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Bezirkstag Mittelfranken Kein Verbot für Glyphosat auf bezirkseigenen Flächen

Der Bezirk Mittelfranken wird die umstrittenen Pflanzenschutzmittel Glyphosat und Neonicotinoide weiter auf seinen Flächen einsetzen. Das hat der Bezirkstag beschlossen.

Von: Inga Pflug

Stand: 16.05.2018

Abdrift von Pflanzenschutzmitteln: Problem für die Koexistenz von Konventionell und Bio | Bild: picture-alliance/dpa

Glyphosat und Neonicotinoide sollen an den landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf (Lkr. Ansbach) künftig aber "nur noch überlegt“ eingesetzt. Das habe der Bezirkstag in seiner Sitzung am Dienstag (15.05.18) beschlossen, sagte Bezirkssprecher Wolf Dieter Enser dem Bayerischen Rundfunk in Ansbach. Demnach werden die Lehranstalten angehalten, bei Anwendung, Forschung und Lehre auf einen ökologisch und ökonomisch vertretbaren Einsatz der Mittel hinzuwirken. Verboten wurde die Anwendung nicht.

Bei Einsatz Bericht

Außerdem wurde festgelegt, dass die Verwaltung schriftlich über den bisherigen Einsatz von Pestiziden auf den bezirkseigenen Flächen – etwa dem Freilandmuseum Bad Windsheim – berichten muss, und zwar im Bezirksausschuss und im Bezirkstag.

Ursprünglich hatte die SPD im Bezirkstag beantragt, den Einsatz von Glyphosat und Neonicotinoiden auf allen bezirkseigenen Flächen zu verbieten. Diese beinhalten neben den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf auch Grünanlagen oder die Parks der Bezirkskliniken Mittelfranken.

Kritik von den Grünen

Kritik an dem Beschluss kam von den Grünen im Bezirkstag. Der ursprüngliche Antrag sei ins Gegenteil verkehrt worden, der Bezirk habe eine Chance für mehr Umweltschutz verpasst. Lehreinrichtungen wie die in Triesdorf hätten eine Vorbildfunktion, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bezirktstag, Daniel Arnold. Wenn schon die Lehranstalten nicht auf den Einsatz von Glyphosat und Neonicotinoiden verzichten wollen, so Arnold weiter, wie sollten dann die Landwirtschafts-Auszubildenden lernen darauf zu verzichten.


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qw, Freitag, 18.Mai, 09:04 Uhr

5. Lehranstalt Triesdorf

hat wahrscheinlich den Auftrag alle möglichen Pestizide und Glyphosat für die Konzern-Lobbyisten zu testen, damit die Gelder fließen!
Was auch sonst? Die Agrarindustrie-Landwirte müssen auf Chemie getrimmt werden!
Im Sinne unserer Natur und Artenvielfalt handeln sie jedenfalls nicht!

Geli, Donnerstag, 17.Mai, 22:22 Uhr

4.

Der Fermenter in einer Biogasanlage ist nichts anderes als ein großer Kuhmagen (Pansen).
Und nun würde mich mal intressieren wie ein Pansen für Überschwemmungen, Bodenerosion usw. verantlich sein soll??
Aber wie so oft mit 100 % Unwissen ist ja gut Stimmung machen!!

  • Antwort von @gerd, Freitag, 18.Mai, 02:27 Uhr

    Gärreste haben 4 Prozent Trockenmasse, Rindergülle hat
    8 Prozent Trockenmasse. Den Mikroorganismen in mit
    Gärresten aus Biogasanlagen gedüngten Böden fehlt
    deshalb Organische Substanz als Nahrungsquelle.

  • Antwort von Gaia, gr. Urmutter u. Göttin, Freitag, 18.Mai, 07:40 Uhr

    Es ist nicht die Biogasanlage an sich, es ist der Maisanbau für die Biogasanlage. Erwiesenermaßen trägt gerade der Maisanbau zu Bodenerosion bei.
    Der intensiv bewirtschaftete Boden kann Regenwasser schlechter binden als der mit höherem Humusanteil ökologisch bearbeitete und das dadurch mehr abfließende Wasser führt bei den Fließgewässern zu größeren Überschwemmungen.

  • Antwort von @gerd, Freitag, 18.Mai, 08:35 Uhr

    Nicht der Mais ist schlecht, sondern der Abbau der Organischen Substanz in der Biogasanlage. Dabei ist es egal, welches Substrat für die Anlage verwendet wird.
    Gärrest bietet den Mikrorganismen im Boden zu wenig Nahrung, die Lebendverbauung findet nicht mehr statt, die Böden verdichten und sind den Starkregen
    schutzlos ausgeliefert.

Schweijck, Donnerstag, 17.Mai, 20:43 Uhr

3. Triesdorf hat mit seiner

Biogasanlagen Beratung zur Zersörung unserer Ackerböden beigetragen. Erosion, Überschwemmungen und Verdrängung bäuerlicher
Landwirtschaft sind die Folgen.

Unglaublich, Donnerstag, 17.Mai, 10:09 Uhr

2. Sieht so Verantwortung der Regierung Mittelfranken aus?

Mittlerweile weiß jedes Kind, dass unsere Gewässer und Böden mit Pestiziden und Glyphosat verseucht sind, Glyphosat bereits in Muttermilch nachgewiesen wurde,
Glyphosat krebserregend ist, wie auch Pestiziede.
Insekten, sowie aufgrund der Nahrungkette Vögel, sind höchst gefährdet sind durch den Einsatz von Glyphosat und Neonicotinoide und da ist diese Regierung Mittelfranken nicht in der Lage diese zu verbieten?!
Wo bleibt hier die Verantwortung gegenüber unserer Natur und Heimat und für unsere nachfolgenden Generationen?
Wir Menschen haben ein Recht auf Unversehrtheit unserer Gesundheit.
Hängt auch diese Regierung, wie CSU Schmidt, am Tropf der Pharmalobby?
Es ist unglaublich, dass wir als Bürger ganz bewußt und wissentlich diesen Giften ausgesetzt werden!

websaurier, Donnerstag, 17.Mai, 09:43 Uhr

1. Kein Verbot...

...Wen wundert`s ?
Ist ja Bayern...

Das Problem löst sich ja mittelfristig von alleine.
Wenn alle Flächen zubetoniert sind, dann brauchts auch kein Glyphosat mehr...
-GRINS-