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Verseuchter Boden am Militärflugplatz Landrat informiert in Manching über Belastung durch PFC-Löschschaum

In Manching ist der Boden rund um den Flughafen belastet mit dem giftigen und möglicherweise krebserregenen PFC. Der Stoff war im Löschschaum am Militärflugplatz enthalten. Private Brunnen dürfen nicht betrieben werden. Jetzt informiert Landrat Wolf die Bürger.

Von: Tobias Betz

Stand: 11.06.2018

Im Vordergrund: Warnschild: Gesundheitsgefärdende Stoffe, im Hintergrund: Männer graben ein Feld um in der Nähe des Manchinger Flugplatzes. Wegen der jahrzentelangen Verwendung von PFC-haltigem Löschschaum sind Böden und Grundwasser dort belastet. | Bild: colourbox, BR, Montage: BR

Die PFC-Belastung am Flugplatz Manching beschäftigt die Menschen in der Region. Die Chemikalien können krebserregend sein. Das Landratsamt Pfaffenhofen hat daher am Abend zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die Behörde rechnet mit rund 200 Menschen, die Veranstaltung dürfte sich bis in die späten Abendstunden ziehen.

Landratsamt hat im Mai wegen PFC private Brunnen verboten


Landrat Martin Wolf
will einerseits ganz grundsätzlich über die PFC-Problematik rund um den Militärflugplatz in Manching informieren. Andererseits will er auch in die Diskussion mit den betroffenen Anwohnern treten. Und da sind Konflikte programmiert. Denn im vergangenen Monat hatte das Landratsamt per Erlass die Nutzung privater Brunnen in Bereichen rund um den Flugplatz verboten. Wer jetzt noch ein Haus im PFC-Gebiet bauen will, muss auf einen Keller verzichten und die Landwirte fürchten um ihre Ernte. PerFluor-Chemikalien stehen im Verdacht krebserregend zu sein. Sie waren bis zum Verbot im Jahr 2011 in Löschmitteln vorhanden.

PFC war ins Grundwasser gelangt

Die Bundeswehr hatte diese Löschmittel auf ihren Flugplätzen eingesetzt – eben auch im oberbayerischen Manching. Über die Jahrzehnte haben sich die Chemikalien übers Grundwasser verteilt. Am Abend wird auch die Frage nach der Verantwortung für die Verunreinigung gestellt werden. Die Bürger sehen da die Bundeswehr in der Pflicht: Sie sagen: "Wer den Boden verseucht, muss ihn auch reinigen."


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Glyphosat Schmidt, Montag, 11.Juni, 21:06 Uhr

4. pers. Meinung:

Giftiger Löschschaum, ha ha ha. >>> So glaubt es dann die Bevölkerung. Das sind m. M. n. die Folgen von Kerossin das auch oft von Militärflugzeugen abgelassen wurde. Das gleiche kann man beim Flugplatz der US-Army in Mittelfranken beobachten und am Flughafen in Nürnberg(da wurde wohl überall so viel Löschschaum benutzt?) Aber der Diesel ist ja so dreckig! Schluß mit den Märchen!
Die Regierung sieht zu. Genauso wie bei Gyphosat, Biogas und Maismonokultur.
Sollte eine Regierung nicht dem Menschen dienen? Mir kommt es mehr so vor als ob die Regierung nur noch an Menschen verdient!
Im Herbst ist "Wahl".

smart, Montag, 11.Juni, 19:17 Uhr

3. Bundeswehr

Der Verursaccher ist hier ganz klar die Bundeswehr. - Das wird sich dann praktisch wie von al-Leyen regeln.

Politi, Montag, 11.Juni, 16:55 Uhr

2. Wer den Boden verseucht muss ihn auch reinigen?

Na ja, es kommt bei unserer Regierung halt darauf an wer der Verseuchte ist, wieviel Wahllobby da drin steckt. Genauso kann ein Verseucher mehr oder weniger wichtig sein, hängt sicher auch mit der Lobbytätigkeit zusammen. Oder auch mit der Spendenfreudigkeit.

In Traunstein schauen auch alle weg beim Gift im Trinkwasser, da zahlt der Verbraucher dann sogar mehr, weil das Verdünnen der Giftbrühe ja das Wasser teurer macht.

Und Nitrat zahlen auch nicht die Verursacher, sonst müsste man ja mal die Bauern bezahlen lassen! Da machen wir einfach noch viele Gutachten und verschneiden das Giftwasser mit sauberem. Augen zu und hoffen dass irgendwann was anderes wichtiger wird - anders kann man sich die Politik ja nicht erklären, weil das Gift ja da ist und weiter verteilt wird. Nur gegen Ursachen machen die Regierenden nichts! Beim Nitrat ist das die Gülle -

  • Antwort von Suzi, Montag, 11.Juni, 21:51 Uhr

    Was wäre jetzt mit dem Traunsteiner Trinkwasser nicht in Ordnung??

Resi, Montag, 11.Juni, 15:33 Uhr

1. Der Mensch gräbt sich selbst das Wasser ab ...

..., macht nur so weiter. BRAVO!