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Neue Verkehrsstudie In München stehen Autofahrer am längsten im Stau

München ist bereits zum zweiten Mal in Folge Deutschlands Stauhauptstadt: 51 Stunden steckten Autofahrer durchschnittlich im vergangenen Jahr fest. Das ergab die INRIX Verkehrs-Studie, für die Daten aus 1.360 Städten ausgewertet wurden.

Von: Rebekka Preuß und Vera Cornette

Stand: 06.02.2018

dito | Bild: dpa pa Matthias Balk

Zwischen fünf und sieben Uhr am Abend geht hier selten was vorwärts: Der Mittlere Ring zwischen Olympia- und Westpark ist der Stauschwerpunkt in München. Allein auf diesen knapp sieben Kilometern verlieren Fahrer pro Jahr 27 Stunden Lebenszeit.

München vor Berlin und Hamburg

Insgesamt stehen Fahrer in München 51 Stunden pro Jahr im Stau. Und bewegen dabei ihre Autos nur mit sechs Stundenkilometer vorwärts – etwa soviel wie auch ein Fußgänger in der gleichen Zeit zurücklegt. Damit führt München erneut die Deutsche Staustatistik an - vor Hamburg und Berlin. Hauptursache für Staus sind Baustellen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten wie zum Beispiel am Sendlinger Tor.

Sprit-Verbrauch und verlorene Arbeitszeit

Die INRIX Staustudie wird seit elf Jahren erhoben. Weil Stau nicht nur nervig ist, sondern auch teuer. So kostet der Stau in München den betroffenen Autofahrer fast 3.000 Euro pro Jahr – eingerechnet sind hier zum Beispiel Sprit-Verbrauch und verlorene Arbeitszeit. Die Daten der Studie nutzen unter anderem Stadtplaner – die an neuen Verkehrskonzepten arbeiten.

In Würzburg leidet die Wirtschaft am meisten unter dem Stau, mit einer Staurate von 20 Prozent an Werktagen außerhalb des Berufsverkehrs. Auch beim Stau auf Ein- und Ausfallstraßen ist Würzburg Spitzenreiter. Was den ein oder anderen Münchner wundern dürfte - sind doch Fahrten in Richtung Seen oder Berge an den Wochenenden stets von viel Stop and Go begleitet.


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