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Nach der Hitzewelle Überflutete Keller: Gewitter im Westen Deutschlands bringen Starkregen

Gewitter mit Sturmböen und Hagel ziehen über den Westen Deutschlands hinweg. Betroffen sind vor allem Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Hessen. Teilweise wurden Keller überflutet.

Stand: 08.08.2018

ARCHIVEin Blitz schlägt während eines Gewitters  ein. | Bild: dpa-Bildfunk/Thomas Rensinghoff

Nach der Hitze der vergangenen Tage ziehen Gewitter mit Sturmböen und Starkregen über den Westen Deutschlands hinweg. Betroffen sind vor allem Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Hessen. Teilweise wurden Keller überflutet.

Gewitter auch in Nordrhein-Westfalen

Nach wochenlanger Hitze und Dürre regnet und gewittert es am Mittwoch vielerorts in Nordrhein-Westfalen. In mehreren Regionen, etwa in Bonn und Ostwestfalen, donnerte und blitzte es schon am Morgen. Im Laufe des Vormittags wurde Starkregen erwartet und es könne zu Sturmböen mit bis zu hundert Kilometern pro Stunde sowie Hagel kommen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Bis zum Nachmittag werde sich die Wetterlage wieder beruhigen. Mit Temperaturen zwischen 27 und 29 Grad wird es etwas weniger heiß. Am Freitag könne man vielerorts sogar mit Temperaturen von unter 25 Grad rechnen. Am Wochenende werde es dann aber wieder wärmer.

Überflutungen nach Starkregen in Hessen – Keller laufen voll

Überschwemmte Keller, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer: Heftige Gewitter und Wolkenbrüche sind am Dienstagabend auf Hessen niedergegangen. Besonders stark betroffen war die Gemeinde Kirchhain bei Marburg, wo die Feuerwehr zu insgesamt 200 Einsätzen ausrücken musste, wie Kreispressesprecher Stephan Schienbein sagte. An zwei Schulen des 16 000-Einwohner-Ortes fällt demnach am Mittwoch auch der Unterricht aus. Im gesamten Landkreis Marburg seien in der Nacht 400 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Menschen seien bislang nicht zu Schaden gekommen.

Folgen der Gewitter: Autos blieben in brauner Brühe stecken

Auch das benachbarte Stadtallendorf hatte mit Regenmassen zu kämpfen. Sie überfluteten ganze Straßenzüge, Gebäude standen im Keller ebenfalls unter Wasser. Manche Autofahrer unterschätzten die Gefahr, fuhren in die braune Brühe und blieben stecken. Auch im nahen Gießen berichtete die Feuerwehr von insgesamt 50 Einsätzen wegen vollgelaufener Keller oder umgefallener Bäume. Vereinzelt seien durch den starken Wind auch Dächer abgedeckt worden.


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