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Zu Gast in Nürnberg Familienministerin Giffey informiert sich über Kita-Situation

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat heute in Nürnberg eine Kita besucht, um sich unter anderem über ein neu gestartetes Programm zur Verbesserung des Betreuungsangebotes zu informieren. Das Bundesprogramm soll Eltern den Zugang zu Betreuungseinrichtungen erleichtern.

Von: Sophia Ruhstorfer

Stand: 17.07.2018

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (Mitte) in Nürnberger Kindergarten. Mit dabei OB Ulrich Maly (hinten Mitte) und Natscha Kohnen links | Bild: BR-Studio Franken/Sophia Ruhstorfer

Bei dem Besuch der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in Nürnberg ging es unter anderem um das Bundesprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung". Damit sollen Eltern, die bisher kein Betreuungsangebot nutzen, besser über den Zugang in eine Kita informiert werden. Auch der Einstieg soll mit dem Programm erleichtert werden. Jede mitwirkende Stadt wird mit 150.000 Euro im Jahr gefördert.

Zugangshürden nehmen

Speziell engagierte Erzieher begleiten Eltern beim Zugang in die Kita. "Es geht darum, dass wir Menschen, die Zugangshürden haben, die Unterstützung brauchen ihre Kinder in die Kita zu geben, dass wir die beraten und unterstützen“, so Giffey. Ziel sei die bessere Gestaltung von frühkindlicher Bildung.

"Gute-Kita-Gesetz"

Die Familienministerin verwies auch auf das sogenannte "Gute-Kita-Gesetz", das im Moment von der Regierung auf den Weg gebracht wird und ab dem nächsten Jahr in Kraft treten soll: Es soll Eltern eine bessere Vereinbarung von Beruf und Familie ermöglichen, etwa durch den Ausbau der Bring- und Holzeiten.

Einsatz von Bundesmitteln wird überprüft

Vor allem Bayern hinke da noch stark hinterher, so die Ministerin. "Da geht es auch um das Thema Sprachförderung, Integrationsförderung. Wir werden mit jedem einzelnen Bundesland auch Aushandeln, was konkret mit den Mitteln des Bundes gemacht wird, um die Qualität zu verbessern, um einen Einstieg in die Gebührenbefreiung hinzubekommen. Gerade für diejenigen, die geringe Einkommen haben", erklärte Giffey.

Das "Gute-Kita"-Gesetz soll ab nächstem Jahr in Kraft treten. In vier Jahren soll ein Betrag von 5.500 Millionen Euro in die Verbesserung der Kitas gesteckt werden.


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Kommentare

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Ingrid Mueller, Mittwoch, 18.Juli, 16:45 Uhr

3. Kita

Ja lässt doch Kinder einfach Kinder sein,und macht es nicht zum MUSS,sondern einfach zur Ausnahme ,Kinder schon vor drei Jahren fremdbetreuen zu lassen.
Der Staat will es besser machen,als die Eltern,ist aber nicht immer so.
Alle sollen sich von Anfang an der Wirtschaft unterordnen,Familie findet nur noch marginal statt.Warum gibt es denn so viele Alleinerziehende?
Familienpolitik ist einfach jetzt Wirtschaftspolitik,leider!

websaurier, Mittwoch, 18.Juli, 13:07 Uhr

2. 5.500 Millionen ???


Brauche ich eine neue Brille?
5.500.000.000 Euro zusätzlich ?

Der Umgang mit Nullen ist doch immer wieder ein Problem...

Genervter Vater, Dienstag, 17.Juli, 20:09 Uhr

1. Frühkindliche Bildung

Was heißt das? Warum braucht ein Kindergartenkind schon Bildung?
Warum läßt man heute nicht einfach den Kindern ihre ersten Lebensjahre einfach zum Spielen?
Warum dürfen heute Kinder nicht mehr einfach Kinder sein!
Muß sich der Mensch schon im Kindergarten der gierigen Konzerne unterordnen.

  • Antwort von Großvater, Mittwoch, 18.Juli, 08:46 Uhr

    Da gebe ich ihnen Recht, Kinder sollten Kinder bleiben und nicht wie kleine Erwachsene behandelt werden.
    Wenn die Regierung den Eltern keine Erziehung mehr zutraut, dann soll sie einen " Elternführerschein " einführen.

    Schließlich werden die für das Projekt benötigten 5.5 Mio. Euro von denen erbracht, die als Kinder nicht vom Staat gegängelt wurden.