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Reaktivierung der Hesselbergbahn Ministerium kündigt Ausbau entscheidender Haltestelle an

Wichtige Weichenstellung für die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen dem Fränkischen Seenland und der Hesselberg-Region: Verkehrsministerium und Bahn haben sich darauf geeinigt, den Haltepunkt Langlau zum Kreuzungsbahnhof auszubauen.

Von: Inga Pflug

Stand: 14.05.2018

Das inzwischen in Privatbesitz befindliche Bahnhofsgebäude Langlau und die aktuell genutzte Haltestelle Langlau | Bild: Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen

Wie Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) mitteilt, habe sich ihr Ministerium mit der DB Netz AG auf den entsprechenden Ausbau des derzeitigen Bahn-Haltepunkts Langlau in der Gemeinde Pfofeld (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) verständigt. Die Erweiterung zum Kreuzungsbahnhof gilt als Voraussetzung für die Reaktivierung eines regelmäßigen Schienen-Personennahverkehrs (SPNV) auf der Strecke zwischen Pleinfeld und Wassertrüdingen, denn nur dort können die verschiedenen Linien zwischen Pleinfeld und Gunzenhausen oder Gunzenhausen und Wassertrüdingen kreuzen, sprich aneinander vorbei fahren und so ihren Takt einhalten.

Diese Bahnhöfe sollten reaktiviert werden

"Wir haben die Zustimmung der DB für den Ausbau erreichen können, weil dadurch nicht nur die Reaktivierung bei der BayernBahn ermöglicht wird, sondern sich auch positive Auswirkungen auf den Fahrplan und die Stabilität des Betriebs auf der DB-Strecke ergeben."

Ilse Aigner (CSU), Verkehrsministerin Bayern

Das Projekt werde offiziell in das Ausbauprogramm der SPNV-Infrastruktur aufgenommen, heißt es weiter. Die genauen Kosten für die Arbeiten an dem Bahnhof stehen laut Verkehrsministerium noch nicht fest. Die Investitionen dürften aber im zweistelligen Millionenbereich liegen und im Laufe des kommenden Jahres feststehen.

Garantie für BayernBahn

Parallel zur Einigung über den Kreuzungsbahnhof Langlau habe der Freistaat der BayernBahn außerdem eine verbindliche Bestellgarantie für die Strecke Gunzenhausen-Wassertrüdingen gegeben: Auf dem 15 Kilometer langen Streckenabschnitt sollen demnach von 2024 bis 2036 jährlich bis zu 180.000 Zugkilometer im regulären SPNV geleistet werden. Die Bestellgarantie des Freistaats soll dem privaten Bahnunternehmen ausreichende Planungssicherheit für den Betrieb des Streckenabschnitts geben, heißt es aus dem Ministerium.


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