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Herzogenauracher Sportartikelhersteller Fußball-WM beschert Adidas wieder Umsatzplus in Russland

Die zurückliegende Fußball-WM hat dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas wieder ein Umsatzplus im dauerkriselnden Markt Russland beschert. Nach Konzernangaben stieg dort der Umsatz im zweiten Quartal um 14 Prozent an.

Von: Matthias Rüd

Stand: 09.08.2018

Offizieller WM-Ball von Adidas liegt im Tornetz bei der Fußball-WM in Sankt Petersburg | Bild: picture-alliance/dpa

Zuvor waren die Geschäfte in Russland konstant weiter weggebrochen. "Wir haben wieder ein starkes Quartal vorzuweisen, zu dem die erfolgreiche Fußball-WM beigetragen hat", so Adidas-Chef Kasper Rorsted. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um vier Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Der Gewinn legte um 20 Prozent auf 418 Millionen Euro zu. Auch weil Adidas im zweiten Quartal neben der Fußball-Weltmeisterschaft von guten Geschäften in Nordamerika und China profitiert hat.

Reebok läuft nicht rund

Weiterhin nicht rund läuft es bei der Tochter Reebok. Bei Reebok gingen die Umsätze in den Monaten April bis Juni um drei Prozent nach unten. Außerdem musste Adidas in den Büchern den Markenwert für Reebok um einen mittleren dreistelligen Millionen-Betrag nach unten korrigieren. Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung hatte im Konzernabschluss des Jahres 2016 einen zu hohen Wert moniert.

Mehr Muskeln für Reebok

Die buchhalterische Korrektur habe aber keine Auswirkungen auf das laufende Geschäft, erklärte eine Adidas-Sprecherin dem Bayerischen Rundfunk. Adidas bleibt bei der Strategie, die Marke Reebok mit einem eigenen "Muscle-Up"-Plan wieder nach vorne zu bringen. Mit den Zahlen für das zweite Quartal im Rücken bestätigt der Konzern auch seine Prognosen für das gesamte Jahr.


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