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Datenskandal Brüssel setzt Facebook Ultimatum

Die EU-Kommission in Brüssel hat dem Facebook-Konzern eine zweiwöchige Frist gesetzt, um die Fragen zum Datenskandal zu beantworten. Justizkommissarin Vera Jourova fordert, die Rolle des Unternehmens Cambridge Analytica aufzuklären und will wissen, ob europäische Facebook-Nutzer betroffen waren.

Stand: 27.03.2018

ILLUSTRATION - 27.03.2018, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Smartphone mit dem Logo von Facebook liegt auf einer Tastatur. Im Skandal um die unerlaubte Nutzung der Daten von Millionen Facebook-Nutzern hat sich das Unternehmen in Zeitungsanzeigen bei den Nutzern in Deutschland entschuldigt. (zu dpa: "Facebook entschuldigt sich in deutschen Zeitungen für Vertrauensbruch" vom 27.03.2017) Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Oliver Berg

Facebook steht wegen des Daten-Skandals in den USA wie auch in Europa unter massivem politischen Druck. EU-Justizkommissarin VeraJourova forderte nun Antworten auf die Frage, wie die Daten von Millionen Menschen "in die Hände von Dritten gelangen konnten". Außerdem wolle sie wissen, wie Facebook gedenke, solche Probleme in Zukunft zu verhindern und die europäischen Datenschutzregeln einzuhalten.

Whistleblower Wylie sagt heute aus

Der Whistleblower im Zentrum des Facebook-Skandals wird heute vor britischen Parlamentariern zu deren Untersuchung zum Anstieg von Falschnachrichten aussagen. Christopher Wylie hatte die Firma Cambridge Analytica beschuldigt, Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern abgegriffen zu haben. Die illegalen Auswertungen hatte Cambridge Analytica wohl gezielt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt. Wylie wirft vor, die Daten hätten es ermöglicht, Wählern zielgerichtet Wahlkampfmaterial zu zeigen. Auch in der Kampagne zum Brexit-Referendum könnte das Geschäft von Cambridge Analytica eine Rolle gespielt haben. Wylie will sich heute dazu äußern.

Unternehmen distanzieren sich von Facebook

Nach dem Datenskandal ziehen auch einige Unternehmen Konsequenzen. So etwa Mozilla: Der Entwickler des Web-Browsers Firefox will solange keine Werbung mehr auf Facebook platzieren, bis das Unternehmen seine Datenschutz-Einstellungen verbessert hat. Sonos, Anbieter vernetzter Lausprecher, stoppt für eine Woche die Online-Werbung. Das MedTech-Unternehmen Vitabook hat seinen Facebook-Account gleich ganz gelöscht.


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Susanne, Mittwoch, 28.März, 15:29 Uhr

5. Facebook Ultimatum

Ich kann mich dieser Tage wunderschön amüsieren. Was bin ich in den vergangenen Jahren immer blöd angeschaut worden, wenn ich sagte: ich bin nicht bei Facebook. Auf die Frage: warum nicht - antwortete ich: aus Datenschutzgründen. Noch blöder wurde geschaut und manch verächtliches gesagt....................Ich bin immer noch nicht bei Facebook, ich weiß immer noch nicht, was ich damit machen soll, und vor allen wann. Bin ausgelastet, und brauche den Mist nicht. Datenschutz ist so einfach - einfach keine hergeben. Wir haben die Karwoche, wie wäre es mit Facebook-fasten? Mal drei Tage nicht benutzen, und dann werden die schon umdenken. Wenn die Menschen den Mist mitmachen, freiwillig, warum sollte Facebook aufhören, Daten zu sammeln, zu verbreiten, etc.? Die wäre ja schön blöd.

tell, Mittwoch, 28.März, 12:29 Uhr

4.

Facebook gar nicht verwenden war schon immer intelligenter!

  • Antwort von Stephania, Mittwoch, 28.März, 15:35 Uhr

    @tell
    Stimmt ! Ich tu es auch nicht.

Euer Merkwürden, Mittwoch, 28.März, 12:20 Uhr

3. Fragezeichner?

Warum fällt den Kommentatoren nichts sachliches zum Thema ein? Eigentlich sollte das uhter den "Nägeln" brennen.
Nichts zu verbergen ;-)

Handwerker, Dienstag, 27.März, 19:46 Uhr

2. ..wie Facebook so etwas in Zukunft verhindert.

Mein erster Kommentar, war anscheinend auch nicht passend, dennoch bin ich der Meinung, dass eine Eu - Justizkommissarin mit einem Ultimatum auf was auch immer ins leere laufen wird.

Handwerker, Dienstag, 27.März, 18:24 Uhr

1. Brüssel setzt Facebook Ultimatum.

Brüssel mit seine Spezialisten wird nicht mal wissen, für was sie eigentlich ein Ultimatum setzt.

  • Antwort von Stephania, Mittwoch, 28.März, 09:23 Uhr

    @Handwerker
    Volltreffer. Ich hab mir gestern noch gedacht, daß "Spezialist in Brüssel" ein Traumjob ist. Unüberlegten Schwachsinn einführen/fordern und null Konsequenzen.
    Bin gespannt ob das veröffentlicht wird.

  • Antwort von Stephan, Mittwoch, 28.März, 09:40 Uhr

    Und mich wunderts, dass substanzloses veröffentlicht wird.

    Manchmal kommen mir die Kommentarspalten so vor, wie bei einem Kind, das man Papier und Stift gibt und sagt: Kritzel irgendwas auf das Papier.

  • Antwort von Vicky, Mittwoch, 28.März, 13:05 Uhr

    @Stephan
    Na, das haben Sie ja dann jetzt gemacht.

  • Antwort von Stephania, Mittwoch, 28.März, 15:34 Uhr

    @Stephan
    da hat Vicky recht

  • Antwort von Unbeteiligter Dritter, Mittwoch, 28.März, 15:36 Uhr

    @Handwerker
    Tja, dann hilft nur, alles verbieten, dann herrscht Ruhe im Karton (noch Ironie).

  • Antwort von Stephan, Mittwoch, 28.März, 17:49 Uhr

    Bestätigt wie erwartet :-)