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Museen der Stadt Nürnberg Besucherrekord 2017 und "Haus des Spiels" als Projekt

Die Museen der Stadt Nürnberg freuen sich über einen Besucherrekord im Jahr 2017. Neben der positiven Bilanz erklärte Direktorin Ingrid Bieler heute auch drei große Projekte, die in Planung sind, darunter auch das "Haus des Spiels".

Von: Anja Bühling

Stand: 06.03.2018

Das Spielzeugmuseum zählt zu den Museen der Stadt Nürnberg | Bild: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach

Die Museen der Stadt Nürnberg freuen sich über mehr als 725.000 Besucher im vergangenen Jahr. Damit verzeichnen sie einen Besucherrekord, wie Direktorin Ingrid Bierer am Dienstag (06.03.18) erklärte. Knapp 28.000 Menschen und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr kamen in die sieben Museen, das Deutsche Spielearchiv, die Mittelalterlichen Lochgefängnisse sowie den Historischen Kunstbunker. Die Leiterin der Museen stellte zudem das vielfältige Programm und die größten Projekte der nächsten Jahre vor.

Drei Großprojekte im Fokus

Im Fokus stehen zum einen das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und das Memorium Nürnberger Prozesse, die räumlich erweitert werden. Zum anderen soll ein bespielbares "Haus des Spiels" im Pellerhaus entstehen.

Neues Konzept dür Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Für die räumliche Erweiterung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände liegen die veranschlagten Kosten bei 15,3 Millionen Euro. Die Pläne für das Projekt sollen bis zur Jahreswende 2018/19 stehen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2020 beginnen. Gleichzeitig wird auch inhaltlich an einer Überarbeitung des Museumskonzepts gearbeitet.

Memorium Nürnberger Prozesse

Auch die Erweiterung des Memoriums Nürnberger Prozesse soll in den kommenden Jahren geplant werden. Sie hängt ab von der Fertigstellung des neuen Strafjustizgebäudes und der damit verbundenen Räumung des Ostbaus des Justizpalastes. "2018 werden daher die inhaltlichen Konzepte zur Erweiterung der Dauerausstellung und der Musealisierung des Schwurgerichtssaals weiterentwickelt sowie die Bau- und Finanzierungsplanung erarbeitet werden", heißt es zu den Plänen.

"Haus des Spiels" im Pellerhaus

Pellerhaus soll "Haus des Spiels" werden

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt: das Thema Spiel. Die Museen der Stadt planen gemeinsam mit vielen anderen Akteuren ein "Haus des Spiels“ im Pellerhaus, das zum aktiven Spielen einladen will. Es soll sowohl analoges als auch digitales Spielen vereinen, Lernort und zugleich Vernetzungspunkt in Sachen Spielkultur sein. Dadurch könnte Nürnberg einen "neuen, lebendigen und spannungsreichen Hotspot zeitgemäßer Spielkultur" erhalten, so die Hoffnung der Museumsmacher.

Test im kleinen Rahmen im Spielzeugmuseum

Um solch eine Einrichtung vorzubereiten, wünscht sich die Direktorin eine kulturpolitische Diskussion im Vorfeld. Passend dazu soll das Spielzeugmuseum Ende 2018 mit dem Ausstellungs- und Mitmach-Projekt "Testspiel" erste Erfahrungen in Sachen Publikumsresonanz sammeln. Dazu wird das Erdgeschoss des Museums ausgeräumt und die Besucher können die gesamte Bandbreite an Spielen und Spielzeug ausprobieren.

Auf dem Weg zur Kulturhauptstadts-Bewerbung

Alle drei Großprojekte sieht Bierer auch als Bausteine für eine Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt. Nach Abschluss der Bauarbeiten am Nürnberger Rathaus sind in diesem Jahr zudem die Wiedereröffnung des Rathauses Wolffscher Bau und der Historischen Lochgefängnisse geplant.


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