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Frust bei Autofahrern Darum steigt der Öl-Preis weiter

Autofahrer haben es zuletzt gemerkt: Benzin und Diesel sind wieder deutlich teurer geworden. Das liegt vor allem an steigenden Preisen für Rohöl. Nach einer jahrelangen Flaute kostet das Barrel der Nordsee-Sorte Brent wieder mehr als 80 Dollar. Eine besondere Rolle spielt dabei Saudi-Arabien.

Von: Stephan Lina

Stand: 18.05.2018

ExxonMobil Öl-Raffinerie | Bild: picture-alliance/dpa

Die Disziplin hat gehalten. Auf Initiative Saudi-Arabiens hatten sich wichtige Öl-Förderer in den vergangenen Jahren abgesprochen, ihre Produktion künstlich zu verknappen. Neben den OPEC-Ländern hatte sich vor allem Russland dieser Initiative angeschlossen. Nun ist der Öl-Preis wieder deutlich gestiegen, doch von einer Lockerung der Quoten ist bisher nichts zu hören.

Saudi-Arabien will wohl noch höheren Öl-Preis

In OPEC-Kreisen heißt es, vor allem Saudi-Arabien strebe einen noch höheren Preis als die jetzt erreichten 80 Dollar pro Barrel an. Das Ziel der Saudis seien rund 100 Dollar.

Experten nennen dafür mehrere Gründe: So brauche das Land viel Geld, um seinen Haushalt auszugleichen, der umfangreiche Investitionen vorsieht. Außerdem polstert ein hoher Öl-Preis die Bilanz und damit auch den Wert des Staatskonzerns Saudi Aramco auf, der vor einem Börsengang steht.

Venezuela ist bei der Öl-Förderung zurückgefallen

Saudi-Arabien ist derzeit der weltweit führende Öl-Produzent. Die größten Reserven hätte eigentlich Venezuela. Doch das südamerikanische Land hat seine Infrastruktur herabgewirtschaftet und ist bei der Förderung zurückgefallen.


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EMGI, Samstag, 19.Mai, 13:35 Uhr

9. Ganz einfach

Trump kündigt Atom Abkommen mit Iran. Einen rationalen Grund gibt es nicht. Der Iran hat gegen nichts verstoßen. Trump diktiert in der üblichen US imperialistischen Art und Weise seinen Satrapen, dass sie auch zu boykottiern haben. Folge: kein Öl aus dem Iran. Folge: Verknappung am Weltmarkt. Folge: Preis steigt. Folge: Trumpis Fracking Müll fängt wieder an sich zur rentieren. So einfach ist das.

  • Antwort von Öko, Sonntag, 20.Mai, 13:23 Uhr

    Stimme zu.

    Nur muss man aber die Iraner auch nicht heilig sprechen. Die ballistischen Raketen und der fortgesetzten Entwicklung für grössere Reichweiten, die Einmischung in Syrien und die Unterstützung des Terrorismus machen Israels Ängste schon verständlich.

    Die religiöse Vorherrschaft ist das eigentliche Problem. Intoleranz und Rechthaber auf geistig, spirituellem Niveau sind die Brandstifter des Nahen Ostens.

Franz, Samstag, 19.Mai, 09:52 Uhr

8. jedes Mal

Jedes Mal dieselbe Leier. "Die Ölmultis zocken uns ab". Verglichen mit vor 20 Jahren ist der Benzinpreis immer noch günstig. Außerdem wird viel weniger verbraucht als damals. Weniger gefahren wird offenbar auch nicht. Was soll also das ständige Geplärre ?

Im übrigen würden wir wohl alle die Preise vor den Feiertagen und der Urlaubszeit erhöhen, wenn wir Öl-Multi wären ;-)

Bauer Fredl, Samstag, 19.Mai, 06:03 Uhr

7. Der Öl-Preis

Das Rohöl, dass jetzt als Sprit verkauft wird, wurde noch billig eingekauft. Der Staat schaut bei dieser üblen Abzocke weg, denn er verdient damit prächtig.

Öko, Freitag, 18.Mai, 20:27 Uhr

6. Hoher Ölpreis dämpft die Wirtschaft

Klassisches Eigentor der Ölproduzenten.

Bricht erst einmal die Wirtschaft ein, sinkt automatisch die Nachfrage nach Öl. So wie der Preis steigt, so schnell fällt er auch.
Ich vermute Trump dahinter, der die Spannungen im Nahen Osten hoch hält und Iran isolieren will. Saudi Arabien profitiert, Trumps Fracking wird wirtschaftlich und womöglich ist er an Firmen über seine Verwandschaft beteiligt.

Wieso sich allerdings keine Invstoren für Venezuelas Ölvorräte finden ist mir schleierhaft. Das Land könnte stink reich sein und den Arabern Paroli bieten. Wo sind die Europäer mit ihren Interessen? Irgendwann werden die Chinesen das Schnäppchen sonst machen.

  • Antwort von H.E., Samstag, 19.Mai, 10:43 Uhr

    Saudi-Arabien haben große finanzielle Probleme und zwar schon seit längerer Zeit. Mit welchen Wirtschaftsgütern handeln sie noch außer mit Erdöl? Deshalb kann man nicht genau sagen, wer dahinter steckt bei dem hohen Ölpreis.

realist, Freitag, 18.Mai, 14:22 Uhr

5. Aktuell kein Frust

Ich reise gern und meist auch viel! Aber nicht in Zeiten wenn ganz Deutschland und deren europäische Nachbarn die BAB und alle Bundesstraßen in Bayern verstopfen. Außerdem reise ich besonders gerne nach Norden z. B. an die Nord- oder Ostsee, in den Harz, zum Müritz-Nationalpark, ins Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin oder ins Hochsauerland. Meine klassische Urlaubszeit beginnt nicht nur dieses Jahr ab der 2. Hälfte des August und endet kurz vor Allerheiligen. Für die nächsten Jahre erwarte ich deutliche Rückschläge für die Weltkonjunktur. Meines Erachtens verdanken wir die zukünftigen Herausforderungen nicht nur unserer Raffgier, sondern auch einem skrupellosen Herrn jenseits des Atlantiks.

  • Antwort von Urlauber, Samstag, 19.Mai, 07:03 Uhr

    Ihre Urlaubsplanung freut mich sehr und ich wünsche eine gute Reise

  • Antwort von Elisabeth, Samstag, 19.Mai, 10:47 Uhr

    Ich bin kein Freund von Trump, aber alles den US-Amerikanern in die Schuhe zu schieben geht absolut nicht.
    Mir persönlich sind die Amerikaner wesentlich sympathischer als der ganze Nahe Osten und Nordafrika mit ihren muslimischen Staaten. Der einzige Staat, für den ich Sympathie hege im Nahen Osten ist Israel

  • Antwort von Hans, Samstag, 19.Mai, 11:07 Uhr

    @realist
    Wir reisen auch gerne an die Nord-oder Ostsee, allerdings mit der Bahn.....