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Spitzenkandidat steht nach Urwahl fest Martin Hagen führt FDP in die Landtagswahl

Der frühere Landesgeschäftsführer der bayerischen FDP, Martin Hagen, ist zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die Landtagswahl gewählt worden. Er setzte sich in der Stichwahl gegen Ex-Landeschef Albert Duin durch.

Stand: 12.03.2018

Martin Hagen - neuer Spitzenkandidat der Bayern-FDP | Bild: picture-alliance/dpa/Lino Mirgeler

Hagen bekam von den FDP-Mitgliedern in Bayern 1179 Stimmen, Duin erhielt 813 Stimmen, wie die Partei mitteilte. Der 36-jährige Hagen strebt nach der Landtagswahl eine Koalition mit der CSU an - aber nicht um jeden Preis. "Die FDP ist für mich immer eine Partei mit Gestaltungsanspruch. Und gestalten kann man besser in einer Regierung als in der Opposition", erklärte er. 

Wer ist Martin Hagen?

Es liest sich wie eine FDP-Karriere aus dem Bilderbuch: Politik-Studium, Arbeit in einer Unternehmensberatung, Pressesprecher der FDP-Landesgruppe im Bundestag, acht Jahre lang Hauptgeschäftsführer der bayerischen FDP, dann wieder selbstständiger Strategie- und Kommunikationsberater.

Und jetzt geht Martin Hagen (36), der auch schon Landesvorsitzender der Jungen Liberalen war, den nächsten Schritt: Er bewirbt sich nicht nur um ein Landtagsmandat, als Direktkandidat im Stimmkreis Rosenheim-Ost, sondern führt die FDP auch gleich noch als Spitzenkandidat in die Wahl am 14. Oktober. "Bayern braucht keine konservative Revolution, sondern ein liberales Update", sagt Hagen, nennt als Ziel eine "neue Generation Bayern". Der 36-Jährige ist äußerst redegewandt, argumentiert überzeugend - und hat sich so auch letztlich den Sieg in der FDP-Urwahl gesichert.

Und so soll das liberale Update aussehen

Als zentrale FDP-Themen für den Wahlkampf nannte Hagen unter anderem Bildungsgerechtigkeit, die Stärkung der frühkindlichen Bildung, einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz, den Bau der dritten Startbahn am Flughafen München und eine Lockerung der strikten Ladenöffnungszeiten.

Rückkehr in Landtag nicht gesichert

Umfragen zufolge ist der Wiedereinzug der Liberalen in den Landtag bei der Wahl am 14. Oktober keineswegs sicher - die Partei liegt stets an der Fünf-Prozent-Hürde. Bei der Wahl im Jahr 2013 hatten die Liberalen nur 3,3 Prozent der Stimmen bekommen und waren aus dem Landtag geflogen - nach 8,0 Prozent im Jahr 2008.


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Redaktion , Montag, 12.März, 19:34 Uhr

2. Fehler im Untertitel

@Dominik John: Wir bedanken uns für Ihren Hinweis! Der Fehler wurde behoben. LG Die Redaktion

Dominik John, Montag, 12.März, 19:27 Uhr

1. Fehler im Untertitel

Ich würde Sie gerne darauf hinweisen, dass der Name des Ex-Landeschefs Albert Duin lautet und nicht Martin Duin, wie es aktuell unter dem Titel steht.