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Kirchliche Wahlen Katholiken in Bayern wählen Pfarrgemeinderäte

Die katholischen Kirchengemeinden sollen von allen Mitgliedern getragen werden. Das ist die Idee, die hinter den Pfarrgemeinderäten steckt. 5,6 Millionen katholische Gläubige sind aufgerufen, einen neuen Pfarrgemeinderat zu wählen.

Von: Anja Wahnschaffe

Stand: 24.02.2018

Dieses Jahr wir der Pfarrgemeinderat neu gewählt | Bild: picture-alliance/dpa/Peter Kneffel

Alle vier Jahre werden die Pfarrgemeinderäte neu gewählt. Die Gläubigen in den bayerischen Diözesen bestimmen bei dieser Wahl, wer in den katholischen Pfarreien den neuen Pfarrgemeinderat stellt. Er soll sich im Kirchenleben, in der Nachbarschaftshilfe oder auch im Umweltschutz engagieren, vertreten die Interessen der Gemeindemitglieder gegenüber den Pfarrern und den Bischöfen.

Pfarrgemeinderäte per Briefwahl wählen

Gewählt werden kann, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat und Katholik ist. Wählen können alle ab dem 14. Lebensjahr. Alleine im Erzbistum München und Freising sind 1,5 Millionen Katholiken wahlberechtigt, in ganz Bayern sind 5,6 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen.

Die diesjährige Kampagne steht unter dem Motto "Zukunft gestalten. Weil ich Christ bin!". Die Verantwortlichen hoffen auf eine erhöhte Wahlbeteiligung - trotz Kirchenaustritten und rückläufigen Zahlen beim Gottesdienstbesuch. Denn immer mehr Bistümer setzen auf die Briefwahl. Wo sie zum Einsatz kommt, steigt die Beteiligung in der Regel auf 30 Prozent und mehr - und zwar nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in den Städten.

Pfarrgemeinderäte sollen Gemeindeleben mitbestimmen

Die Idee hinter der Pfarrgemeinderatswahl: Als das II. Vatikanische Konzil vor 50 Jahren die Pfarrgemeinderäte ins Leben rief, wollte es ein Laiengremium schaffen, das das Gemeindeleben lebendiger macht. Gläubige sollten Mitverantwortung für die Geschicke ihrer Gemeinde tragen. Viele Gemeinden - gerade in der Stadt - haben allerdings händeringend nach Kandidaten gesucht.

Die Mindestzahl: sechs Kandidaten für kleine Gemeinden, zehn bis zwölf für große Pfarrgemeinden. Zu den Aufgaben des Pfarrgemeinderats gehören unter anderem die Organisation des Pfarrfest oder die Nachbarschaftshilfe.


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