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Zum 35. Jubiläum Doppeltes Preisgeld und neue Strecke beim Challenge Roth

Bereits zum 35. Mal treffen sich in Roth die Top-Triathleten. Am 1. Juli fällt der Startschuss für den legendären Challenge Roth. Zum Jubiläum des Triathlons wird das Preisgeld mehr als verdoppelt und die Strecke wird schneller.

Von: Ullie Nikola

Stand: 03.04.2018

Für das Jubiläum des Challenge Roth hat Organisator Felix Walchshöfer heute einige Neuerungen angekündigt. So wird das Gesamtpreisgeld auf 200.000 US Dollar verdoppelt, die Laufstrecke wird schneller durch weniger Höhenmeter und starke Top-Triathleten werden den Zuschauern ein spannendes Rennen liefern.

Spitzen-Triathleten beim Challenge Roth

Triathlet Andreas Dreitz aus Michelau

Der Ironman Hawaii-Sieger von 2014 Sebastian Kienle kommt zum dritten Mal nach Roth, denn ein Sieg beim Challenge fehlt ihm noch auf seiner Erfolgsliste. Er hat in Roth in den Jahren 2010 und 2011 jeweils den zweiten Platz belegt. Ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen könnte es auf der 180 Kilometer langen Radstrecke durch den Landkreis Roth geben. Denn neben Sebastian Kienle starten auch Jan Raphael und der Australier Cameron Wurf sowie ein Newcomer in der Triathlonszene aus Oberfranken: der 29-jährige Andreas Dreitz aus Michelau. Er ist ein extrem guter Radfahrer und hat im vergangenen Jahr den Ironman Italy gewonnen. Bei den Frauen geht Dauergast und Erfolgsgarant Yvonne van Vlerken an den Start und auch die erfolgreiche deutsche Triathletin Daniela Sämmler startet erneut in Roth. Premiere haben dagegen die Belgierin Sofie Goos und die Kanadierin Alicia Kaye. Sie schwamm im vergangenen Jahr die 3,8 Kilometer beim Ironman Mexico in der schnellsten jemals in einem Langdistanz-Rennen erzielten Zeit – nämlich in 41:49 Minuten.

Erstmals intelligente Shirts im Einsatz

Einige Triathleten werden heuer mit einem "Smart shirt" ins Rennen gehen. Das mit flexiblen Elektroden ausgestattete Shirt misst unter anderem die Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Schrittzahl und Standort. Diese Daten können Nutzer weltweit im Internet verfolgen.

Die Erfolgsgeschichte des Challenge Roth

Den ersten Franken-Triathlon veranstaltete Detlef Kühnel 1984 mit 83 Teilnehmern, nachdem er in den beiden Jahren davor zu den ersten europäischen Teilnehmern des Ironman Hawaii zählte. Zu einer Zeit als den meisten noch das Wort "Triathlon" buchstabiert werden musste, rief er die Triathlonabteilung des TSV Roth ins Leben und legte den Grundstein für die heute größte Sportveranstaltung in Bayern und den beliebtesten Langstreckentriathlon weltweit.

2007 stirbt Organisator Herbert Walchshöfer

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat der Challenge Roth eine wechselhafte Geschichte erlebt – vom Weltverband Ironman zur neu gegründeten Challenge-Family. 2007 sorgte der Tod des Organisators Herbert Walchshöfer für große Anteilnahme und eine zunächst belastende Fortführung durch seine Frau Alice, seinen Sohn Felix und seine Tochter Kathrin.

Riesen-Event mit rund 5.500 Athleten

Auch die Suche nach einem Hauptsponsor war nicht immer leicht, nachdem die Quelle Insolvenz anmeldete und die Post ausstieg. Seit über fünf Jahren unterstützt die DATEV das sportliche Riesen-Spektakel mit rund 5.500 Sportlern, mehr als 7.000 Helfern sowie mehr als 250.000 Zuschauern entlang der Strecke.

Der Challenge Roth ist die Nachfolgeveranstaltung des Ironman Europe. Bei dem Langdistanz-Triathlon müssen die Sportler 3,8 Kilometer im Main-Donau-Kanal schwimmen, anschließend 180 Kilometer durch Mittelfranken Rad fahren und danach noch einen Marathon mit einer Länge von 42,195 Kilometern laufen. Der Rother Kurs gilt als sehr schnelle Strecke. Top-Athleten bewältigen die gesamte Distanz in unter acht Stunden, Hobbysportler dürfen nicht länger als 15 Stunden benötigen, sonst werden sie disqualifiziert. Ab 6.30 Uhr morgens gehen insgesamt 3.500 Einzelstarter sowie 650 Staffeln (je ein Staffelmitglied bewältigt eine Disziplin) auf die Strecke. Die letzten Läufer kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit gegen 22.30 Uhr ins Ziel.

Der Bayerische Rundfunk wird im Radio, Fernsehen, Internet und den sozialen Medien live von dem Mega-Sportevent am 1. Juli berichten.


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Wolfgang, Dienstag, 03.April, 20:59 Uhr

2. Warum Sponsoren?

Wenn da 2000 oder 5500 ihr Hobby ausüben wollen dann sollen die eben für den Aufwand zahlen.

Inkl. Sondernutzungsgebühr für Straßen die abgesperrt werden! Oder Deckung mit Eintrittsgeldern.

Wenn mir Schilaufen in Ruhpolding zu wenig ist muß ich für Canada-Helikopter-Skiing auch selbst zahlen.

  • Antwort von Basti, Donnerstag, 05.April, 11:34 Uhr

    Lieber Wolfgang,
    Ist der Kommentar den Sie hier geschrieben haben ernst gemeint??
    Haben Sie irgendeine Ahnung von diesem Sport??
    Jeder Starter bei der Challenge ausgenommen Profis zahlen ca. 500 Euro für die Teilnahme!! Also absoluter Blödsinn was Sie hier schreiben!!!
    Des weiteren schreiben Sie von Eintrittsgeldern...die Zuschauer stehen am Straßenrand...es is kein Fußballstadion wo Eintritt verlangt wird!!!
    Bitte überlegen Sie doch erstmal, bevor Sie so einen Non-Sense-Kommentar abgeben!!
    Danke

  • Antwort von Wolfgang, Montag, 09.April, 08:21 Uhr

    @ Basti:

    Wenn Zuschauer nicht bezahlen und 500.-€ nicht reichen dann eben 1000€ Startgeld. Und wem 1000€ zuviel ist kann ja ganz privat ohne jede Organisation auch druch den Brombachsee schwimmen, eine 180km Radtour anschließend fahren, z.B. nach Gemünden am Main und einen Marthonlauf auf der Birkenhainer Spessart im Spessart nach Heigenbrücken laufen. Dort ist auch ein Bahnhof um zum Fahrrad nach Gemünden zurückzufahren.

    Ohne Unterstützer nimmt man eben Futter und Getränke mit, machen Bergwanderer auch, und braucht eben eine Stunde länger.

    Auch so kann jeder seine persönloche Leistungsfähigkeit prüfen. Wenn man weis daß man es kann ist doch phantssisch, und es ist völlig egal ob irgendjemand 2min schneller wäre.

Beni, Dienstag, 03.April, 20:17 Uhr

1.

Haben sie auch den Bürger gefragt der an der Strecke wohnt ,ob er das will und in seinem Haus bleiben muß.

  • Antwort von Johann Maier, Mittwoch, 04.April, 12:06 Uhr

    Ich habe gar nicht gewusst, dass während der Veranstaltung die Haustüren der Anwohner zugenagelt werden!