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Drogenfahnder vermelden Erfolg Eine Tonne Kokain in Bananenkisten gefunden

Die bayerischen Drogenfahnder verbuchen einen großen Erfolg: Knapp eine Tonne Kokain konnte sichergestellt werden - gefunden in Bananenkisten. Das bayerische Innenministerium spricht von einem Rekordfund.

Von: Henning Pfeifer

Stand: 15.05.2018

In Bananenkisten aus Ecuador werden in einer Obst- und Gemüsegroßhandlung im Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) im November 2017 insgesamt 225 Kilogramm Kokain entdeckt und sichergestellt.  | Bild: Landeskriminalamt Baden-Württemberg/dpa

Zwölf mutmaßliche Mitglieder einer internationalen Drogenbande wurden festgenommen, wie das Innenministerium in München mitteilte. Es handelt sich demnach um Albaner, die in Deutschland gefasst wurden. Laut Ministerium war das Rauschgift in Bananenkisten versteckt gewesen.

Drogenfunde quer durch Bayern

Erste Funde in Supermärkten sorgten im vergangenen Jahr für Schlagzeilen: Damals waren insgesamt 180 Kilogramm beschlagnahmt worden. In der Stadt und im Landkreis Rosenheim waren insgesamt drei Supermärkte betroffen, in der Stadt und im Landkreis Passau in Niederbayern weitere drei. In Oberbayern wurden noch in Filialen in den Kreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Landsberg am Lech Drogen entdeckt. In Schwaben war ein Markt im Landkreis Augsburg betroffen.

Die Gruppierung soll insgesamt mit 1,8 Tonnen Kokain im Marktwert von 400 Millionen Euro gehandelt haben. Näheres dazu werden die Ermittler am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz berichten.

Bislang größter Kokainfund in Deutschland

In der Ankündigung sprach das Ministerium von einer "Rekord-Sicherstellung", die den bayerischen Drogenfahndern von Zoll und Polizei gelungen sei. Den bislang größten Kokainfund in Deutschland hatte der Hamburger Zoll im vergangenen Jahr präsentiert. 3,8 Tonnen Kokain beschlagnahmten die Beamten im Frühjahr 2017 im Hamburger Hafen. 

Mit dpa-Material ergänzt


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