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Übernahmen in Bayern Kommen die chinesischen Staatsunternehmen?

Die Kuka-Übernahme der Chinesen ist beschlossen, doch wie geht es weiter? Chinesische Unternehmer haben sicher noch einiges im Köcher und können auf ein Netzwerk bauen: Die Union zur Förderung chinesischer Unternehmer. Gerade feiert sie ihr zweijähriges Bestehen.

Von: Astrid Freyeisen

Stand: 19.08.2016

Chinesische Besucher am Messestand von Kuka auf der China International Industry Fair 2015 in Shanghai | Bild: picture-alliance/dpa/Huang Zhengwei

Erstmals gilt China als eins der 25 innovativsten Länder – der aktuelle Innovationsindex listet die Volksrepublik auf Rang 25 weltweit. Dabei zahlt sich eine typische Verhaltensweise chinesischer Unternehmer aus: Wenn sie nicht weiter wissen, bemühen sie sich sehr schnell um Partner, die möglicherweise helfen können. Solche Netzwerke sind ein Ziel der Union zur Förderung chinesischer Unternehmer in Bayern, die gerade zwei Jahre alt wird.

Bereits rund 300 chinesische Unternehmen in Bayern

Wie viele chinesische Firmen es in Bayern gibt, ist unklar: Sie müssen sich nicht beim Wirtschaftsministerium melden, wo man von rund 300 ausgeht. Die Union zur Förderung chinesischer Unternehmen in Bayern berät sie und knüpft Kontakte zu bayerischen Firmen, der Staatsregierung und der Stadt München.

China State Construction Engineering – der größte chinesische Baukonzern. Der Multi bereitet sich auf den Neubau eines riesigen chinesischen Generalkonsulats in München vor. Kommen nun Chinas Staatskonzerne nach Bayern? Ein solcher Trend sei nicht erkennbar, heißt es im Wirtschaftsministerium. Übernahmen wie Linde Hydraulics in Aschaffenburg oder Kraus Maffei in München seien Ausnahmen. Midea, Käufer des Roboterbauer Kuka in Augsburg, ist ein Privatunternehmen.


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Francesco, Freitag, 19.August 2016, 10:30 Uhr

5. Ja sowas...

KUKA ist für mich nur ein weiteres trauriges Beispiel, dass in unserem Deutschland seit längerer Zeit (auch auf anderen Sektoren !!) "irgendetwas" total falsch läuft .... Der Finanzsektor - mit sehr überschaubarer Wirtschaftskompetenz !! - bestimmt unsere (globale) Wirtschaft. Den Firmenlenkern von Aktiengesellschaften geht es nicht mehr um den langfristigen Erhalt von Unternehmen, Arbeitsplätzen und vor allem wertvollem Know-How. Es ist offensichtlich nur noch der kurzfristige "Erfolg" und der persönliche Reibach von Bedeutung (Aktienpakete der Vorstände, horrende Abfindungszahlungen, Betrug, etc.). Ich bin sicher, der fortschreitende Verlust von hochqualifizierten Arbeitsplätzen, das charakterlose, geldgierige - aber offensichtlich geduldete - Verhalten diverser Vorstände, etc. (Winterkorn u. Kollegen, Middelhoff, Esch, Hoeneß, u.u.u.) sowie eine macht- und hilflose Politik (bestimmen tut allein der Finanz-/Wirtschaftssektor !!), werden sich für uns noch fürchterlich rächen.

A.Bork, Freitag, 19.August 2016, 09:58 Uhr

4. Kuka

Gibt es eigentlich keine rechtlichen Möglichkeiten, hiergegen vorzugehen? Ich meine den Ausverkauf unserer Unternehmen. Es wird doch sonst nach jedem Mauseloch gesucht. Ein Till Reuter oder Sigmar Gabriel können doch nicht schalten und walten, wie es ihnen beliebt. Bei einem Aktienerwerb oder Verkauf sollte bei einem Anteil von 49% Schluß sein für ausländische Erwerber. Ob einer oder viele zusammen. Nur so kann man Eigenes hier erhalten. Haben unsere Arbeitnehmerrechte auch für China, oder ander "Besitzer" unserer Firmen,Gültigkeit? Wenn nicht, kommen schwere Zeiten auf die bisherige Belegschaft zu.Und Verdi wird zuschauen müssen.

jeronimo, Freitag, 19.August 2016, 08:22 Uhr

3.

das know-how das geldgierige finanzgeier für kurzfristige gewinne bereits an china verschenkt haben wird jetzt noch vervollständigt durch die letzten wertvollen unternehmen , die noch selbst produkte entwickeln . die arbeitsplätze gehen dann natürlich langfristig nach china ! die fördergelder die der deutsche steuerzahler hierfür noch weiteraufbringen darf werden natürlich mit keinen wort erwähnt ! das nenne ich doch eine zukunftsorientierte wirtschaftspolitik unserer regierung und des überaus klugen finanzsektors ! es verwundert mich nur , das nicht mehr leute langsam die schnautze von von staatlich und eu-geförderten arbeitsplatzabbau , voll haben ! solch schwachsinnige und schwammige berichte , wie hier , sollen doch nur die angehenden arbeitslosen beruhigen !

  • Antwort von AnniMarr, Freitag, 19.August, 09:41 Uhr

    jeronimo,
    Sie sprechen wahre Wort aus - die ich nur kräftig unterstreichen möchte!
    Nach den USA und der Schweiz ist China zum drittgrößten Investor in Deutschland geworden. In 2016 hat der staatliche chinesische Chemiekonzern Chemchina den deutschen Maschinenbauer Krauss-Maffei erworben. Weiter vereinnahmte die Staatsholding Beijing Enterprises den niedersächsischen Müllverbrenner EEW. Bilfinger verkaufte sein Wassertechnologie-Geschäft an Chengdu Tencent. Außerdem sind die deutschen Unternehmen Putzmeister, Kiekert, Schwing, Kion, Solibro, Sunways, Tailored Blanks, Koki Technik Systems, Hilite, Aixtron, Osram Ledvance alle chinesisch.
    Besonders Industrieunternehmen stehen im Fokus für chinesische Investoren.
    17 der 37 hierzulande im 1. Halbjahr 2016 getätigten Akquisitionen betrafen Industrieunternehmen. Andere Bereiche waren der Energiesektor (7 Zukäufe) und der Medizin-/Health-Care-Sektor (4 Zukäufe).
    So sieht es in unserer Bundesrepublik aus!

AnniMarr, Freitag, 19.August 2016, 07:53 Uhr

2. Die Globalisierung ist bei KUKA 2016 angekommen!

Ja,
auch der wertvolle Roboterbauer Kuka ging voll in chinesische Hand! Der bisher größte Fisch im chinesischen Netz. Mit immer weiteren Aktienzukäufen über Monate ist es dem chinesischen Unternehmen Midea gelungen, bei Kuka schrittweise fast das gesamte Aktienkapital zu erwerben. Kuka Boss Till Reuter hat sich öffentlich für die Übernahme durch China stark gemacht!
Es ist schon schlimm, wenn man hierbei Böses denkt - ja - kein Wunder, seine Kuka-Aktien sind auf einen Schlag um die Hälfte wertvoller geworden!

Garbiele W, Freitag, 19.August 2016, 06:55 Uhr

1. gabriele_friedrich@arcor.de

ZITAT : Sie müssen sich nicht beim Wirtschaftsministerium melden..."

Warum denn nicht? Wird nicht jede Firma "registriert" eingetragen...oder sonst etwas ? Zahlen die keine Steuern in Deutschland?