5

Idealistisches Geburtshilfeprojekt Eine Hebamme aus Bayern in Madagaskar

Kaum ein Land hat in den vergangenen Jahrzehnten so viel internationale Unterstützung erhalten wie Madagaskar. Doch kaum eines ist heute so arm und so perspektivlos. Besonders schwer haben es werdende Mütter. Dabei hat Madagaskar mit 4,2 Kindern pro Frau eine der höchsten Geburtenraten der Welt. Eine Hebamme aus Bayern versucht die Probleme zu lindern. Über ein idealistisches Geburtshilfeprojekt in Ostafrika.

Von: Andrea Rehmsmeier und Henryk Jarczyk

Stand: 11.05.2018

Zwei Behandlungsräume und eine Abstellkammer, die zum Patientenzimmer umfunktioniert werden kann: In einer kleinen Geburtsstation in Madagaskar erblicken jedes Jahr über 250 Kinder das Licht der Welt.

Kaum Vor- und Nachsorge für Schwangere

In dem bitterarmen Inselstaat, wo schon der Transport im Zebu-Karren für Schwangere ein Luxus ist und jede Geburt lebensbedrohlich sein kann, gibt es für die werdenden Mütter und jungen Familien kaum zeitgemäße Diagnosetechnik, Vor- und Nachsorge sowie Beratung über Säuglingspflege, gesunde Ernährung und Familienplanung.

Die deutsche Hebamme Tanja Hock aus Aschaffenburg

Eine Ausnahme ist da die "Mobile Hilfe Madagaskar". Ein aus Spenden finanziertes Projekt, hinter dem keine staatlichen Fördergelder oder eine finanzkräftige NGO steht. Ins Leben gerufen hat das Hilfsprojekt  eine idealistische Hebamme aus Aschaffenburg in Bayern. Ihr zur Seite stehen freiwillige Helferinnen und Helfer aus Europa sowie einige Spendensammler im Freistaat.

"Kein Baby gehört auf den Müll"

"Kein Baby gehört auf den Müll"

Im Dorf Ambovo, im zentralen Teil des Inselstaates, unweit der Hauptstadt Antananarivo, kämpft Tanja Hock mit ihrem Hebammen-Team um das Leben von Müttern und Kindern. Mit großen Erfolg. Ihr Motto: "Kein Baby gehört auf den Müll". In Madagaskar leider oft genug erschütternde Realität.

Idealistisches Geburtshilfeprojekt - Eine Hebamme aus Bayern in Madagaskar

Reportage am Sonntag, 03.06.2018 14:35 und 21:35 Uhr, B5 aktuell

Autorin: Andrea Rehmsmeier
Redaktion: Henryk Jarczyk


5