Speichertechnologie, die derzeit auch nur annähernd für eine Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie sorgen könnte.
Mit der - altbekannten - Forderung nach mehr Windrädern und anderen "Erneuerbaren" ist Hubert Weiger zum Chef-Totengräber des Naturschutzes in Bayern und bundesweit avanciert.
Die viel gescholtene CSU unter Seehofer hat mit der 10-H-Regel wenigstens ein wenig für Landschaft, Erholungsvorsorge und Gesundheit der Menschen getan.

Man kann nur hoffen, dass die Bayern ihre Landschaft nicht wie andere Bundesländer einer ökologisch wie ökonomisch höchst fragwürdigen "Energiewende", die in Wirklichkeit eine klima-unwirksame Stromwende zu Gunsten des ökoindustriellen Komplexes und Subventionsabsahnern ist, opfern. Zu besichtigen ist der Windkraftwahnsinn im Schwarzwald, im Odenwald, im Hunsrück usw.. Die Menschen leiden, die Natur wird zerstört, Immobilien entwertet.

Weigers Kurs ist Schöpfung- und Menschen-verachtend.

  • Antwort von Lexi Hartmann, Mittwoch, 11.April, 16:05 Uhr


    Sehr geehrter Dr. Epple,

    wenn man eine Seite betreibt, die "Windwahn" heißt, dann erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar.

    Ich mache es trotzdem. Natürlich halten Sie es mit dem VLAB, Atom- und Kohlekonzernen und den dazugehörigen HGÜ-Trassen.
    Sie können Prof. Sinn huldigen und Hubert Weiger verteufeln. Das ändert nichts daran, dass fossile Dinosaurier wie Sie aussterben werden. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Es geht Gott sei Dank nicht mehr um die Zukunft ewiggestriger Greise. Deshalb ist Ihre "Windwahn"-Phobie so unsinnig wie ein Kropf.

    Viele Grüße

  • Antwort von Lieschen Müller, Mittwoch, 11.April, 16:43 Uhr

    Sie sind als Totalverweigerer unterwegs. Das bringt uns leider auch nicht weiter.

  • Antwort von Kohlestrom-Totalverweigerer , Mittwoch, 11.April, 18:10 Uhr

    Lieschen, warum bringt es uns nicht weiter, wenn wir den Bau von Kohlestrom-Megatrassen verhindern? Was ist gegen die dezentrale Energiewende einzuwenden?

  • Antwort von Dr. Wolfgang Epple, Mittwoch, 11.April, 18:57 Uhr

    Persönliche Herabwürdigung des Konfliktpartners ist unterste Schublade, aber gängige Praxis. Wer Kritik an der Windkraftindustrie übt, ist fossiler Dinosaurier, ewiggestriger Greis, von der Atom- und Kohlelobby gesteuert. Statt Argumenten Diffamierung. Wer so schreibt, spricht sich selbst das Urteil.
    Schade: Über Generationengerechtigkeit müsste gerade im Zusammenhang mit der Opferung letzter halbwegs unversehrter Naturreste für Erneuerbare Energien in der Tat gesprochen werden.
    Sachliche Beiträge gerade zum ethischen Impact und meine wissenschaftliche Verortung finden Sie hier:
    Epple, W. (2009): 30 Jahre Hans Jonas „Das Prinzip Verantwortung“: Zur ethischen Begründung des Naturschutzes. Osnabrücker Naturwiss. Mitteilungen 35: 121-150.
    Epple, W. (2017): Windkraftindustrie und Naturschutz sind nicht vereinbar. Windkraft-Naturschutz-Ethik. Herausgeber: Naturschutzinitiative e.V., 140 Seiten.
    Totalverweigerung? Mitnichten, jedoch: Durch H. Weiger wurde der Naturschutz verraten.

  • Antwort von Lexi Hartmann, Mittwoch, 11.April, 21:01 Uhr


    Sehr geehrter Herr Dr. Epple,

    Sie verurteilen und diffamieren Hubert Weiger im einer unerträglichen Weise und beschweren sich dann, dass man Ihnen entschieden antwortet? Wissen Sie, woran mich das erinnert? An die neue Opferrollenpartei im Bundestag. Die vertritt auch noch Ihre energiepolitische Sichtweise. Ist das erstrebenswert für Sie? Scheinbar.

    Ich habe beim Energiedialog in Bayern Ihre Freunde von Vernunftkraft persönlich erleben dürfen. Nicht nur gegen "Windwahn" sondern auch pro Atomkraft, sind Ihre Mitstreiter dort wie aus dem letzten Jahrtausend aufgetreten.
    Hören Sie also auf Hubert Weiger persönlich anzugreifen und spielen Sie nicht die Opferrolle. Sie profitieren hier doch m meisten durch Ihre Buchempfehlungen.
    Sind Sie finanziell so abgebrannt und haben es deshalb nötig? Dann bedauere ich Sie noch mehr, nicht nur wegen Ihrer Einstellung zur Energiewende.

    MfG

  • Antwort von AnitaD, Freitag, 13.April, 22:29 Uhr

    Also wir haben einen Batteriespeicher im Keller und eine PV-Anlage auf dem Dach. Wir sind bilanziell gesehen zu 100% autark. Wenn das bei uns im Kleinen geht, dann ist das auch im Großen möglich. Das zeigen auch Power to X Projekte z.B. von Greenpeace Energy. Der deutsche Gasspeicher hätte eine Kapazität von mindestens 3 Monaten- damit kann man die Dunkelflaute von ca. 2 Wochen im Jahr locker überbrücken-also von wegen geht nicht!

Lieschen Müller, Dienstag, 10.April, 16:58 Uhr

7. Verein der Trassengegner ohne jeglichen Realitätsinn

Nicht gebaute Leitungen bedeutet eine Wahnsinnsbelastung durch neue Windkraftanlagen in Bayern. Und eine bezahlbare Technologie für Langzeitspeicher gibt es nicht. Bayern wird durch die fehlende Leistung durch den Ausstieg aus der Kernkraft zum Importland werden, da wird dann auch Strom aus Tschechien dabei sein.
Das bei alle dem der hoch dekorierte Hubert Weiger mitmacht ist schon ein starkes Stück. Hat den in diesem Lande überhaupt noch jemand "Energiewendekompetenzen"?

  • Antwort von Wolfgang, Dienstag, 10.April, 21:42 Uhr

    Es wird drigend Zeit große Pumspeicherkraftwerke zu bauen, so 10-mal in Bayern wie das in Goldisthal vom Arbeitsvolumen und der Leistung her.

    Sachsen-Anhal, Nordrhein-Westfalen und Sachsen betreiben mit Natur- und Siedlungsraumzerstörung große Braunkohlekraftwerke und müssten nochmehr davon auffahren wenn nicht Windkraft mehr überimmt.

    12km² geeignete Flächen werden sich in Bayern schon finden. Man könnte auch Kochel- und Walchensee noch deutlich ausbauen. ebenso im Raum Passau und im Spessart gib es gute Möglichkeiten.

    Und wenn Deutschlands Bevölkerung entsprechend der Geburtenrate etwas schrumpft ist der Flächenbedarf dafür kein Problem.

    25 Jahre mit 1,5 Kindenr bedeutet nurnoch 70 Mio Einwohner und damit 12% weniger Bedarf an Siedlugnsfläche, Umsiedlungen von Bürgern an notwenidigen Pumpspeicherstandorten sind dann kein Problem.

    Zumutbarkeit:

    Im Norden wird für EINMAL 25 Jahre Kohlenutzung umgesiedelt, Pumspeicherstandorte sind was für Jahrhunderte, das lohnt sich

  • Antwort von Lieschen Müller Ii, Mittwoch, 11.April, 09:31 Uhr


    Guten Tag lieber Pressesprecher von TenneT,

    wieder mal verdeckt unterwegs?
    Haben Sie es immer noch nötig den Bock zum Gärtner zu machen? Scheinbar schon. Was Sie beschreiben erhalten wir durch die HGÜ-Trassen und die Aufrüstung des Ostbayernrings.

    Netter Versuch vom Konzernvertreter. So unhaltbar wie sonst was. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
    Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

  • Antwort von Ich, Mittwoch, 11.April, 09:50 Uhr

    Ich wusste gar nicht dass Bayern ein eigenes Land mit isolierter Stromversorgung vom Rest Deutschlands sei. Und wo soll denn eine Windkraftanlage eine Wahnsinssbelastung sein?

  • Antwort von Wolfgang, Mittwoch, 11.April, 10:02 Uhr

    Hochspannungsgleichstromleitungen kann man elektrotechnshc gesehen als "Sammelschiene" betreiben. Daher es sit möglich an vielen stellen einzuspeisen und auch Leistung abzunehmen, ohne Blindleistungs- oder Synchronisatiosnprobleme.

    Und für einige GigaWatt und 30 bis 50 Gigawattstunden lassen sich auch in Bayern Pumpspeicherkraftwerksstandorte finden.

  • Antwort von Lieschen Müller, Mittwoch, 11.April, 16:39 Uhr

    Nein, ich bin kein Pressesprecher von Tennet, und halte mich auch an die Nettikette, und beleidige niemand nicht wie Sie, Mr. Lieschen Müller li.
    Wie wäre es mit paar sachlichen Argumenten?
    @ICH: rechnen sie mal bitte nach, wieviele Windräder gebaut werden müssten. Wenn die dann alle stehen, können sie die Strom wegwerfern, wenn es richtig Wind gibt, und haben trotzdem keinen bei Flaute.
    Es ist leider auch ein großer Irrtum zu glauben, dass das Speichern einfach wäre und nichts kostet. Es gibt dazu bisher keine seriöse Kostenrechnung, dafür aber um so mehr Pressemitteilungen.

  • Antwort von Lieschen Müller III, Mittwoch, 11.April, 18:16 Uhr

    @Lieschen Müller, erzählen Sie uns doch mal was zu den Kosten der Trassen. Gibt es eine seriöse Kostenrechnung für diese Milliardenprojekte? Und wenn nicht, warum nicht? Und geht in Bayern nach 2022 das Licht aus, wenn wir keine neuen Trassen bekommen, ja? Wie viel Übertragungskapazität gibt es denn nach Bayern, und wie viel wird benötigt?

  • Antwort von Liedchen Müller lV, Mittwoch, 11.April, 21:06 Uhr


    An Lieschen Müller,

    wenn Sie nicht der Pressesprecher von TenneT sind, war fühlen Sie sich überhaupt von L.M. II angesprochen?
    Sie klingen aber schon sakrisch nach TenneT, die finden Hubert Weiger auch nicht so dolle, dafür können die mit dem.Milliardenverbrenner Psychiater super.

    Bewerben Sie sich doch als Pressesprecher bei TenneT. Sie sind absolut geeignet.

Christian Lösch, Dienstag, 10.April, 15:52 Uhr

6. Neuer Verein?

Der neue Verein soll erst einmal selbst ein wirklich brauchbares Konzept für die Energiewende vorlegen! Großspurig behaupten, man käme ohne die geplanten neuen Überlandleitungen aus, das kann jeder!

  • Antwort von Lexi Hartmann, Mittwoch, 11.April, 09:21 Uhr


    Christian Lösch,

    aber das Konzept gibt es doch schon. Meinen Sie ernsthaft der BN und die Plattform gehen an die Öffentlichkeit ohne aufzuzeigen wie es ohne HGÜ-Trassen geht? Das ist ja schon fahrlässig.
    Machen Sie sich bitte schlau, bevor Sie kommentieren.

    MfG