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Rund 260.000 Stellen unbesetzt IHK: Fachkräftemangel bremst Wirtschaft in Bayern

In Bayern fehlen immer mehr Fachkräfte. Durch den Engpass seien derzeit rund fünf Prozent aller Fachkräftestellen im Freistaat unbesetzt, so der Bayerische Industrie- und Handelskammertag heute in München bei Vorstellung IHK-Fachkräftemonitors Bayern.

Von: Walter Kittel

Stand: 12.06.2018

Schild mit der Aufschrift: Mechaniker gesucht | Bild: picture-alliance/dpa

Der Fachkräftemangel bremst die bayerische Wirtschaft derzeit massiv, so der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, Peter Driessen. Immer mehr Betriebe müssten Aufträge verschieben oder ablehnen, weil die Kapazitäten nicht vorhanden seien. Mittlerweile sehen 64 Prozent aller bayerischen Unternehmen im Fachkräftemangel ein Risiko für ihr Geschäft.

Besonders Fachkräfte in sozialen und erzieherischen Berufen gesucht

Und die Probleme werden wohl auch künftig immer größer: Fehlen heute in Bayern bereits rund 260.000 Fachkräfte, wird sich die Zahl nach IHK-Prognosen bis 2030 mehr als verdoppeln, so Driessen.

"Ein besonders drastisches Beispiel für den Mangel sind die erzieherischen und sozialen Berufe. Von heute 12.000 steigt der Fachkräftemangel in der Prognose auf 66.000 im Jahr 2030 an. Jeder vierte Stelle ist dann unbesetzt."

Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages

Auch Sachbearbeiter, Büromanager, Maschinenbauingenieure oder Kfz-Techniker werden laut IHK-Fachkräftemonitor immer dringender gebraucht. Für Driessen ist es vor allem wichtig, dass sich mehr Frauen als Fach- und Führungskräfte qualifizieren lassen. Eine Voraussetzung dafür seien bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten.


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