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Alarmrotte steigt auf Rätseln über lauten Doppelknall über Franken beendet

In Mittel- und Oberfranken waren gestern gegen 16.45 Uhr zwei laute Knallgeräusche zu hören. Daraufhin meldeten sich viele besorgte Bürger bei der Polizei. Diese konnte nun die Ursache ermitteln: Es waren zwei Kampfflugzeuge.

Von: Christian Schiele

Stand: 13.07.2018

RAF Eurofighter Typhoon | Bild: picture-alliance/dpa/Geoffrey Lee

Zwei Eurofighter der Luftwaffe haben den lauten Doppelknall, der von Nürnberg bis ins südliche Oberfranken zu hören war, verursacht. Das bestätigte ein Sprecher der Luftwaffe dem BR-Studio Franken. Demnach hatte ein ziviles Flugzeug den Funkkontakt verloren. Daraufhin sind zwei Eurofighter der sogenannten Alarmrotte aus Neuburg an der Donau gestartet, um Kontakt zu diesem Flugzeug aufzunehmen. Bevor die Kampfjets das zivile Flugzeug erreicht hatten, hatte dieses den Funkkontakt aber bereits wiederhergestellt. Solche Einsätze seien immer eine reine Sicherheitsmaßnahme, so der Sprecher der Luftwaffe. Denn es hätte sein können, dass das Flugzeug Hilfe benötigt.

Charakteristischer Doppelknall

Die Eurofighter hatten am Donnerstag (12.07.2018) gegen 16.45 Uhr über dem Nürnberger Luftraum die Schallmauer durchbrochen. Das führte zu einem "charakteristischen Doppelknall", so die Polizei. Direkt nach den beiden Knallgeräuschen fragten viele besorgte Bürger auf Twitter und Facebook nach der Ursache. Auch bei der Polizei gingen viele Anrufe ein, so ein Sprecher.


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Boris Heumüller, Freitag, 13.Juli, 16:58 Uhr

12. Schallmauer

Es wird immer der Eindruck vermittelt (und wahrscheinlich glauben die Schreiberlinge das tatsächlich selbst), dass ein Überschallknall nur beim "durchbrechen" der Schallmauer entsteht. Dem ist aber nicht so. Bewegt sich ein Objekt nahe, gleich, oder über Schallgeschwindigkeit, so wird der Schall zu zwei Wellen an der Spitze und am Ende des Objekts gestaucht, die als Knall wahrgenommen werden, bzw. als Doppelknall, wenn der Abstand von Objektanfang zu Objektende und der Abstand zum Beobachter groß genug sind. Die beiden Wellen treffen aber maximal mit wenigen zehntel Sekunden auf den Beobachter. Die beiden Knalls im Abstand von mehreren Sekunden in diesem Fall wurden von zwei Flugzeugen verursacht. Ich wünschte, Journalisten würden manchmal wenigstens einen Hauch von Allgemeinbildung haben.

Sepp, Freitag, 13.Juli, 13:19 Uhr

11.

Es gibt aus gutem Grund Gesetze, die Überschall über bewohntem Gebiet verbieten. Wenn die Piloten nicht mal in der Lage sind, auf ihren "Tacho" zu schauen, haben sie entweder einen miserablen Job gemacht oder sind rücksichtslose Rowdys. "Sicherheit" bringt so ein Verhalten jedenfalls nicht.

  • Antwort von Robert, Freitag, 13.Juli, 13:59 Uhr

    Haben Sie eine Ahnung, was abgeht, wenn ein Flugzeug im Luftraum ohne Funkkontakt unterwegs ist? Ein Alarmstart ist etwas anderes als Drachen steigen lassen. Übrigens war zur Zeit, als noch die Amerikaner vor Ort waren, ein Überschallknall nichts ungewöhnliches. Da hat niemand besorgt bei der Polizei angerufen.

  • Antwort von Ugh, Montag, 16.Juli, 07:03 Uhr

    Es war ein Alarmeinsatz! Daher war schneller erlaubt. Die Polizei fährt bei einem Alarm mit Blaulicht ja auch keine 50 km/h im Stadtgebiet. Flugzeug ohne Funkkontakt = Alarmfall. Sollen Abfangjäger (!) dann mit lächerlichen 800 km/h hinzuckeln oder, wie aus dem Namen ableitbar das Teil mit Mach 1, abfangen. Das war außerdem noch langsam, die Eurofighter kommen über Mach 2.

Shnuppi Meersau, Freitag, 13.Juli, 01:32 Uhr

10. Doppelknall

War scho heftig! Habs beim Drachenlord im Stream gehört. Richtig Laut.

Lisanne Schaaf, Donnerstag, 12.Juli, 22:51 Uhr

9. Einsatz Eurofighter 12.07.2018 über Franken

Einfach nur ein ganz großes Lob! Danke, dass ich noch an Sicherheit in unserem Land glauben kann!
TOP!!! Sofortige Reaktion und kein langes Überlegen!
Danke für diesen Einsatz!

Lisanne & Holger Schaaf

Judith, Donnerstag, 12.Juli, 22:39 Uhr

8. Doppelknall

In Heilsbronn wurde auch nur EIN Doppelknall gehört
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