11

Mehr als drei Nationalparks BUND will Nationalparks im Ammergebirge und an der Donau

Der Bund Naturschutz in Bayern will nicht nur einen dritten Nationalpark in Nordbayern. Langfristig sollen auch im oberbayerischen Ammergebirge und im Donau-Auwald zwischen Neuburg und Ingolstadt Nationalparks entstehen.

Von: Arne Wilsdorff

Stand: 06.10.2016

Dutzende alter Buchen wachsen im Steigerwald bei Ebrach in Oberfranken | Bild: picture-alliance/dpa

An erster Stelle steht für Bund Naturschutz-Chef Hubert Weiger, dass neben Spessart und Rhön auch der Steigerwald als Öko-Juwel in der aktuellen Planung weiterhin eine Chance hat.

"Und wenn die Staatsregierung sagt, wir suchen überall nach einem Nationalpark, nur nicht im Steigerwald, dann ist das absurd. Und dann hat das mit einem fachlich begründeten Auswahlverfahren nichts zu tun."

Hubert Weiger

Auch müsse der Planungsprozess für einen dritten Nationalpark schnell "öffentlich und transparent" gemacht werden. Dazu sollten in einem ersten Schritt höchste Beamte aus Umwelt- und Landwirtschaftsministerium - am besten sogar die Minister - vor Ort die Menschen sachlich über die Nationalparkidee informieren und so Ängste abbauen.

"Wenn die Umweltministerin dann zum Vertreter des Waldbesitzerverbandes sagt, er soll aufhören, eine Drohkulisse gegenüber dem Privatwaldbesitz aufzubauen, weil vom Nationalpark nur der Staatswald betroffen ist, dann ist diese Diskussion sofort beendet."

Hubert Weiger

Dann wäre ein erster neuer Nationalpark noch bis 2018 möglich, hofft Hubert Weiger.

Neben den drei fränkischen Standorten Spessart, Rhön und Steigerwald kann sich der BN-Chef aber auch Parks im oberbayerischen Ammergebirge und im Donau-Auwald zwischen Neuburg und Ingostadt vorstellen.


11

Kommentieren

Eska Peter, Donnerstag, 06.Oktober 2016, 21:45 Uhr

2. In jedem Regierungsbezirk...

...sollte ein Nationalpark sein, um die Vielfalt der natur dieses Landes auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten!

HinterTürkisch, Donnerstag, 06.Oktober 2016, 20:34 Uhr

1. Kohlenstoff-Speicher

Natürlich atmen auch Bäume und andere Waldpflanzen, aber: Langfristig handelt es sich bei Wald um einen Kohlenstoffspeicher. Damit könnte auch dem (langfristigen) Anstieg der CO2-Konzentration in unserer Atmosphäre dämpfend entgegengewirkt werden. Schön wäre über die Nationalparks hinaus, lokale "Speicherstättten" schaffen zu können, damit vom Menschen nicht mehr zwingend genutzte Vegetation(en) ihre ihr (ihnen) eigene Wirkung entfalten könnten. Letztlich ist aber die Nationalparkdiskussion auch eine, die zeigt, dass nicht die gesamte Umgebung des Menschen sein "Bankett" (also strassenbegleitender Bewuchs) ist...