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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: "Diesel-Diskussion schädlich für Wirtschaftsstandort"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) warnt in der Dieseldebatte vor negativen Folgen. "Wir leisten uns eine Dieseldiskussion in Deutschland, die schon sehr schädlich für den Wirtschaftsstandort ist", sagt er der radioWelt am Mittag auf Bayern 2.

Stand: 26.07.2018

Mit den Diesel-Software-Updates seien 70 Prozent Schadstoffreduzierung erreichbar, sagte Andreas Scheuer im Interview mit der radioWelt am Mittag auf Bayern 2. "Es gibt schon auch gute Botschaften, nicht nur negative", meint er.

Der Verkehrsminister zeigte sich sehr zufrieden mit den Software-Updates der Autoindustrie.

"Die verpflichtenden Rückrufe beispielsweise des VW-Konzerns sind mit über 96 Prozent abgearbeitet. Wir haben jetzt beim Kraftfahrtbundesamt verschiedene betroffene Modelle über die Hersteller hinweg genehmigt. Wir haben da eine Nachrüst- und Umrüstquote der Software-Updates von 76 Prozent."

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Zufrieden zeigte sich Scheuer auch mit dem "Sofortprogramm saubere Luft". Kritik, dass bisher aber noch kein einziger Euro der Gelder ausgezahlt wurden, weist er zurück.

"Wir haben Geld, das jetzt bewilligt wird und das geht in Hochdruck und Rekordtempo, aber trotzdem erstmal muss die Werkstatt den Umrüstplatz einbauen."

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Brüssel hatte im vergangenen November Vorschläge für neue CO2 Grenzwerte gemacht, um die EU Klimaziele zu erreichen. Verkehrsminister Andreas Scheuer ist allerdings skeptisch:

"Wir müssen die Diskussion über die neuen CO2 Grenzwerte nochmal führen. Ich bin dafür, dass wir nicht politisch ideologische Grenzwerte festsetzen sondern technisch machbare. Die EU-Kommission hat einen guten Vorschlag gemacht, manche gehen noch weiter, da sage ich Achtung es geht um 100 000 Arbeitsplätze. Es bringt uns ja nichts eine Automobilindustrie komplett zu demontieren."

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister


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