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Verhärtete Fronten Krisentreffen von Seehofer und Merkel zu Migration

Nach dem Zerwürfnis in der Asylpolitik haben Angela Merkel und Horst Seehofer bei einem Krisentreffen im Kanzleramt zweieinhalb Stunden über eine Lösung diskutiert. Über das Ergebnis des Treffens haben die Teilnehmer vorerst Stillschweigen vereinbart.

Stand: 13.06.2018

13.06.2018, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Horst Seehofer (CSU). | Bild: dpa-Bildfunk/Michael Kappeler

Wie geht es weiter mit Horst Seehofers Asylplan? Seit Tagen streitet die Union um die richtige Strategie in der Flüchtlingsdebatte. Am Mittwochabend haben sich Seehofer und Angela Merkel deswegen in Berlin beraten. An dem Krisentreffen hätten auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) teilgenommen, hieß es in Unionskreisen. Wie die dpa erfuhr, wollen die Teilnehmer vorerst nicht über den Inhalt der Besprechung informieren.

Merkel beharrt auf gemeinsamer Lösung

Unmittelbar vor dem Treffen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut ein einseitiges Vorgehen Deutschlands im Asylstreit abgelehnt. "Wir müssen auf die Bedürfnisse aller in der Europäischen Union eingehen", sagte die Kanzlerin am Abend in Berlin. Dies höre sich zwar wie die Quadratur des Kreises an, aber Europa müsse gerade in dieser sehr fragilen Situation zusammenhalten. Ihr sei "sehr, sehr wichtig, dass auch Deutschland nicht unilateral handelt, sondern dass alles, was wir machen, geordnet ist, abgesprochen ist, mit Abkommen mit anderen auch untermauert ist, damit wir ein wirkliches gemeinsames europäisches Vorgehen bekommen".

Auch CDU-Politiker auf Seehofers Seite

Die Kanzlerin war am Dienstag in der Unions-Fraktionssitzung wegen des Streits erheblich unter Druck geraten. Etliche Redner sagten, sie solle auf die CSU und deren Forderung nach Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze zugehen. Die CSU will in anderen Staaten bereits registrierte Flüchtlinge an der deutschen Grenze abweisen.


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