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Für Abrüstung und Atomwaffenverbot Mehr als Tausend Menschen bei Ostermärschen in Nürnberg und Fürth

Unter dem Motto "Für eine friedliche Zukunft in einer solidarischen Welt" haben am Ostermontag rund 1.000 Menschen in Fürth und Nürnberg demonstriert. Auf Spruchbändern und Plakaten forderten sie ein Ende der Kriege, der Auslandseinsätzen der Bundeswehr und der Rüstungsexporte.

Von: Claudia Grimmer

Stand: 02.04.2018

Teilnehmer des Ostermarsches am Ostermontag 2018 in Nürnberg | Bild: BR/Claudia Grimmer

Traditionell demonstrieren am Ostermontag auch in Mittelfranken Friedensinitiativen und Kirchen für ein Atomwaffenverbot. Als einen falschen Weg bezeichneten die Organisatoren in Nürnberg und Fürth die Anhebung der deutschen Rüstungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts. Dies führe nur zu einem weiteren Wettrüsten.

Zum 60. Mal Aufruf zu Ostermärschen

Über das Osterwochenende fanden in vielen Städten Bayerns Ostermärsche statt – zum Beispiel in München, Ansbach, Würzburg und Aschaffenburg. Der Aufruf zu Ostermärschen erfolgte in diesem Jahr zum 60. Mal. Die erste Friedensdemonstration wurde 1958 ausgerufen. In Großbritannien protestierten damals Hunderttausende gegen die nukleare Aufrüstung. Die Teilnehmer trugen dort auch erstmals das Peace-Zeichen auf Plakaten. Die erste Kundgebung in Deutschland fand 1960 in Hamburg statt.

In den 60-er Jahren Massenbewegung

Eine Massenbewegung wie in den 60er-Jahren sind die Ostermärsche nicht mehr. In diesem Jahr waren es einige Tausend Teilnehmer(innen). Von einer starken außerparlamentarischen Bewegung wie in den Anfangsjahren sind sie weit entfernt.

Erst in den 70er-Jahren mit dem NATO-Doppelbeschluss und in Zeiten des Golfkrieges nahmen wieder mehr Menschen an den Kundgebungen teil.


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HinterTürkisch, Dienstag, 03.April, 02:46 Uhr

2. Frieden kommt wieder!

Dran bleiben, der Frieden kommt wieder! Das Zweiprozent-Ziel von Mitgliedsstaatsrüstungsausgaben im Rahmen der NATO mag zwar aus Sicht des Bündnisses eine (gewisse) Modernisierung erreichen helfen, ALLGEMEIN aber fördert dieses Vorgehen aber nur spiegelbildliche Dummheiten bzw. will selbst ein Spiegelbild solcher sein. Wie sehr informativ im ZDF ("DIe Anstalt") dargelegt wurde, hängt der Umfang des deutschen Rüstungsexports zumindest zum Teil an Spitzfindigkeiten in deutschen Gesetzen, die einem Land von dem nie wieder Krieg ausgehen sollte NICHT gut stehen können. Verdienen über Bedienen von Prinzipien zu stellen wird nicht ewig gut gehen können (siehe ungerechtfertigte Kriege deutscher Waffen in Syrien und auf der arabischen Halbinsel).

Seppl, Montag, 02.April, 22:17 Uhr

1. Die Verdränger und Exoten gehen Ostern spazieren?

Dass ausgerechnet die Grüne Klientel gerne zu Ostermärschen geht, ist ja schon skuril: Es war die Rot-Grüne Bundesregierung mit Außenminister Fischer, die Deutschland in den ersten Krieg seit dem WK II geführt hat. Wie ausgeprägt muss die Verdrängung bei diesen Leuten sein?

Und warum kritisieren sie die Aufrüstung der Bundeswehr, oder sollte man sagen: die Ausrüstung der Bundeswehr auf einen Stand, dass sie wieder einsatzfähig ist?

Selbstverständlich sollten wir 2 % des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. Wir können nicht immer nur von anderen verlangen, dass sie unsere Sicherheit garantieren. Und dass wir uns momentan nicht selber verteidigen könnten, das scheint offensichtlich.

  • Antwort von Zwiesel, Montag, 02.April, 23:04 Uhr

    @Seppl:
    "Frieden? Was für ein furchtbarer Gedanke. Was der Arbeitsplätze kosten würde." Immer diese Verdränger und Exoten? Warum sollen wir mehr Geld in eine Rüstungsindustrie stecken, die ohne Skrupel ihren Beitrag leistet, damit wir uns überhaupt "verteidigen" müssen? Verteidigen in Afghanistan, im Nahen Osten, in Afrika, gegen Russland, vielleicht bald gegen Amerika und wo und gegen wen auch immer. Ach ja, ist eine Erhöhung der Ausgaben für die Bundeswehr überhaupt eine Gewähr dafür, dass die Soldaten etwas davon haben? Sollten nicht erst mal Fehlplanungen, Mißwirtschaft, Freunderlwirtschaft, Lobbyeinfluß usw. im "Verteidigungshaushalt" bekämpft werden? Würde da nicht sehr viel Geld frei werden zum Nutzen für die Soldaten? Aber warum tun wir nicht Alles für eine friedlichere Welt mit z.B. einer fairen Wirtschafts- und Handelspolitik, mit einer Umweltpolitik usw., in der alle Menschen leben und überleben können. Ach ja, die Arbeitsplätze. Oder doch nur die Geldgier einiger Weniger.

  • Antwort von Marsch für Frieden, Montag, 02.April, 23:28 Uhr

    @ Seppl
    Die Verdränger ?
    Die Kriege, und die Waffenlieferungen gerade aus Deutschland, haben ein Maß erreicht,
    dass nicht mehr hinnehmbar ist. Daran bei den Ostermärschen hinzuweisen ist überfällig.
    Zum Krieg in Jugoslawien: hätten wir noch länger einfach zuschauen sollen
    wie Zivilisten getötet werden ? Haben Sie die ganzen Massaker vergessen ?
    Es war gut, dass wir eingegriffen haben. Manchmal ist auch das nötig.

  • Antwort von qw, Dienstag, 03.April, 08:48 Uhr

    @Seppl: "Deutsche Waffen, deutsches Geld morden in der ganzen Welt."
    Ich empfehlen Ihnen die Doku im BR "Bomben für die Welt"! Diese dt. Bomben könnten vielleicht doch auch uns mal treffen!? Können wir das ausschließen?
    Sollte von dt. Boden kein Krieg mehr ausgehen? War da nicht was?
    Und nein, ich bin kein "Grüner" oder "Linker", ich bin nur eine MUTTER, die mit anderen Müttern, deren Kinder von dt. Waffen zerrissen oder verstümmelt werden, mitfühlt!