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Aus nach 130 Jahren Kein Wiesn-Sanitätsdienst mehr: Rotes Kreuz gibt auf

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) akzeptiert, dass der Sanitätsdienst auf dem Münchner Oktoberfest von einem Konkurrenten durchgeführt wird. Weitere Rechtsmittel werden nicht eingelegt.

Stand: 05.06.2018

Sanitäter des Roten Kreuzes auf dem Oktoberfest | Bild: picture-alliance/dpa

Das Bayerische Rote Kreuz gibt auf und wird endgültig nicht den Sanitätsdienst auf dem diesjährigen Oktoberfest stellen. Die Rettungsorganisation werde keine rechtlichen Mittel gegen die Entscheidung der Vergabekammer Südbayern einlegen, die die Zuteilung des Sanitätsdienstes von der Stadt an den kommerziellen Anbieter Aicher Ambulanz überprüft hatte, wie das BRK am Dienstag in München mitteilte.

Mitte April hatte das BRK Widerstand gegen die Entscheidung der Stadt angekündigt und "massive Einschränkungen für eine medizinisch sichere Wiesn" geäußert.

BRK war die letzten 130 Jahre auf der Wiesn

Damit wird erstmals seit mehr als 130 Jahren nicht mehr das BRK Verletzte und Betrunkene auf der Wiesn versorgen. Aicher Ambulanz hatte ein kostengünstigeres Angebot abgegeben. Man bedauere die Entscheidung der Vergabekammer, sagte Karl-Heinz Demenat, Vorsitzender des BRK-Kreisverbands München.

Aicher Ambulanz begrüßte die Entscheidung. Man werde die hohen Erwartungen der Landeshauptstadt, der Bürger und der zahlreichen internationalen Gäste vollumfänglich erfüllen, sagte Geschäftsführer Peter Aicher.


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Oliver M., Mittwoch, 13.Juni, 17:28 Uhr

6.

Konkurrent - dieses Wort sollte man sich mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen. Worum geht es eigentlich? Ums Geld verdienen oder darum, in Not geratenen Menschen zu helfen? Völlig bescheuert unsere Zeit.

Einzig sinnvoll wäre, diesen Dienst gemeinsam zu tun. Bin gespannt, wann ganz allgemein bei Einsätzen der billigere, aber weiter entfernte Rettungsdienst alarmiert wird und nicht der nähere. Dass der dann womöglich länger zum Unfallort braucht, weil weiter entfernt, ist nebensächlich. Hauptsache billig. Gespannt bin ich auch, wann die ersten Konkurrenten sich ein gefährliches Wettrennen zum Unfallort liefern, um ja als erster vor Ort zu sein, um das Geschäft zu machen ...

websaurier, Mittwoch, 06.Juni, 16:40 Uhr

5. Na ja...

...der Verlust ist so groß nicht.

DRK ist ja auch kein weißes Lamm, wenn es um Kommerz und Profit geht...
Ich erinnere mich an einige Dinge aus den vergangenen Jahren.

Aicher Ambulanz hat das Zeug, sich zu bewähren !

  • Antwort von DerMaestro, Mittwoch, 06.Juni, 20:12 Uhr

    Das Rote Kreuz hat mehr Geld aufgerufen als Aicher - obwohl sie im Gegensatz zu Aicher mit zig ehrenamtlichen Helfern arbeiten, während Aicher die Menschen bezahlen muss. Mein Mitleid bei dieser Gier hält sich in Grenzen.

Sabine Riedel, Mittwoch, 06.Juni, 12:21 Uhr

4.

Es grüßt der Kommerz :(

  • Antwort von X5 Heinz, Mittwoch, 06.Juni, 14:00 Uhr

    Nur mal so bemerkt,, wir alle wollen für Leistungen, Waren, und soniges immer alles am BILLIGSTEN !

    So geht eben ein system irgenndwann nicht mehr.

Huber, Mittwoch, 06.Juni, 09:52 Uhr

3. Wiesn

Ein Grund mehr, dieses organisierte Besäufnis nicht mehr zu besuchen !

Mac Mac, Mittwoch, 06.Juni, 07:56 Uhr

2. Reibach Reibach

...noch ein Grund mehr, die Wiesn NICHT zu besuchen.... alles wird nur noch dem Kommerz und Billig-ist-geil untergeordnet... es bleibt nur zu hoffen, daß Aicher-Amulanz nicht "baden" geht und was passiert... man sollte mal untersuchen, mit welchen Mitteln in der Personalführung der Aicher sein Unternehmen führt... Ellbogen, 450 Euro Jobs und wer nicht liefert, fliegt raus; wie´s heutzutage üblich ist...ob dies für ein solches Unternehmen wie Oktoberfest human vorbildhaft ist ?????

  • Antwort von m.m., Mittwoch, 06.Juni, 23:17 Uhr

    Die Firma Aicher bezahlt wenigstens seine Leute. Was haben die Ehrenamtlichen vom BRK bekommen ?
    Obwohl die Fa. AAU seine Mitarbeiter / innen bezahlt ist er immer noch billiger. Aber wer hat dann das Geld bekommen.?
    Die Wiesn betreiber haben den Sanitätsdienst soweit ich weiß bezahlt und trotzdem wurden die Patienten zur Kasse gebeten. Kann man da von doppelter Abrechnung sprechen ?
    Bin leider kein Jurist.
    Wir werden sehen was dabei raus kommt.