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BMW, VW und Audi expandieren Deutsche Automobilindustrie investiert noch mehr in China

BMW und der chinesische Internetkonzern Baidu wollen die Entwicklung des autonomen Fahrens in China beschleunigen. Beide Unternehmen unterzeichneten im Rahmen der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen eine entsprechende Absichtserklärung. Auch VW, Audi und zahlreiche Zulieferer sind dabei, im Reich der Mitte zu expandieren.

Von: Felix Lincke

Stand: 10.07.2018

ARCHIV: Autos stehen zur Verschiffung bereit. | Bild: dpa-Bildfunk/Jörg Sarbach

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie VDA setzt weiter auf den China-Boom. Jedes fünfte Auto, das dort zugelassen werde, komme bereits von deutschen Herstellern, sagte VDA-Präsident Bernhard Mattes. Seit Beginn des Jahrzehnts hätten die deutschen Hersteller die Zahl ihrer Fabriken in China auf 30 mehr als verdreifacht. So kündigte BMW den Bau des Elektro-Minis gemeinsam mit Great Wall an, während VW die Partnerschaft mit FAW ausbaut.

Fast ein Drittel der Weltproduktion der deutschen Konzernmarken findet bereits in China statt. Deutsche Autozulieferer haben im Reich der Mitte rund 320 Standorte. Allein die Zulieferer beschäftigen in dem Land mehr als 100.000 Mitarbeiter.

Bisher durften Ausländer in China jeweils nur die Hälfte der Werke dort besitzen in einem Joint Venture. Das soll sich ändern im Zuge der Öffnung des Marktes. So darf der Chemieriese BASF erstmals einen eigenen großen Standort bauen - für rund zehn Milliarden Euro - und hat dabei auch die boomende Automobilindustrie im Blick. Die Regierung in Peking senkt außerdem die Einfuhrzölle für Fahrzeuge aus dem Ausland - mit Ausnahme der USA.


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Francesco, Mittwoch, 11.Juli, 08:13 Uhr

3. Für mich....

ist die Strategie der Automobilfirmen relativ klar: Die deutschen Verkehrsminister / Regierung wird/ werden mit dem Argument "Arbeitsplätze" seit Jahren erpresst. Nun wird der öffentliche Druck durch Dieselskandal und verpennten umweltfreundlichen Zukunfts-Entwicklungen zu groß, dass selbst die unterstützenden Verkehrsminister / Regierung nicht mehr tatenlos zusehen können. Die Konzerne sitzen das Problem aus und werden - da bin ich mir relativ sicher - die Arbeitsplätze so nach un nach in China / Asien aufbauen. In Deutschland muss man dann "leider" die Arbeitsplätze abbauen. Ich hoffe aber immer noch,ich habe nicht recht. Allerdings ist das ganze recht durchschaubar, aber offensichtlich leider nicht für Verkehrsminister. Warum wohl....

Schrecklich, Dienstag, 10.Juli, 14:48 Uhr

2. Gruselig diese Zunahme an weltweitem Schrott

Egal, ob mit Benzin/Diesel oder Elektro, diese Zunahme an Schrott ist doch nichts, was zukunftsfähig ist.
Immer mehr auch an Flächenverbrauch/-versiegelung, nur um die Gier dieser Konzerne zu befriedigen.

  • Antwort von Schrecklicher Durcheinanderbringer, Dienstag, 10.Juli, 23:24 Uhr

    Sie bringen da etwas durcheinander.

    Konzerne verkaufen Waren nicht, weil es denen langweilig ist, sondern weil Konsumenten das nachfragen. Oder wollen sie sich schon mal auf den Fussweg nach China machen?
    Konsumenten sind das Problem. Na, schon mal wieder ein Schnäppchen beim Discounter gemacht?
    Geben sie es zu. Sie freuen sich genauso über die "Beute" ;-)

Many, Dienstag, 10.Juli, 13:53 Uhr

1. Erst mal

in China üben lassen. Wenn das dann alles ausgereift ist, können wir das dann übernehmen. In zehn bis zwanzig Jahren ist das Beharrungsvermögen der Deutschen Behörden aufgebraucht und wir können mit der Aufstellung von Ladegeräten beginnen. Bis dahin hat sich die Welt möglicherweise auf einen Genormten Stecker geeinigt. Dann müßen wir nur noch für den ausreichenden Strom sorgen. Wenn wir schön Höflich sind zur Chinesischen Partei bekommen wir vieleicht ein paar Kraftwerke zugeteilt.

  • Antwort von konstanze, Dienstag, 10.Juli, 20:30 Uhr

    chinas wirtschaftlicher marsch rund um die welt stellt sich als lächelnder imperialismus dar. peking reicht jedem die hand, der sich zur kooperation bereit zeigt, um später zuzudrücken, bis es schmerzt. zuerst pflegen sie enge handelsbeziehungen, bis schließlich eigene investitionen plus übernahme vorhandener firmen folgen. in TH z.b. hat ausgerechnet die deutsche automobilindustrie, selbst die tür geöffnet. dort werden die batterien gebaut, die später autos von BMW bis Daimler antreiben sollen. das hat hier offensichtlich keiner gekonnt. damit werden abhängigkeiten geschaffen, die die wirtschaft hierzulande beschädigen können. nur: wer globalisierung und freihandel propagiert, muss sich nicht wundern, wenn damit andere cleverere staaten ernst machen. und was die kraftwerke betrifft: "china plant in osteuropa atomkraftwerke zu bauen. das land verfügt über eine reaktortechnologie der dritten generation." (quelle: dt.WN) die lachen sich über unseren "zappelstrom" kaputt.