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Bombenfund in Fürth Evakuierung wegen Fliegerbombe läuft

Bis 16.00 Uhr soll heute die Evakuierung im Fürther Stadtteil Hardhöhe abgeschlossen sein. Anschließend soll die am Montag gefundene fünf Zentner schwere Fliegerbombe um 17.00 Uhr entschärft werden.

Von: Anja Bühling

Stand: 07.03.2018

Fundort der Fliegerbombe auf der Fürther Hardhöhe | Bild: News5

Bis 16.00 Uhr möchten die Verantwortlichen heute die Evakuierung im Fürther Stadtteil Hardhöhe abgeschlossen haben, wie die Vertreter der Stadt Fürth und der Einsatzkräfte am Mittag bekanntgaben. Anschließend soll die am Montag gefundene fünf Zentner schwere Fliegerbombe wie geplant um 17.00 Uhr vom Sprengkommando Nürnberg entschärft werden.  

Bevölkerung umfassend informiert

Evakuierungsgebiet in Fürth, Stadtteil Hardhöhe

Um 13.00 Uhr wurde mit den Evakuierungsmaßnahmen begonnen, so Ordnungsrefernt Mathias Kreitinger. Viele Anlieger in dem betroffenen Bereich im Radius 500 Meter von der Fundstelle in der Siemensstraße 6 hätten schon von sich aus das Gebiet verlassen. So sei schon gestern mit den 150 betroffenen Unternehmen, den sechs Kinderbetreuungs-Einrichtungen und der Schule Kontakt aufgenommen worden. Auch die Bevölkerung sei umfassend informiert, so Kreitinger weiter.

Sehr großer Einsatz "für alle"

Wie Polizeisprecher Michael Bätzold mitteilte, seien 250 Beamte vor Ort. Unterstützt werde die örtliche Polizei von Bereitschaftspolizisten, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und dem Bayerischen Roten Kreuz. Für alle sei es ein sehr großer Einsatz, aber er sei zuversichtlich, dass die Zeiten eingehalten werden können.

Mittlerweile gehen die Beamten schon von Tür zu Tür und überprüfen ob und wer noch in dem Gebiet ist. Menschen, die von den Einsatzkräften noch angetroffen werden, werden in Bussen zu Unterkünften gebracht, wo sie versorgt werden sollen.

Bürgertelefon erreichbar

Zudem wurde sichergestellt, dass Hilfsbedürftige, die nicht selbst das Gebiet verlassen konnten, abgeholt wurden. Wer bisher noch nicht abgeholt wurde, kann sich noch immer unter der Telefonnummer des extra-eingerichteten Bürgertelefons (0911) 974-36 98 melden.

BRK rechnet mit 450 zu betreuenden Personen

Um den Transport kümmert sich das Bayerische Rote Kreuz, das mit 150 ehrenamtlichen Einsatzkräften und 30 Transportern im Einsatz ist. Bisher seien 40 Transporte angemeldet, so das BRK.  Ein Problem seien Grippe-Patienten. Sie können in der Schön-Klinik untergebracht werden. Insgesamt wird mit 450 zu betreuenden Menschen in den Ausweichquartieren gerechnet.

Bitte den Einsatzkräften Folge zu leisten

Beendet wurde die Pressekonferenz mit der Bitte, den Einsatzkräften Folge zu leisten. Denn, so  der Pressesprecher der Stadt Fürth, Norbert Mittelsdorf: "Je später wir entschärfen können, desto später können die Leute wieder zurück in ihre Wohnungen."

Evakuierung im Radius von 500 Metern um den Fundort

Betroffen von der Evakuierung ist der Bereich, der westlich durch die Soldnerstraße, südlich durch die Hardstraße, östlich durch die Bahnlinie Fürth-Bamberg und nördlich durch die Unterfarrnbacher Straße begrenzt wird. Die Stadt Fürth verteilt seit Dienstagnachmittag an alle Haushalte, die von der Räumung betroffen sind, Handzettel mit allen Informationen.

Auweichquartiere des BRK

Das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Fürth, hat für Betroffene, die nicht wissen, wo sie bleiben können, einen Betreuungsort in der Schule am Ligusterweg 10 in Unterfarrnbach eingerichtet. Dort können die Ankömmlinge in beheizten Räumen die Zeit verbringen. Zusätzlich wurde als Ausweichquartier das BRK-Katastrophenschutzzentrum, Flugplatzstraße 30, zur Verfügung gestellt.

An folgenden Punkten stehen Busse der VAG bereit, die den kostenlosen Transport übernehmen: Haltestelle Hardhöhe, Haltestelle Falkenstraße, Haltestelle Hard-/Soldnerstraße sowie zusätzlich Siemens-/Komauter Straße

Fünf Zentner schwere Bombe

Die fünf Zentner schwere US-amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Montag (05.03.18) bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Unternehmens Uvex auf der Hardhöhe gefunden worden.


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Kommentare

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Andrea, Mittwoch, 07.März, 17:33 Uhr

2. Diese Entschärfung bitte den USA in Rechnung stellen

Weiterhin sollte man der us-Administration diese Entschärfung in Rechnung stellen, weil ich bei der TZ lese, dass es sich um einen us-amerikanischen Blindgänger aus dem WK2 handelt:

TZ: Sprengung der Fürther Fliegerbombe beginnt (07.03.18 16:51)

"Fürth - Auf einer Baustelle in Fürth ist eine etwa fünf Zentner schwere US-amerikanische Fliegerbombe gefunden worden."

Allerdings darf diese Rechnung nicht an die heutigen us-Buerger weitergereicht werden, weil die NICHT die schuldigen an diesen Abwuerfen sind, sondern die Vorgänger-Generationen von denen. Von daher geht dass auf Kosten der us-Administration.

Aber wie gesagt: hoffentlich muss NICHT gesprengt werden. Hoffentlich gelingt eine manuelle Entschärfung mit Wasserschneidgerät!!

Andrea, Mittwoch, 07.März, 17:24 Uhr

1. Alles Gute fuer Fuerth - Wasserschneidgerät marsch!!

Da kann man nur den Fuerthern alles alles Gute wuenschen und das bitte bitte NICHT gesprengt werden muss! Denn so was geht anders! Ich sage dazu: Wasserschneidgerät marsch!! So entschärft man so ein Teil!!

Daumen drueck fuer Fuerth dass alles OHNE Sprengung abgeht!!