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Bevölkerungsprognose Bayern wächst, Ober- und Unterfranken schrumpfen

Die Zahl der Einwohner in Bayern wird in den nächsten Jahren kräftig wachsen. Davon gehen die Experten des bayerischen Landesamtes für Statistik in Fürth aus. Mittelfranken gewinnt, Ober- und Unterfranken verlieren Einwohner.

Stand: 28.05.2018

Blick in den Hof der Burg von Nürnberg (Mittelfranken)  | Bild: picture-alliance/dpa

Den Berechnungen zufolge wird die Bevölkerungszahl im Freistaat bis 2036 um knapp 539.000 höher liegen, das entspricht einer Zunahme um 4,2 Prozent. Einzelne Regionen profitieren von der Entwicklung, in anderen geht die Einwohnerzahl zurück. Besonders stark wird den Statistikern zufolge Oberbayern wachsen. Dort wird ein Anstieg der Bevölkerung um knapp zehn Prozent erwartet.

Weniger Einwohner in Ober- und Unterfranken

Im Gegensatz dazu wird die Zahl der Einwohner in Teilen Frankens zurückgehen. Für Oberfranken aus rechnen die Experten mit einem Rückgang von 5,9 Prozent. In Unterfranken fällt der Rückgang mit 3,5 Prozent zwar geringer aus, doch auch dort wird es vermutlich weniger Einwohner geben.

Fürth wächst rasant

Bis zum Jahr 2036 soll Mittelfranken um gut 50.000 Einwohner wachsen, teilte Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung der Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern mit. Dabei werden die Städte Nürnberg und Fürth allein die Hälfte des Wachstums auf sich vereinen. Die Stadt Fürth ist im gesamten Bezirk Mittelfranken die Stadt mit dem prozentuell stärksten Zuwachs. In Oberfranken werden dagegen Bevölkerungsverluste in Höhe von knapp sechs Prozent in den kommenden 30 Jahren erwartet, damit würde Oberfranken um mehr als 60.000 Einwohner schrumpfen.

Altersdurchschnitt steigt

Das Durchschnittsalter wird den Berechnungen zufolge um rund 2,4 Jahre ansteigen. Heute ist der durchschnittliche Einwohner in Bayern 43,6 Jahre alt, so die Statistiker. Besonders deutlich wird der Anstieg in der Altersgruppe der über 65-Jährigen. Binnen 20 Jahren soll sich die Zahl der Seniorinnen und Senioren im Freistaat um knapp eine Million auf dann 3,57 Millionen erhöhen.


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