9

Trotz Onlinepetition Erste Tierversuche an Nürnberger Nordklinikum beantragt

Am Nürnberger Nordklinikum sollen schon bald erste Tierversuche starten. Das hat ein Sprecher des Klinikums dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Gegen die Tierversuche haben sich bisher mehr als 55.000 Teilnehmer in einer Online-Petition ausgesprochen.

Von: Wolfgang Suk

Stand: 03.08.2018

Versuchstier (Symbolbild) | Bild: colourbox.com

Die Aktionsgruppe Tierrechte Bayern hat bekannt gegeben, dass sich bereits mehr als 55.000 Teilnehmer in einer Online-Petition gegen die Tierversuche am Nürnberger Nordklinikum eingetragen haben – offenbar ohne Erfolg. Das Nürnberger Klinikum will höchstens 100 Mäuse und 20 Ratten im Labor für Forschungszwecke halten.

Künstliche Knorpel und Sehnen

Die Klinik arbeitet mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität zusammen und vermietet der Uni den Raum für das Labor. Geforscht werden soll an künstlich gezüchteten Knorpeln und Sehnen. Jeder Versuch muss von der Regierung von Unterfranken genehmigt werden, die für Veterinärangelegenheiten in Nordbayern zuständig ist.

Tierversuch-Antrag noch nicht genehmigt

Wann die Versuche wirklich beginnen, steht nach Angaben des Klinikums noch nicht fest. Zweck der Versuche sei der Test einer Behandlungsmethode für Diabetiker. Der Antrag "Kann Vitamin K2, ein Inhibitor der vaskulären neointimalen Hyperplasie und Verkalkung, für die Behandlung von Vaskulopathien bei Diabetespatienten genutzt werden?" ist noch nicht genehmigt. Es ist nicht vorherzusagen, wie lange sich das Genehmigungsverfahren hinziehen wird.

Es sind daher noch keine Mäuse oder Ratten in der kleinen Forschungsanlage untergebracht, heißt es in einer heutigen Stellungnahme des Klinikums.


9

Kommentare

Inhalt kommentieren

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

L. P., Freitag, 31.August, 21:33 Uhr

18.

Absolut unnötig und natürlich totale Tierquälerei!

Wie ich dieses Krankenhaus hasse! Sollen die Ärzte doch gegenseitig an sich Versuche machen.
Ich weiß schon, warum ich vegan lebe, nie mehr Medikamente nehmen würde und nicht zum Arzt, geschweige denn ins Krankenhaus gehen würde.

Tierversuche sollten endlich ganz verboten werden!

Claudia, Freitag, 17.August, 23:53 Uhr

17.

So traurig es ist, aber in Tierversuchen geht es nicht um die Gesundheit des Menschen, sondern ums Geld. Schließlich werden 2,7 Milliarden Euro Steuergelder in Tierversuche gesteckt. Durch die Grundlagenforschung (die jedweder Verantwortung und natürlicher Grundlagen entbehrt) bietet sich ein Milliarden Dollar Mark für Pharmaindustrien mit Betablockern, Antidepressiva, Cholesterinsenkern, neuen Krebsmitteln (die laut WHO schlechter bewertet werden als Alte) etc. Dabei sterben, allein in Deutschland jedes Jahr 58 000 Menschen an Nebenwirkungen von tierversuchserprobten Arzneimittel. Hippokrates (ca. 460 – 370 v. Chr.) war, ganz ohne Tierversuche der "Vater der Anatomie". Er hatte mit größter Wahrscheinlichkeit ein größeres Wissen über die menschliche Anatomie als die heutigen Tierexperimentatoren.

Peter Heeren, Mittwoch, 08.August, 12:18 Uhr

16. Sinnlos

Dass Tierversuche sowieso aus ethischen Grunden nicht erlaubt sein dürften, ist für mich längst klar. Zudem höre ich immer wieder, dass Tiere auf das uns das so und so reagieren, aber das liesse sich auf Menschen nicht übertragen. Tierversuche stellen sich daher für mich als sinn- und zwecklose Verbrechen dar.

Christa Lauterbach, Dienstag, 07.August, 12:33 Uhr

15. Unnötige Tierversuche

In diesem Fall soll für die Diabetiker geforscht werden. Dabei werden wieder nur die Symptome behandelt. Wie wäre es, wenn wir die Ursachen dieser Erkrankung bekämpfen würden ( weniger Zucker in unseren Lebensmitteln) . Keine Tierquälerei zum Wohle der Diabetiker, sondern vernünftige Ernährung !

Janin Finkenstädt, Montag, 06.August, 16:31 Uhr

14.

Ich hoffe es hilft, dass den Tieren vor solch schlimmen Taten geholfen wird.