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Bestand geht zurück Igel auf der Roten Liste

Es gibt immer weniger Igel in Bayern. Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat die Säuger daher auf die sogenannte Vorwarnliste genommen. Sie ist Teil der Roten Liste für bedrohte Tierarten.

Stand: 17.01.2018

Der Igel (hier im Bild) sucht Unterschlupf in Gärten, Parks und Grünanlagen. | Bild: BR

Der Igel als Insektenfresser findet auf "den intensiv bewirtschafteten Flächen der bayerischen Kulturlandschaft" nicht mehr genug Nahrung, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit. Auch die Suche nach Schlafplätzen und Winterquartieren gestalte sich für die Tiere zunehmend schwierig. Außerdem zähle der Igel zu den am häufigsten überfahrenen Säugetiere in Bayern, so die Igelexpertin des LBV, Martina Gehret. Straßen, Trassen und Gartenzäune seien für Igel Hindernisse. Wer es den Säugetieren leichter machen möchte, verzichtet in seinem Garten auf den Einsatz von Chemie.

Igel wohl schon länger bedroht

Die Vorwarnliste ist Teil der Roten Liste. Auf ihr stehen Arten, die noch nicht gefährdet sind, deren Bestand aber durch aktuelle Entwicklungen rückläufig ist. In anderen Bundesländern wird der Igel darin schon länger aufgeführt – in Sachsen-Anhalt etwa seit mehr als zehn Jahren. Dass Bayern nun nachzieht, hat einen formalen Grund: Die Rote Liste für den Freistaat sei Ende vergangenen Jahres erstmals nach 14 Jahren aktualisiert worden, erklärte ein Sprecher des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU).


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Eva-Maria Hallfell , Donnerstag, 15.Februar, 00:37 Uhr

5. Igel auf der Roten Liste

Leute...macht Euch auch mal über die Laubdauger und -bläser ernsthaft Gedanken. Lest nach, informiert Euch und schaltet zusätzlich Euer Gehirn ein.
Ehrlich: Müssen diese Dinger zum Einsatz kommen? Eine der schwachsinnigsten Erfindungen überhaupt.

Südsachse, Donnerstag, 18.Januar, 23:54 Uhr

4. Könnte leider woanders auch so sein...

Leider wohl auch in Sachsen. Denn wir hatten vor einigen Jahren häufig Besuch von Igeln. Doch ist es uns aufgefallen, dass mir im vorletzten und letzten Jahr kein Schnaufen mehr gehört haben.

Künzel, Donnerstag, 18.Januar, 20:31 Uhr

3. Frage an Igelkenner

Neben den genannten Gründen für den Rückgang der Igelbestände beobachte ich auch zunehmend geschwächte Igel die durch den natürlichen Parasitenbefall, der durch deren aufgenommene Nahrung entsteht. Diese Igel überleben den Winter häufig nicht. Ist dies nun eine "natürliche Auslese" bei der nur die starken, gesunden Igel überleben um den gesunden Fortbestand zu sichern, oder gibt es immer mehr geschwächte Igel durch die schwieriger werdenden Lebensbedingungen in unserer zersiedelten Landschaft frage ich mich?

  • Antwort von Sylvia Bolliger, Mittwoch, 16.Mai, 13:29 Uhr

    Wenn ich feststelle, dass ein Igel mit Parasiten befallen ist, verwende ich den Spray von der Pharmacia , welches ich auch für die Katzte gegen den Parasiten brauche. Die Igel ziehen sich zusammen, sodass ich gut das Mittel anwenden kann. Speziell im Herbst vor dem Winterschlaf benütze ich es, damit sie ruhig und ohne Blutsauger überwintern können. Jedes Jahr sehe ich unsere drei Igel.....Ich benutze kein Pestizid im Haus und Garten, habe Igelhäuser gekauft, wo sie überwintern können. Ich versuche auch die Wildblumen zu fördern, und der Rasen wird nicht oft geschnitten. wir haben über 15 Sorten von Vögeln, Eidechsen, Mäuse etc. Wir müssen keinen Zoo besuchen gehen....

KON, Donnerstag, 18.Januar, 10:35 Uhr

2. Igel auf der roten Liste

Wenn das so weiter geht mit dem Aussterben der heimischen Wildarten, dann bleiben zum Schluss nur noch die Tiere aus der Massentierhaltung übrig.

AS, Donnerstag, 18.Januar, 09:30 Uhr

1. D hat einen Mitverantwortliche!

Da gibt es einen "Landwirtschaftszerstörungsminister" und "Kückenschredderer" namens Schmidt, der weitehrin Glyphosat und sonstige Gifte ausbringen läßt!